IMPERIAL (ab 1937 Carl Lindström AG)
, Sun Jan 29 2012, 18:13pm

Keine Ahnung, aber vielleicht hat jemand Lust und das Wissen zu Imperial los zu werden.





Re: IMPERIAL (ab 1937 Carl Lindström AG)
Formiggini, Sun Jan 29 2012, 19:42pm

Auch: Link - Hier klicken

Re: IMPERIAL (ab 1937 Carl Lindström AG)
Aristodemo, Sun Jan 29 2012, 19:43pm

Die Deutsche Crystalate GmbH hatte es zunächst schwer das englische Wort für kaiserlich als Wahrenzeichen einzutragen.Antrag vom 31.12 1930.
Erst am 16.April 1932 hatte sie Erfolg (Nr. 444187). Am 28.Dezember 1937 wurde die Marke auf die Carl Lindström AG, am 23.Oktober 1952auf die Carl LIndström GmbH umgeschrieben.

Re: IMPERIAL (ab 1937 Carl Lindström AG)
Limania, Fri Jun 08 2012, 19:57pm

Hallo




Nachkriegspressung


LG Limania

Re: IMPERIAL (ab 1937 Carl Lindström AG)
grammofar, Thu Apr 02 2015, 21:30pm

...ich habe da seit einiger Zeit etwas im Bestand...

und zwar diese Imperial von Max Rumpf mit dem Klassiker "Caravan". Das schwarz/ gold Etikett ist mir noch nicht untergekommen. Auch die einzig vorhanden Nummer Ki 38 ist mir nicht bekannt. Umseitig, wie bei dem Titel üblich, befindet sich "Blue Swing".
Ich dachte erst an eine Export-Version von Imperial. Das macht aber keinen Sinn, denn vor dem Titel befindet sich auf beiden Seiten die Ansage:
"Sie hören jetzt den Foxtrott "Caravan", gespielt von dem Orchester Max Rumpf auf einer Imperial-Schallplatte"
Aufnahmeort und Datierung ist soweit bekannt, aber wer kann was zum Etikett und der Nummerierung sagen?


Beste Grüße
N.P.


Re: IMPERIAL (ab 1937 Carl Lindström AG)
krammofoon, Thu Apr 02 2015, 21:41pm

Servus :-)

Ich hab da noch was in Quietscheentchengelb vorliegen..... weit in den 50ern hergestellt.......




Gruss
Georg

Re: IMPERIAL (ab 1937 Carl Lindström AG)
jitterbug, Thu Apr 02 2015, 22:29pm

grammofar wrote ...

(...)Auch die einzig vorhanden Nummer Ki 38 ist mir nicht bekannt. (...)
Ich dachte erst an eine Export-Version von Imperial. Das macht aber keinen Sinn, denn vor dem Titel befindet sich auf beiden Seiten die Ansage:
"Sie hören jetzt den Foxtrott "Caravan", gespielt von dem Orchester Max Rumpf auf einer Imperial-Schallplatte"
Aufnahmeort und Datierung ist soweit bekannt, aber wer kann was zum Etikett und der Nummerierung sagen?

Es existieren sowohl IMPERIAL as auch KRISTALL-Platten in der "Ki"-Reihe, in der Regel mit Ansage.

Sie waren - wie schon das Kürzel erahnen lässt - für Kinobeschallung, bevor das eigentliche Programm begann, konzipiert. Beim genauen Hinhören bemerkt man, dass es sich um Umschnitt-Matrizen der regulären Veröffentlichungen handelt, die Matriznummer im Wachs nebem dem Etikett ist auch durch "-0" ergänzt, sofern sie übernommen wurde.

Gratuliere, dass Du da eine interessante Aufnahme hast, mir begegneten bisher nur Salonmusiken oder Potpourris auf diesen Pressungen, allerdings immer mit Ansage.

Viele Grüße, Stephan


Re: IMPERIAL (ab 1937 Carl Lindström AG)
grammofar, Thu Apr 02 2015, 22:36pm

Hallo Stephan...

vielen Dank, dann kann ich die Platte jetzt ja archivieren und grübel nicht mehr über den Hintergrund nach.

Beste Grüße

Nico

Link - Hier klicken

Re: IMPERIAL (ab 1937 Carl Lindström AG)
monokel, Sun Mar 04 2018, 21:43pm

Ein frühes Imperial-Label aus Deutschland.
Ab wann es genutzt wurde ...?
Und bis wann ...?





Die Platte kann Link - Hier klicken man hier hören.

Re: IMPERIAL (ab 1937 Carl Lindström AG)
Telraphon, Mon Mar 05 2018, 09:47am

Dies dürfte eher das englische Label mit deutschsprachigem Etikett sein, oder? Jenem kommt es jedenfalls sehr nahe.

Re: IMPERIAL (ab 1937 Carl Lindström AG)
berauscht, Mon Mar 05 2018, 12:38pm

monokel wrote ...

Ein frühes Imperial-Label aus Deutschland.
Ab wann es genutzt wurde ...?
Und bis wann ...?





Die Platte kann Link - Hier klicken man hier hören.


Diese Label findet man oft mit holländischer Lizenzmarke.
Englische Pressung von deutscher Matrize für die Niederlande?

