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Perfection Concert Record - Grand Gala ?
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Formiggini
Sa Aug 18 2012, 11:36 Print View

Joined: Di Dez 28 2010, 19:20
Posts: 1579
Kennt jemand die Hintergründe über die Verbindung, bzw. Geschichte dieser beiden Labels?

Der Admin des englischen Grammophon Forums fragte ob jemand etwas zu dem Hintergrund dieses rumänischen Labels wisse:

Inhalt, Bild oder Datei nur fuer angemeldete Mitglieder


Stephen lud die Aufnahme auch auf YT hoch:

" Sahara" played by the Orchestra Palais de danse


Die Aufnahme dürfte um 1926 entstanden sein, das hier das Palais de danse Orchester spielt, halte ich für unwahrscheinlich.

Irgendwie kam mir die Aufnahme bekannt vor, so suchte ich mal in meiner Sammlung und fand diese Platte:




Auch wenn hier mit R.Katscher der deutsche Texter als Komponist angegeben wird - es handelt sich definitiv um die gleiche Aufnahme.

Im Netz findet man den Hinweis Link - Hier klicken das es sich bei Perfection Concert Record um ein Produkt der deutschen Homocord/Homophon handle.
Irgendwie bezweifle ich dies.

Vielleicht kann uns (und auch Stephen aus dem englischen Forum) hier geholfen werden mit etwas Hintergrundwissen zu diesen beiden Labels?

Es wurde hier bereits das Label Grand Gala angelegt Link - Hier klicken - wenn sich Erkentnisse ergeben, werde ich gegef. den Inhalt dort hin kopieren.

Vielen Dank für eure Hilfe,
viele Grüße

[ Edited Mo Feb 26 2018, 20:02 ]
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joha
Sa Aug 18 2012, 13:46
Joined: Mo Mär 26 2012, 15:45
Wohnort: Dresden/Sachsen
Posts: 986
AUCH DAS GAB ES ...
Das ganze Label ist eine Parodie,es hat sicherlich nichts mit den Firmen und Platten zutun die wir im Orginal kennen.
Die Rückseite der Platte sagt schon mehr aus Tango Tigan???
Tango Zigan müsste es heißen.

Wir finden das alte Paar als Bild vor dem Grammo = Lindström Label(schaut Euch die Hände an)so hätte ein guter Maler es nie gemacht.
Perfektion Conzert Rekord = Grammophon -Conzert -Record =
Deutsche Grammophon

Dann noch der Foxtrot SAHARA ein Renner der Saison = Und dann noch ein Berliner Palais de Danse

Wenn Ihr mich fragt ist die Platte eine typische Zigeunerpressung sie hat alle Merkmale einer gutgemachten Fälschung oder Raubmatritze und hat nichts mit den Orginalen zutun, sogar das Trade Mark wurde als Siegel geklaut.

Diese Platte war eine reine Parodie auf die großen Konzerne seiner Zeit, wenn es eine Grand Gala Matrize ist???? was ich bezweifle.
Nicht Forschen sondern Lachen und sich freuen das es so ein Teil gibt.
Gruss joha
ACHTUNG HIER SPRICHT DIE SCHELLACK-POLIZEI....lasst Euch nicht ins Boxhorn jagen!!!!

[ Edited Sa Aug 18 2012, 14:01 ]
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Formiggini
Sa Aug 18 2012, 15:24

Joined: Di Dez 28 2010, 19:20
Posts: 1579
Dann wurde wohl die Perfection Concert Record (die es als rumänische Firma ja gab) Aufnahme wohl bei Grand Gala "geklaut"?

Wie oben schon erwähnt nennen einige Quellen Homocord als Firma hinter Perfection Concert Record, andere wiederum Kalliope.

Diese Aufnahme entstand ja ursprünglich bei Grand Gala, wer steckt hinter Grand Gala?

