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Die Erfindungen des Herrn Küchenmeister - Ultraphon
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GrammophonTeam
Fri Feb 01 2013, 17:54pm Print View
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Heinrich Küchenmeister stellte im Herbst 1925 im Berliner Esplanade Hotel einem staunenden Publikum sein neues Ultraphon vor. Die Abtastung fand mit zwei Tonabnehmern und Armen statt. Diese führten jeweils zu einem eigenen Trichter.
Die Schalldosen liefen hintereinander um 84mm versetzt, dadurch ergab sich ein akustischer Laufzeitunterschied von 1/100 Sekunde.
Durch diesen Laufzeitunterschied ergab sich ein Pseudo-Raumklang Effekt.
Auch konnte man mittels eines Hebels (durch den wohl der Abstand der Schalldosen geringfügig geändert wurde) eine phasenverschobene Wiedergabe erzeugen.
Dies wurde so demonstriert: Bei Betätigung des Hebels verschwand das Nadelgeräusch weitestgehend.
Das "Ultraphon Prinzip" wurde in Fachkreisen kontrovers diskutiert. Link - Hier klicken lassen sich zwei Abhandlungen zu dieser Erfindung nachlesen.




Bildquelle: DNB Link - Hier klicken


Heinrich Küchenmeister gründete bereits 1922 die Ultraphon-Gesellschaft. Diese Firma sollte sich um die Auswertung seiner vielfältigen Patente zur Schallaufzeichnung kümmern.
Nur von 1929 - 1931 produzierte die Gesellschaft unter dem Etikett "Ultraphon" auch Schallplatten Link - Hier klicken
Küchenmeister wandte sich ab den späten 20er Jahren immer mehr dem frühen Tonfilm zu. Er war maßgeblich an der Gründung der Tobis Tonbild-Syndikat AG, später Tobis Filmkunst GmbH beteiligt.
Hier ebenfalls auf seine Erfindungen im (Ton)Filmbereich einzugehen würde zu weit führen.

Vorrichtung fuer Sprechmaschinen zum Einsetzen zweier oder mehrerer Schallstifte auf eine Schallplatte
DE 000000418667 A
Anmeldedatum: 24.07.1924
Veröffentlichungsdatum: 12.09.1925

Eine Kupplung zweier Tonarme oder zweier Schallstifte mit dazwischen angeordneten Gelenken ist deshalb für den Gebrauch bei Sprechmaschinen
ungeeignet, weil die Schallstifte durch ihren bestimmten Abstand voneinander nacheinander den Kurven der Phonogrammspirale folgen müssen.
Es wurde beobachtet, daß ein Schallstift den anderen aus der gleichen Spirale herausdrückte, wenn die Kupplung den Kurven nicht
Rechnung trug oder angepaßt war. Die Erfindung bezweckt, eine Kupplung zweier oder mehrerer Tonarme zu schaffen, bei der die Schallstifte
unabhängig voneinander den Kurven der Tonspiralen und dem Schlagen der Schallplatte nacheinander folgen können. Dies wird erfindungsgemäß
dadurch erzielt, daß die die Schallstifte tragenden Körper, Tonarme o. dgl., oder die Schallstifte selbst durch gelenkige Kuppelglieder auf einem für
beide gemeinsamen allseitig beweglichen Führungsglied so verbunden sind, daß die vom Anschlußpunkt am Führungsarm beschriebene Kurve den Mittelwert der beiden Schallstiftkurven darstellt oder zwischen diesen Kurven liegt.










Nicht nur ergaben sich durch die zweifache Abtastung Hall-Effekte, auch die beiden Trichter wurden unterschiedlich ausgeführt.
Durch die Saxophon artige Schallführung des einen Trichters verlängerte sich dessen Länge, was wiederum die Basswiedergabe verbessern sollte. Sozusagen ein "Zwei-Wege Trichtersystem".





Bereits 1924 meldete Küchenmeister ein Patent zur elektrischen Abtastung von Schallplatten an.

