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Farben der Grammophon / Polydor Label - Aufnahmeräume
Moderatoren:SchellackFreak, berauscht, GrammophonTeam, Charleston1966, DGAG, Der_Designer, LoopingLoui
Autor Eintrag
snookerbee
So Jun 05 2011, 14:39
"Urgestein"

⇒ Mitglied seit ⇐: Fr Apr 15 2011, 20:12
Beiträge: 1669
Nun habe ich doch noch einige Infos's gefunden via Google in dem Schellack-Forum für Militärmusik. Dort wurden folgende Angaben gemacht:

BD 1, BH 1, BI 1, BK 1, GS 1 - Berlin, Hochschule für Musik, Raum I
BN 2 - Berlin, unbekannte Adresse, Raum II
BN 3, BT 3 - Berlin, unbekannte Adresse, Raum III
BT 6 - Berlin, unbekannte Adresse, Raum VI
BD 7, BN 7 - Berlin, Lützowstraße 76, Raum VII
BD 8, GN 8, GR 8 - Berlin, Lützowstraße 111, Raum VIII
GR 9, GD 9, KD 9 - Berlin, Alte Jakobstraße 32, Raum IX


Entscheidend ist wohl für den Aufnahmeort die Zahl nach der Buchstabenkombination! Vielleicht beschreiben die Buchstaben irgendeine technische Zusatzinformation oder geben den für die Aufnahme verantwortlichen Ingenieur an.



[ Bearbeitet So Jun 05 2011, 16:03 ]
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Gast
So Jun 05 2011, 15:04
Gast
Man muß bedenken, daß in der Alten Jakobstr meines Wissens erst ab 1938 aufgenommen wurde.

Aber ich finde es doch schon mal erstaunlich, was Du rausbekommen hast !

In diesen Jahren glaube ich nicht mehr an Kürzel der Aufnahmeleiter.
In den ganz frühen Jahren (10er Jahre) gab es die allerdings.
Es waren zwei Kleinbuchstaben "bk" usw, die auf den Namen des Aufnahmeleiters deuten.

Wenn man wüßte, woher das Militärforum seine Weisheit bezieht, kommt man bestimmt zu der Quelle, die auch ich dazu mal vor langer Zeit studiert habe.
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snookerbee
So Jun 05 2011, 16:17
"Urgestein"

⇒ Mitglied seit ⇐: Fr Apr 15 2011, 20:12
Beiträge: 1669
Die Liste der Grammophon-Aufnahmeorte in Berlin ist aktualisiert. Ich glaube man kann sagen, je kleiner die Zahl hinter den Buchstaben, desto länger existiert der Aufnahmeort. Somit ist die "Alte Jakobstraße" wohl tatsächlich das "neueste" Studio.

Und schon wieder stellt sich mir eine neue Frage: Wurde auch in anderen Städten in Deutschland für die Grammophon aufgenommen?
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Formiggini
So Jun 05 2011, 16:48

⇒ Mitglied seit ⇐: Di Dez 28 2010, 19:20
Beiträge: 1579
Unter Link - Hier klicken
finden sich als Aufnahmeorte um 1920:

Musikhochschule am Zoo
im Bach-Saal (Lützowstraße)
in der Liedertafel (Urbanstraße)
in der Alten Jakobstraße
im Beethoven-Saal (Singakademie)
im Kino-Saal an der Lützowstraße

um 1918
drei "Aufnahmeorte" Markgrafenstr. 76, Berlin

1938
Aufgabe des Studios in der Lützowstraße 10,
Umzug in das ehemalige Zentral-Theater in der Alten Jakobstraße.



[ Bearbeitet So Sep 14 2014, 18:25 ]
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Webseite
snookerbee
Fr Nov 13 2015, 00:53
"Urgestein"

⇒ Mitglied seit ⇐: Fr Apr 15 2011, 20:12
Beiträge: 1669
Zitat aus einem anderen Thread: Link - Hier klicken

Musikmeister schrieb ...

Meines Wissens wurden für die Lützowstrasse 76 die Ziffern 3 sowie 6 genutzt. Eine der beiden Ziffern wird dann wohl für Aufnahmen im Bach-Saal, die andere für Aufnahmen im Schwechten-Saal genutzt worden sein.
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Konezni
Fr Nov 13 2015, 01:45
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Aug 20 2015, 18:23
Wohnort: Berlin
Beiträge: 237
Wenn überwiegend in Berlin tätige Aufnahmeleiter außerhalb der firmeneigenen Studios arbeiteten, verwendeten sie die Ziffer 5, wie etwa für München, Amsterdam, Prag und auch für die Berliner Philharmonie. War man darin nicht immer konsequent (Wiener Matrizen sind seltsamerweise nie gekennzeichnet), so gab man diese Praxis gegen Kriegsende wieder auf und fügte keine Nummern mehr hinzu. Bereits 1929 war der Zusatz P für Paris und etwas später K für København eingeführt worden; dort waren jedoch jeweils eigene Techniker verantwortlich.
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berauscht
Mi Jan 23 2019, 13:03
"Urgestein" Autor

⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Jan 06 2010, 21:59
Beiträge: 1925
Mir ist gerade Aufgefallen, dass die Angabe des Aufnahmeortes in Römischen Ziffern erst 1928 beginnt.


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Musikmeister
Mi Jan 23 2019, 21:18
Autor
⇒ Mitglied seit ⇐: So Aug 21 2011, 21:23
Wohnort: Hamburg
Beiträge: 1048
berauscht schrieb ...

Mir ist gerade Aufgefallen, dass die Angabe des Aufnahmeortes in Römischen Ziffern erst 1928 beginnt.


Hängt für mich auch mit dem Raumtonverfahren Polyfar zusammen, denn man muss ja wissen, wo wegen der verschiedenen Akustik die Aufnahme entstand.
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