Andere Perfection Concert Record:






Quelle: Link - Hier klicken

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joha
Sa Aug 18 2012, 15:58
Joined: Mo Mär 26 2012, 15:45
Wohnort: Dresden/Sachsen
Posts: 986
Liebe Freunde,
ein sehr armes Land ist immer Creativ denn es muss überleben,ein wanderndes Volk wie die Zigeuner waren der fahrende Markt für diese Platten.Die großen Firmen seiner Zeit waren so dick im Geschäft das es garnicht weh tat wenn ein Minilabel (auch noch zusammengesetzt) einige tausend Platten verkaufte.Woher die Matrizen stammten kann man nur vermuten,einige Firmen gingen damals Pleite und wo die Bestände hingingen wer weis das schon,auch können es schon verschlissene Matrizen gewesen sein, die Aufgekauft wurden,belegt ist das die Berliner Homophon für den Balkanmarkt produzierte, aber was mit den alten Matrizen geschah weis niemand.
Gruss joha

[ Edited Sa Aug 18 2012, 15:59 ]
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Starkton
Sa Aug 18 2012, 18:07
Joined: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Posts: 1881
Nach Auskunft von Dr. Lotz war die Kalliope-Pressfabrik, Besitzer Menzenhauer & Schmidt, Hersteller der Perfection Concert Record-Platten.

Das Perfection-Etikett mit Oma und Opa vor dem Trichtergrammophon hat allerdings, so Dr. Lotz, die Homophon Company mbH, Berlin am 7. September 1926 in Deutschland beantragt.

Das schon damals antiquierte Etikett wurde offenbar von Homophon verwendet um die bei Kalliope gepressten Platten zwischen 1926 und 1928, wenn die Angaben von Florin Caloianu stimmen, in Rumänien zu vermarkten.

[ Edited Sa Aug 18 2012, 18:11 ]
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joha
So Aug 19 2012, 02:49
Joined: Mo Mär 26 2012, 15:45
Wohnort: Dresden/Sachsen
Posts: 986
Das die Homophon dahinter steckt ist ja klar,aber das Label gibt schon zu denken, da es Merkmale der grossen Konkurenten aufweist und sie ganz einfach parodiert,die Anmeldung der Rechte an dem Label als Marke für den Balkan hat schon was.Eine Returkutsche gegen die Grossen wird es gewesen sein, denn zu der Zeit gab es erbitterte Konkurrenzkämpfe und Absatzprobleme,warum nicht den Balkan aufmischen und Nischen suchen wird wohl die Überlegung gewesen sein.Taktische Schachzüge gab es auch damals schon in der Branche,zumal auf dem Balkan die Uhren damals anders liefen als in Berlin,dort konnte man noch absetzen und mit den Eisenbahnverbindungen klappte das damals besser als heute, dort war man der Zeit um 15 Jahre hinter her und im ländlichen Raum freute man sich um die neuen Dinge aus der großen weiten Welt und den anderen Markt Jugoslawien übernahm die Britische Konkurenz Edison Bell so war der Markt aufgeteilt.Die Homophon wurde ja selbst geschluckt von der großen Lindström aber sie hat sich nicht kampflos ergeben.Das Wolfsgesetz des Kapitalismus kam zur Anwendung.
Gruss joha
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Starkton
So Aug 19 2012, 07:56
Joined: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Posts: 1881
Ich würde nicht so viel hinein interpretieren. Es war ein erstaunlich "liebevoll" gemachtes deutsches Exportlabel für einen regionalen Markt. Papier ist geduldig und aus einem deutschen Tanzorchester wird dann schnell ein rumänisches.

Dahinter steckt keine rumänische Firma und es war auch nicht der Beginn der rumänischen Schallplattenindustrie. ;-)
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WalterSchwanzer
Fr Sep 25 2015, 00:14
Joined: Mo Dez 08 2014, 12:34
Wohnort: Rohrendorf
Posts: 467
hier eine Schellack "Perfection Concert Record" aus meiner Sammlung:

Platten-Nr. Seite A: P.C.70447 - Matrize A271027 - Mech.Copyright Berlin 1927
Platten-Nr. Seite B: P.C.70448 - Matrize A .. .. 28 - Mech.Copyright Berlin 1928

Auf einer Platte 2 verschiedene Copyright-Angaben ?

Die Komposition ist "Dem Traum eines österreichischen Reservisten" von Carl Michael Ziehrer nachempfunden.


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