Eine "Doppel-Schalldose" findet man in einem Küchenmeister Patent von 1925:


Schalldose
DE 000000457746 A
Anmeldedatum: 03.12.1925
Veröffentlichungsdatum: 23.03.1928


[0001] Schalldose. Die Erfindung betrifft eine Schalldose, besonders für Sprechmaschinen mit Klangveredelung durch Phasenverschiebung der
Tonwiedergabe, und bezweckt, die Klangreinheit und Klangstärke zu verbessern.
[0002] Es sind bereits Schalldosen bekannt, bei denen die Fassung und Führung der tonerzeugenden Membran ein selbständiges Ganzes
bildet. Diese selbständige Einheit ist gegen den tonableitenden Dosenkörper in bekannter Weise schallisoliert und mit diesem erfindungsgemäß durch eine Gummimuffe verbunden. Gemäß der Erfindung kann ferner die Tonzuführung bei einem Teil einer entsprechenden Doppelschalldose
durch einen Zwischenhebel verändert werden, um synchrone Maximal- und Minimalbewegungen der beiden. Membranen zu vermeiden. Die bei
anderen Vorrichtungen bekannte Maßnahme, den von dem Schallrohr abgekehrten Raum oder die beiden Räume einer Doppelschalldose durch.
eine Dichtungsplatte abzuschließen, wird dabei dahin abgeändert, daß diese Dichtungs- oder Trennungsplatte selbst aus einem weichen, nicht tonerzeugenden Werkstoff, z. B. aus Gummi oder gummierter Seide, besteht.





1926 kam ein weiteres Patent, bei dem der elektrische Aufnahmekopf von mehreren Mikrophonen und Magnetwicklungen angesteuert wurde. Ob dieser "Multiple" Aufnahmekopf ab 1929 auch bei den Ultraphon Platten/Aufnahmen zum Einsatz kam, ist uns nicht bekannt.

Anordnung zur Schallaufzeichnung
Anmeldedatum: 16.12.1926
Veröffentlichungsdatum: 04.10.1929

[0001] Anordnung zur Schallaufzeichnung Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zum Aufzeichnen von Schallimpulsen, die von Trichtern,
Mikrophonen, Kathodophonen o. dgl. auf Schallplatten, Tonfilme, Magnetbänder, Magnetdrähte usw. aufgenommen werden.
[0002] Es sind bereits Vorrichtungen dieser Art bekannt, bei denen die Impulse verschiedener Schallaufnehmer, die gegebenenfalls mit voneinander
unabhängigen Verstärkungs- und Regelungseinrichtungen versehen sein können, auf eine gemeinsame Einrichtung übertragen werden, die
beispielsweise mittels eines einzigen Elektromagneten sämtliche Schallimpulse gemeinsam aufzeichnet. Da der gemeinsame Elektromagnet
zusammen mit der Membran eine bestimmte Eigenschwingung hat, bevorzugt er bei diesen bekannten Einrichtungen Töne, die in der Nähe seiner
Resonanzlage -liegen. Die Erfindung bezweckt, dies dadurch zu vermeiden, daß der Schallaufzeichner mehrere Steuerglieder hat, von denen jedes mit
einem oder mehreren Schallempfängern mittelbar oder unmittelbar verbunden ist.
[0003] Nach dem Erfindungsgedanken wirken auf die Schreibvorrichtung, welche mechanisch, beispielsweise durch einen Grabstichel, oder optisch,
z. B. durch Lichtstrahlen, oder elektrisch, z. B. durch Magnetisierung eines Stahldrahtes oder Stahlbandes o. dgl., betätigt wird, zwei oder mehrere
Steuerglieder, welche beispielsweise ihre Impulse jedes für sich durch getrennt voneinander aufgestellte Schallempfänger erhalten. Es liegt jedoch
auch im Rahmen des Erfindungsgedankens, einzelne Steuerglieder parallel oder in Serie zu schalten und durch ihre verschiedene Abmessung eine
besondere Beeinflussung bestimmter Schallimpulse eines gemeinsamen Aufnahmekörpers zu erreichen.
[0004] Durch den Erfindungsgegenstand wird also die Möglichkeit geschaffen, nach Belieben, beispielsweise bei Aufnahme eines großen
Orchesters, die Wirkung einer Klanggruppe, z. B. der Violinen, der Bläser, des Schlagzeuges usw., am Aufzeichnungsglied getrennt zu erfassen. Um
Eigenschwingungen des Aufzeichnungsgliedes zu vermeiden, sieht die Erfindung ferner noch eine reibungsfreie Dämpfung für dieses vor.