Re: IMPERIAL (ab 1937 Carl Lindström AG)
monokel, Mon Mar 05 2018, 16:44pm

Ein wenig Klarheit bringt Polyfar41 in meiner Sendung.

Polyfar41 schrieb:
Kristall und Imperial unter einem Dach?
Die Antwort ergibt sich, wenn man in die Geschichte der Plattenfirma einsteigt:
In London entsteht im Januar 1928 aus der Crystalate Manufacturing Co. Ltd. die Crystalate Gramophone Record Manufacturing Co. Ltd.
Dieses Unternehmen gründet im selben Jahr eine deutsche Tochter namens Deutsche Crystalate GmbH mit Sitz in Berlin-Reinickendorf, Verlängerte Koloniestr.1-2, im Jahr 1933 umbenannt in Kristall Schallplatten GmbH.
Das Hauptlabel in Deutschland heisst Kristall.
Daneben wird aber auch das von der Muttergesellschaft aus England bekannte Label Imperial benutzt, und zwar für preiswertere Platten, die sowohl in Kaufhäusern verkauft als auch exportiert wurden. Wir kennen das ja von anderen Plattenfirmen, dass auf Billiglabels die Interpreten anonym bleiben, so auch hier auf den Platten mit dem Imperial-Label, die bis 1934 vertrieben werden

Wie geht es dann weiter?
1936 führt man bei Kristall in Berlin das neue goldfarbige Imperial-Label ein,
in England steigt die Crystalate auf das Label Rex um.
1937 trennen sich die Wege, weil beide Firmen getrennt an neue Eigentümer verkauft werden: die Crystalate geht an die Londoner Decca Records, Kristall gehört nun zur Carl Lindström Gesellschaft, die zusammen mit Electrola und Columbia schon seit 1931 im Besitz der englischen EMI ist.
Das deutsche Kristall-Label wird in den folgenden Jahren zurückgefahren und 1942 ganz eingestellt. Die Produktion wird auf das Imperial-Goldlabel verlagert, das bis in die Nachkriegszeit hinein existiert.
Gruß
Klaus

Re: IMPERIAL (ab 1937 Carl Lindström AG)
jitterbug, Mon Mar 05 2018, 21:23pm

monokel wrote ...

Das deutsche Kristall-Label wird in den folgenden Jahren zurückgefahren und 1942 ganz eingestellt. Die Produktion wird auf das Imperial-Goldlabel verlagert, das bis in die Nachkriegszeit hinein existiert.


Diese ausführlichen Erklärungen hier noch kurz ergänzt:

Bis zur Angliederung an die EMI war auf deutschen Imperial-Pressungen immer der Spruch "The King Of Records" vermerkt (auch auf den Hüllen), wie er auch bei der britischen "Rex" als Slogan benutzt wurde.

Dies hörte sofort auf, nachdem die Deutsche Chrystalate von EMI übernommen wurde und in die Schlesische Straße 26, zu Lindström/Electrola umzog.

1936 erschien auf goldener Imperial eine "Swing-Serie", die 19 Platten auf der eigens eingerichteten 18000-Serie und ein paar weitere auf der eigentlichen Tanzmusik-Serie mit 17000 Nummern umfasste.







Dazu gibt es eine komplette Aufstellung auf meiner HP Link - Hier klicken
IMPERIAL SWING SERIE


Ferner noch der Hinweis auf Pressungen von 1944, die blaue Etiketten mit goldener Schrift haben, auch wurden offensichtlich Laminatpressungen bei der Pathé in Paris durchgeführt: Sie sind mit einem "P" auf dem Etikett gekennzeichnet, genau wie bereits bekannte Odeon und Parlophone-Pressungen.

Fälschlicherweise wurden solche Pressungen seit Jahren als "Exportpressungen" bezeichnet, was durch die unten abgebildete Munsonius-Aufnahme mit dem Zusatz "Wehrmachtseigentum" widerlegt sein dürfte.

Dass die Pressungen von 1944 sind, ist mit der abgebildeten dänischen Henry-Hagemann-Platte belegt: Die Aufnahme entstand in Kopenhagen erst am 20. Januar 1944, spätere Aufnahmen der Band von Niels Foss, ebenfalls auf blauem Etikett, vom Februar 1944 befinden sich in meiner Sammlung.






Das Kristall-Etikett wurde bis ins Jahr 1943 weitergeführt, wenn auch mit abnehmender Zahl an Veröffentlichungen. Die hier abgebildete Aufnahme von "Etwas benebelt" unter dem Namen Corny Ostermann wurde laut Helmut Gardens, der das Orchester leitete, erst im April 1943 eingespielt.



Die Nachkriegszeit bringt zunächst das weiße Imperial-Papierlabel, auf dem auch etliche ältere Kristall-Aufnahmen (Erich Schneidewind, Kurt Widmann, Corny Ostermann etc.) mit neuer Imperial-Bestellnummer wiederveröffentlicht wurden.

Viele kollegiale Sammlergrüße, Stephan


Re: IMPERIAL (ab 1937 Carl Lindström AG)
Telraphon, Fri Apr 30 2021, 17:57pm

Platte für den ungarischen Markt