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Foren > Künstler > Entwicklung des Tonfilms - Filme und Film Stars auf Platte > Entwicklung des Tonfilm
Messter Tonbild von 1908: Ich trete unter Eure Fahnen
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Starkton
Mo Okt 01 2012, 18:12 Druck Ansicht
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Hier ist eine Schallplatte für das Tonbild Ich trete unter Eure Fahnen aus Die Regimentstochter von Gaetano Donizetti. Der Toningenieur der Grammophon Gesellschaft war Charles Scheuplein. Die Aufnahme entstand im Jahr 1908 in Berlin. (Matrizennummer 0759v, Messter Projectionsnummer M. P. 882, Spezial-Aufnahme-Nummer 51)

Scheuplein hat damals einige Dutzend Aufnahmen, beginnend mit 0751v und (vermutlich) endend mit 0792v für Messters Projection gemacht. Innerhalb dieser Matrizenserie sind nur vier Platten nicht für Messter, sondern für den regulären deutschen Katalog aufgenommen worden.

Diesen sehr selten aufgenommenen Titel singt Albert Kutzner mit Orchesterbegleitung, vielen Dank an Herrn Konezni für die Identifizierung. Interessant sind die Zusatzbohrungen neben dem Mittelloch.



Von den Filmaufnahmen aus Die Regimentstochter hat sich ein Foto im Bundesarchiv erhalten. Man erkennt den Kameramann Carl Froelich und, neben dem Grammophon stehend, Oskar Messter. Vorne auf der Bühne stehen die Sänger (und in diesem Fall Schauspieler) Hedwig Francillo-Kaufmann und Albert Kutzner. Schallplatte und Foto sind ein weiterer Beweis dafür, dass Messter tatsächlich die prominenten Sänger welche die Tonaufnahmen gemacht hatten für teures Geld auch für den Film verpflichtete.


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RF-Musiker
Mo Okt 01 2012, 18:55
Dabei seit: Do Sep 15 2011, 11:21
Wohnort: Berlin
Einträge: 363
Wie hat man eigentlich sicher gestellt, dass das Etikett im richtigen Winkel angebracht war?
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joha
Mo Okt 01 2012, 18:58
Dabei seit: Mo Mär 26 2012, 15:45
Wohnort: Dresden/Sachsen
Einträge: 1004
Sehr aufschlussreich,Carl Froelich der spätere Professor im Stab der Ufa als Produzent mit Sachverstand geachtet und gefürchtet ein Perfektionist sowie PG.Eine steile Entwicklung vom Stummfilm zum Tonfilm, einer der das Handwerk der Filmherstellung erlernte.
Hier ein Bild aus dem Jahre 1943 aus dem Buch "Wunderwelt des Films"
+Künstler und Werkleute einer Weltmacht+ als Untertitel ein sehr böses Machwerk der NS-Zeit.




[ Bearbeitet Di Okt 02 2012, 01:22 ]
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joha
Mo Okt 01 2012, 19:04
Dabei seit: Mo Mär 26 2012, 15:45
Wohnort: Dresden/Sachsen
Einträge: 1004
@Ronny,die Platten hatten am Rand eine Markierung und so konnte das Label problemlos aufgeklebt werden.Mit der Pfeilrichtung stimmte auch der Einsatz.
Gruss joha
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Grammophonteam
Mo Okt 01 2012, 21:42
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2090
Das Bild von oben in höherer Auflösung






Quelle: Deutsches Museum Link - Hier klicken (pdf)
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Starkton
Di Okt 02 2012, 15:46
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
RF-Musiker schrieb ...

Wie hat man eigentlich sicher gestellt, dass das Etikett im richtigen Winkel angebracht war?

Ich gehe davon aus dass die Arbeiter an der Plattenpresse die beiden Etiketten für Vorder- und Rückseite in einer bestimmten Position einlegen mussten.

Wie @joha schon schrieb befindet sich am Außenrand der Schallplatte eine Startmarkierung. Nach dem Pressen der Platte ist diese als länglich-schmale Erhebung kaum sichtbar. Es gibt sie auch auf ganz normalen Schallplatten.

Beim Verkauf seiner Tonbilder ließ Messter das Etikett der zugehörigen Schallplatte beschriften und eine breite Markierung aus vermutlich ehemals phosphoreszierender Farbe nahe der eingepressten Startmarke aufmalen.

Bei diesem Exemplar ist zusätzlich eine tiefe Einlaufrille eingraviert. Zusammen mit den beiden Bohrungen links und rechts des Mittelloches ist das eine weitere Besonderheit. Ich werde demnächst mal ein Foto davon posten.
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Aristodemo
Di Okt 02 2012, 20:28
Dabei seit: Sa Jan 21 2012, 01:07
Einträge: 425
Hedwig Franzillo-Kaufmann, geb. 30.Sept.1881 in Wien, Schülerin der Marchesi in Paris und der Orgeny in Dresden. Begann ihre Laufbahn in Stettin, wirkte darauf mit Auszeichnung am Hoftheater in Wiesbaden, war dann wieder kurze Zeit an der Berliner Hofoper Mitglied der "Komischen Oper" und ist ab 1908 an die Volksoper in wien verpflichtet. Wiederholt hat sie an den Mozart-Festspielen in München teilgenommen.(Stand 1909)
Schallplatten-Aufnahmen für PARLOPHON.

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Musikmeister
Mi Okt 03 2012, 12:27
Autor
Dabei seit: So Aug 21 2011, 21:23
Wohnort: Hamburg
Einträge: 951
Aristodemo schrieb ...

Hedwig Franzillo-Kaufmann, geb. 30.Sept.1881 in Wien, Schülerin der Marchesi in Paris und der Orgeny in Dresden. Begann ihre Laufbahn in Stettin, wirkte darauf mit Auszeichnung am Hoftheater in Wiesbaden, war dann wieder kurze Zeit an der Berliner Hofoper Mitglied der "Komischen Oper" und ist ab 1908 an die Volksoper in wien verpflichtet. Wiederholt hat sie an den Mozart-Festspielen in München teilgenommen.(Stand 1909)
Schallplatten-Aufnahmen für PARLOPHON.


Hedwig Francillo-Kaufmann hat auch wie Albert Kutzner für Grammophon aufgenommen.

Ausserdem war Francillo-Kaufmann ab 1912 Kammersängerin. Engagiert war sie von 1912-1917 am Stadttheater Hamburg. Ab 1917 dann auf Gastspiel- und Konzertreisen. Gestorben ist Hedwig Francillo-Kaufmann im November 1948 in Rio de Janeiro (Brasilien).



Hedwig Francillo-Kaufmann auf Grammophon, 1909


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Aristodemo
Mi Okt 03 2012, 15:54
Dabei seit: Sa Jan 21 2012, 01:07
Einträge: 425
@Musikmeister, Danke für die Ergänzungen zu Francillo-Kaufmann, mein "Goldenes Buch der Musik" ist die Ausgabe von 1909.

Grüße
Michael
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