Schon 1925 meldete Küchenmeister ein Patent an, welches in einer Rille die Seiten und Tiefenschrift kombinierte. Genau dies kam dann Jahrzehnte später bei Stereoplatten zum Einsatz!

Verfahren zum Herstellen von Lautschrifttraegern
DE 000000443301 A
Anmeldedatum: 01.11.1925
Veröffentlichungsdatum: 21.04.1927


[0001] Verfahren zum Herstellen von Lautschriftträgern. Will man Lautschriftträger, Schallplatten o. dgl., mit raumähnlicher Wirkung zu Gehör
bringen, so braucht man bisher besonders gestaltete Wiedergabevorrichtungen mit zwei Schalldosen, Schallarmen und Schalltrichtern.
[0002] Gleich von vornherein Schallplatten zu erzeugen, in die die Tonschwingungen mit so viel Ober- und Untertönen eingegraben sind, daß
die gewünschte Klangveredelung bei der Abnahme schon mit einer Schalldose eintritt, ist nicht ganz einfach, da die Einwirkung von zwei oder mehr
entsprechenden Aufnahmevorrichtungen auf dieselbe Platte bei der Originalaufnahme Schwierigkeiten bereitet.
[0003] Es sind Verfahren zum Herstellen von Lautschriftträgern, Schallplatten, Schallbändern o. dgl., mit Hilfe von zwei oder mehr Lautschriftträgern,
die durch mehrere Aufnahmevorrichtungen bei derselben Aufnahme entstanden sind, bekannt. Diesem Bekannten gegenüber beruht bei einem solchen
Verfahren die Neuerung gemäß der Erfindung im wesentlichen darin, daß von den getrennt aufgenommenen Aufnahmelautschriften unter Verwendung
von Matrizen Schallplatten oder ähnliche Lautschriftträger hergestellt werden, auf denen die zwei oder mehr getrennten Aufnahmen miteinander so
vereinigt sind, daß sie die gleiche Rille einnehmen, gegeneinander aber entsprechend den mehr oder minder großen Phasenunterschieden bei der
Aufnahme mehr oder minder weit verschoben sind. Die Abnahme erfolgt mit Hilfe einer Membran und eines Stiftes, gegebenenfalls auch mit Hilfe
zweier dicht aufeinanderfolgender, in an sich bekannter Weise mit derselben Membran verbundener Stifte.
[0004] Die beiden Aufnahmevorrichtungen können verschieden sein, die eine z. B. eine solche zur Aufnahme von Flachschrift (Berliner Schrift), die
andere zur Aufnahme von Tiefschrift (Edison-Schrift).
[0005] Von den so gewonnenen Aufnahmen werden Matrizen hergestellt, die, z. B. bei der Herstellung von Schallplatten, nacheinander in die
Masse, Hartgummiplatte o. dgl., eingedrückt werden, und zwar so, daß sich die Rillen genau decken. Die Abnahmestifte müssen den Aufnahmestiften
entsprechen, oder es muß ein einziger Abnahmestift verwendet werden, auf den sich sowohl Berliner wie Edison-Schrift überträgt.
[0006] Man kann die zwei Aufnahmevorrichtungen wie bei anderen Verfahren in so verschiedenen Abständen von der Tonquelle anordnen,
daß die Töne die zweite, nötigenfalls mit einem Mikrophon versehene, erst mit einer merklichen Phasenverschiebung erreichen." In diesem
Falle werden Aufnahmen erhalten, die schon gegeneinander so -phasenverschoben sind, daß die von ihnen hergestellten Matrizen bei direktem
Übereinanderdrücken bereits die Platten ergeben, die beim Abspielen die Klangveredelung infolge der Phasenverschiebung erkennen lassen.
[0007] Sind die beiden Originalaufnahmen ohne nennenswerte Phasenverschiebung erfolgt, so kann man sie auf die Matrize mit einer
Winkelverschiebung aufbringen. Am besten wählt man die Winkelverschiebung, welche einem Zeitabstand

