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Der Flohmarktfund für 17,- Teuros - International Phonograph Company (Julius Wall)
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Fernseheumel
Do Mai 05 2022, 12:33 Druck Ansicht
⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Mai 02 2022, 09:15
Wohnort: zuhause
Beiträge: 1
Guten Tag!
Ich bin der neue! Wie ich schon bei der Anmeldung kund tat, liegt mein Schwerpunkt in historischer Fernsehtechnik.
Als Sammler historischer Unterhaltungstechnik besitze ich aber auch diverse Geräte der Tonaufzeichnung und Wiedergabe.
Neben meinen bisherigen 2 Phonographen hat sich am vergangenen Samstag nun ganz unerwartet Ein dritter in meine Sammlung eingeschlichen.
Eigentlich besuche ich nur deshalb Trödelmärkte, weil ich meine Schallplattensammlung optimieren möchte.
Nun begegnete mir morgens in einer Tüte ein alter Phonograph!
Der aufgerufene Kampfpreis von 17 Teuros (In Worten: siebzehn!) ließ mich nicht einmal handeln.

Da der Phonograph nicht komplett ist, ergeben sich für mich eine Reihe von Fragen:
1.) Wie heißt das Modell und der Hersteller?
2.) Welches Baujahr hat das Gerät?
3.) Gibt es alte Werbeanzeigen?
4.) Ist die rote Farbe im Inneren des Trichters original? Die Außenfarbe könnte nachträglich aufgetragen woden sein.
5.) Ist die Chassisfarbe, silber und gold, original? (Von unten ist das Chassis schwarz)
6.) Der Bremshebel ist abgebrochen, aber vorhanden. Kleben, schweißen oder hartlöten? Der Beschriftung des abgebrochenen Hebels zu folge, handelt es sich um einen Fritz Puppel/Berlin? Dies vermute ich anhand vergleichender Betrachtungen mit einem F.P. Phonographen der hier vorgestellt wurde.
7.) Die Teile im dritten Bild gehören wohl zu einem Grammophon.
8.) Wo bekomme ich die fehlenden Ersatzteile?

Ach ja, das Federwerk läuft, macht nur extremen Radau. Ein Stahldraht mit Knoten dient zur Kraftübertragung.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!
Fernseheumel








[ Bearbeitet Do Jun 23 2022, 08:39 ]
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Grammo-Klaus
Do Mai 05 2022, 13:05
⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Jan 27 2014, 11:46
Wohnort: Im sonnigen Westfalenland
Beiträge: 501
Hallo Fernseheumel. Ja erstmal willkommen im Forum und CONGRATULATIONS für diesen Fohmarktfund.
Hmm also die Basis, welche Du da ausgegraben hast, erinnert mich schon auf den ersten Blick an eine Art spindellosen Phonogrpahen, ähnlich der bekannten PUCK-Geräte.
Auf deinem ersten Bild erkennt man an der Frontseite so eine Art Führungselemet, wo. m.e. eine Art Aufhängung für einen kleineren Trichter, welche auch beweglich sein kann eingesteckt werden kann. Am Ende des Trichterhorns für einen solchen Phonographen würde dann die kleine Schalldose sitzen, welche dann gemäß der Rillen-Helix auf der Walze sich weiterbewegt beim Spiel. Das ist eben der Unterschied zu den sog. spindelgeführten Phonographen, welche man am besten von EDISON kennt.
Tipp: Schau hier mal in der Rubrik Phonographen nach Erklärungen und Bilder der sog. PUCK-Phonographen, denn somit kannst Du dir schon ein besseres Bild davon machen, wie die Maschine mal wirklich ausgesehen hat.
Der Hexenhuttrichter wirkt für mich zumindest viel zu groß für den Walzenspieler, aber ich kann mich auch täuschen. Wahrscheinlich gehört er eher zu einem Schwenkstab-Grammo o.ä. Gerätetypen.
Der Aufziehschlüssel sieht denen ähnlich, welche für diverse Buffet-Schrankuhren der Nachkriegszeit verwendet wurden.
Trotzdem: What a find. RESPECT. Ideale Substanz um das historische Gerät wieder aufzuarbeiten.
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Telraphon
Do Mai 05 2022, 23:55
⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Apr 03 2017, 18:57
Beiträge: 305
Glückwunsch zu diesem wunderbaren Fund - selbst mit einer "0" dahinter hätte man auf keinen Fall handeln müssen. :)
Der Trichter passt m.E. gut zum Gerät, wenngleich hier ein Auftreiben von Fehlteilen eine Qual sein dürfte, zumindest ohne gute Quelle. Per Zufallssuche wirds schwierig.
Der Tonarm dürfte von einem Trichtergerät (eventuell Pathe o.Ä. mit Tiefenschriftdose) stammen, das abgebildete Gussteil könnte a) zu einer frühen Schalldose gehören, ein Teil des Phonographen sein oder "fremd" dazugekommen sein, da braucht es bessere Bilder.