von 100/1s Sekunde entspricht. Wird die Aufnahme statt auf runden Platten oder Walzen auf geradlinigen Lautschriftträgern nach Art von Bändern o.
dgl. vorgenommen, so wird die Phasenverschiebung beim Herstellen des Lautschriftträgers für die Wiedergabe, soweit dies durch Platten erfolgt, nicht
durch Winkelverschiebung, sondern durch geradlinige Verschiebung in der Laufrichtung des geradlinigen Lautschriftträgers erreicht.
[0008] PATENTANSPRÜCHE:-z. Verfahren zum Herstellen -vnn" Lautschriftträgern, Schallplatten o. dgl., mittels mehrerer gleichzeitig bei derselben
Aufnahme erregter Aufnahmevorrichtungen, die auf je einen getrennten Lautschriftträger-einwirken, dadurch gekennzeichnet, daB von den getrennt
aufgenommenen Aufnahmelautschriften unter Verwendung von Matrizen Lautschriftträger, Schallplatten o. dgl., hergestellt werden, die je die zwei
oder mehreren Aufnahmen derart vereinigt tragen, daB mittels einer einzigen, mit einem oder zwei Abnahmekörpern, Schallstiften o. dgl. versehenen
Schalldose, also einer einzigen Membran, die an sich bekannte, durch Phasenverschiebung erregte Klangverbesserung bei der Wiedergabe erreicht
wird. 2. Vorrichtung zur Schallaufnahme für Lautschriftträger nach Anspruch =, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Aufnahmeeinrichtungen
verschieden, z. B. die., eine für Flachschrift (Berliner Schrift) und die andere für Tiefschrift (Edison-Schrift), ausgebildet sind. 3. Einrichtung zur
Schallaufnahme für Lautschriftträger nach Anspruch r und a, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmesclialltrichter in dem bekannten, die Phasen-
Verschiebung bedingenden Abstande angeordnet sind. 4. Matrize zum Herstellen der Lautschriftträger nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daB
sie die verschiedenen Lautschriftaufzeichnungen enthält.




Gibt man in die Suche des Patentamtes Link - Hier klicken "Heinrich Küchnmeister" ein, so finden sich noch viele weitere Erfindungen rund um die Schallaufzeichnung und den frühen Tonfilm.
Leider ist nicht überliefert welche seiner Erfindungen dann ab 1929 auch tatsächlich bei den Aufnahmen für das Ultraphon Label verwendet wurden - unbestritten übertrafen sie aber fast alle anderen Firmen auf dem deutschen Markt bezüglich ihres Klangbildes.




[ Edited Fri Jun 14 2019, 17:21pm ]
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Calle
Fri Feb 01 2013, 22:47pm
Joined: Mon Apr 18 2011, 10:57am
Location: Emmerich am Rhein
Posts: 281
Viel Spaß !





















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Musikmeister
Fri Feb 01 2013, 22:55pm
Autor
Joined: Sun Aug 21 2011, 21:23pm
Location: Hamburg
Posts: 966
@Calle: Eindrucksvolle Bilder! fürs Zeigen.
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Limania
Fri Feb 01 2013, 23:03pm
Joined: Mon May 21 2012, 15:14pm
Posts: 1109
Dem kann ich mich nur anschliessen! Tolle Bilder und ein interessanter Einblick in die damalige Produktion der Platten und Grammophone

LG Limania
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Starkton
Sat Feb 02 2013, 16:54pm
Joined: Wed Oct 05 2011, 21:47pm
Location: Berlin
Posts: 1881
Das sind fantastische, so noch nie gesehene Bilder. Vielen herzlichen Dank fürs Zeigen! Was macht der Mann mit dem Hammer auf der Matrize?!

Ich frage mich wozu die Handpresserei da war. Hat man dort Testpressungen angefertigt?

Auffällig ist wie viele Menschen dort beschäftigt waren. Berlin erlebte einen starken Bevölkerungszuwachs und Hunderttausende von ArbeiternehmerInnen kamen in solchen Fabriken unter. Heute sieht man in der Produktion nur noch leere Hallen mit einigen Weißkitteln die die Automaten einstellen.
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joha
Sat Feb 02 2013, 18:30pm
Joined: Mon Mar 26 2012, 15:45pm
Location: Dresden/Sachsen
Posts: 986
Viele Dank für das Zeigen der alten Werksmappe.
Gabs da sicherlich eine Musterplatte dazu.
Diese Mappen wurden auf Messen gezeigt und an Grossisten abgegeben.
Viele dieser seltenen Exemplare wir es nicht mehr geben.
Gruß joha

[ Edited Sat Feb 02 2013, 18:32pm ]
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berauscht
Sat Feb 02 2013, 19:09pm
"Urgestein" Autor/Moderator

Joined: Wed Jan 06 2010, 21:59pm
Posts: 1644
Als Ergänzung zu Calles Bilder, hier noch die Straßenansicht von Küchenmeisters Bertona- und Ultraphon Werken in der Herzbergstraße 82-86, Berlin-Lichtenberg.

Ca. Winter 1927/28
Auf dem Gelände befand sich vorher die AGA (Aktiengesellschaft für Automobilbau). Diese ging 1924 in Konkurs.

[ Edited Sun Feb 03 2013, 11:19am ]
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snookerbee
Sat Feb 02 2013, 20:30pm
"Urgestein"

Joined: Fri Apr 15 2011, 20:12pm
Posts: 1604
Hier der Gebäudekomplex des ehemaligen Ultraphon-Werks im Juli 2008. Dort hat sich heute offenbar eine Klinik angesiedelt. Das Areal steht auf der Liste der Kulturdenkmäler des Bezirks Berlin-Lichtenberg. Es wurde 1916–1919 durch Bruno Buch aufgebaut, dem Hersteller der AGA-Wagen (Quelle Wikipedia). Auf dem unteren Bild sieht man den stillgelegten Industriebahnanschluß.

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[ Edited Tue May 21 2019, 16:11pm ]
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Calle
Sun Feb 03 2013, 22:17pm
Joined: Mon Apr 18 2011, 10:57am
Location: Emmerich am Rhein
Posts: 281
Viel Spaß ! - 2. Teil





















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berauscht
Sun Feb 03 2013, 22:51pm
"Urgestein" Autor/Moderator

Joined: Wed Jan 06 2010, 21:59pm
Posts: 1644
Das vorletzte Bild gehört aber nicht hierein. Es zeigt eine Tri-Ergon-Aufnahme.
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Formiggini
Sun Feb 03 2013, 23:25pm

Joined: Tue Dec 28 2010, 19:20pm
Posts: 1579
Diese Aufnahme einer Tri-Ergon Tonfilm Aufnahmeapparatur dürfte um 1922 entstanden sein.
1928 fusionierten u.a. die "Reste" der Tri-Ergon Tonfilm und die Patente der Küchenmeister Kommanditgesellschaft zu Tonfilmen zu dem Vorläufer der Tobis (Tobis Tonbild-Syndikat AG).


Man wollte wohl in dem Album mit den letzten beiden Bildern auch auf die Erfolge der Ultraphon/Küchenmeister Kommanditgesellschaft im Tonfilm hinweisen.

Grüße
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krammofoon
Mon Feb 04 2013, 08:51am
Schellack-Gnadenhof
Joined: Mon Jun 27 2011, 20:47pm
Posts: 1191
Servus,

Hervorragende Bilder! Ich bin ganz hin und weg........ vielen Dank, Calle.
Ich melde mich hiermit schon mal für den Erwerb einer CD an, bzw. kann Dir Webspace zur Verfügung stellen, auf den Du sie hochladen könntest, da dort keine Größenbeschränkung herrscht.

Aber ich hätte mal eine andere Frage:
auf dem hier nochmals einkopierten Bild ist an der Tür hinten rechts im Bild, linksseitig eine Apparatur zu erkennen, in welcher eine Schellackplatte hochkant drin steht.
Kann mir jemand dazu was sagen? Ist das eine Art Plattenspielgerät? Oder um was sonst könnte es sich handeln?