Der Schlüssel gehört einwandfrei zu einer Kienzle-Uhr der frühen 30er Jahre. Beispielsweise das Modell mit dem "Deutschen Gong" (auch beworben auf Schellack) wurde mit genau diesem Schlüssel ausgeliefert.
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Grammo-Klaus
Fr Mai 06 2022, 13:08
⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Jan 27 2014, 11:46
Wohnort: Im sonnigen Westfalenland
Beiträge: 501
Hmm, mich würde mal interessieren, welches Maß der Trichter hat, also Gesamtlänge und Horndurchmesser. ?
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-Juergen-
So Mai 15 2022, 22:30
⇒ Mitglied seit ⇐: Di Dez 25 2018, 08:26
Wohnort: Rhein-Main
Beiträge: 174
Gratuliere zu dem schönen Ausgangsprojekt.
Ist ein Fragment der International Phonograph Company (Julius Wall) ca. 1906. Es gab davon verschiedene Ausführungen.

Die Lackierung auf dem Gerät ist Original.

Kann sein, daß ich noch einen Auslegearm zu liegen habe. Ich bin aktuell auf Reisen, kann aber Ende des Monats mal nachschauen.
Schreib mich doch bitte direkt bei Interesse über die hinter meinem User hinterlegte E-Mailadresse an.

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-Juergen-
Di Jun 21 2022, 23:10
⇒ Mitglied seit ⇐: Di Dez 25 2018, 08:26
Wohnort: Rhein-Main
Beiträge: 174
Kurze Ergänzung............
Alle Teile die Fernseheumel da abgelichtet hat gehören zu dem Phonographen. Leider fehlt da ein bisschen was. Die 17 Euro waren auf jeden Fall lohnend investiert
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-Juergen-
Fr Jun 24 2022, 13:49
⇒ Mitglied seit ⇐: Di Dez 25 2018, 08:26
Wohnort: Rhein-Main
Beiträge: 174

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alang
Fr Jun 24 2022, 14:38
⇒ Mitglied seit ⇐: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Beiträge: 641
Toll, so einen Phonographen wie den rechts in der Werbung hab ich noch nie gesehen! Ich haette das Horn einem Grammophon zugeschrieben und die restlichen Teile als Klempnerschrott abgetan. Juergen, vielen Dank fuer diesen Post! Das beweist wieder mal, dass man niemals auslernt.
@Fernseheumel, ich vermute es besteht keine Chance beim Verkaeufer nach eventuell vorhandenen sonstigen Teilen zu fragen? Besonders die Tonarmhalterung und die Schalldose waeren natuerlich toll, nachdem es warscheinlich sehr schwer sein wird, Ersatz oder zumindest ein Orginal zum kopieren zu finden. Auf jeden Fall ein toller Fund. Gratuliere!

Andreas
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-Juergen-
Fr Jun 24 2022, 23:17
⇒ Mitglied seit ⇐: Di Dez 25 2018, 08:26
Wohnort: Rhein-Main
Beiträge: 174
Hallo Andreas, die Kiste ist in der Tat recht selten und der Arm als Original ein Kracher. Für so ein Teil würde ich das Portemonnaie weit aufmachen. Die beiden Exemplare in meinem Post von Mitte Mai sind in meiner Sammlung und ich kenne nur zwei Weitere davon. Erstaunlich finde ich, daß die Werbung von 1907 ist. Eigentlich eine Zeit in der 2 Minuten Phonographen schon mehr als technisch überholt waren, zumal wir hier im Wesentlichen von einem Puck sprechen.
Ist letztlich wie heute "Fancy Design" ist ein gutes Verkaufsargument.

Beste Grüße

Jürgen
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