Gruss
Georg
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GrammophonTeam
Mon Feb 04 2013, 15:41pm
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jitterbug
Thu Mar 28 2013, 12:24pm
Joined: Wed Mar 27 2013, 16:49pm
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Posts: 390
wunderbare Ultraphon-Informationen, vielen Dank!

Als Ergänzung Auszüge aus der Sonderbroschüre "Nachtvorstellung zum Besten der Wohlfahrtskasse des deutschen Bühnenclubs am Sonnabend, dem 8. November 1930, 11.30 Uhr Atrium-Beba-Palast"

Es wirkten u. a. mit: Kurt gerron mit Rudolf Nelson und Hans Sommer, Maria Ney, Die Comedian Harmonists mit Marcel Wittrisch, Wilhelm Gombert, Willi Schaeffers, Alfred Braun, Bernhard Bötel, Erik Wirl, Max Ehrlich, Reinhold Schünzel, Will Domgraf-Faßbaender
Bühnenbilder: Benno von Arendt

Als Vertriebsadresse wird angegeben: Ultraphon-Spezialhaus, Schöneberg, Hauptstraße 5
In dem modernisierten Altbau am Kleistpark befindet sich heute das Café Kleisther (s. Bilder unten)

Das "Ultraphon-Haus" hat die Adresse Tauentzienstraße 18a, Ecke Nürnberger Straße, Bavaria 3701
Das alte Gebäude ist im Krieg zerstört worden, an dessen Stelle befindet sich ein 80er Jahre Neubau mit Geschäften. (s. Bilder unten)

Man beachte bei der Werbung für die Schallplatte des jahres 1930 von Michael Bohnen und Joseph Schmidt den Preis von M 7.50 (!!!)

In dem fränkischen Städtchen Rehau weiß man um die Erfindung der "Tri-Ergon", das Werk der Drrei: Josef Engl (1893-1942), Hans Vogt (1890-1979), Joseph Massolle (1889-1957), Hans Vogt war ein Erfinderkind der Stadt. Bereits 1919 war das Klangfilmsystem patentiert worden, doch wenig erfolgversprechend 1926 in die USA verkauft worden. Die Firma "Tri-Ergon" wurde in der Schweit seßhaft, hat 1927 als Tochter die TOBIS-Syndikat, später: Klangfilm gegründet.

(Wuthe - swingtime.de)

















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gramofan
Thu Mar 28 2013, 16:19pm
Joined: Sat Oct 01 2011, 20:32pm
Location: bei Berlin
Posts: 1043
Hier noch 2 aktuelle Bilder von der Rückseite des Gebäudes





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GrammophonTeam
Thu Aug 14 2014, 18:33pm
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Joined: Sun Sep 04 2011, 14:54pm
Location: Köln
Posts: 1782
Um mal wieder auf das ursprüngliche Thema dieses Eintrages zu kommen: Die Erfindung des Ultraphons (also dem Abspielgerät/Grammophon) von Heinrich Küchenmeister.

Küchenmeister stellte seine Erfindung Ultraphon mit zwei Tonabnehmern/Schalldosen und getrennter Tonführung mit zwei Trichtern im Herbst 1925 dem Publikum vor. Dabei kam es auch immer wieder zu öffentlichen Vorführungen. Hier berichtet eine Berliner Zeitung im September 1925:

Eine bedeutsame Erfindung auf akustischem Gebiet
Originalgetreue Tonreproduktion
Das Küchenmeistersche Ultraphonprinzip




Dazu zwei weitere Artikel aus dem Jahr 1925: Das Ultraphon

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Formiggini
Tue Sep 02 2014, 19:50pm

Joined: Tue Dec 28 2010, 19:20pm
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Das Ultraphon spielte auch am Rundfunk...


Januar 1928
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GrammophonTeam
Fri Apr 24 2015, 16:06pm
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Joined: Sun Sep 04 2011, 14:54pm
Location: Köln
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Das Ultraphon
Die grosse Erfindung auf dem Gebiet der Sprechmaschine - Plastische Wiedergabe der aufgenommenen Töne

(1925)

Heinrich Küchenmeister - der Erfinder des Ultraphons


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September 1925
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grammofar
Sun May 03 2015, 20:25pm
Joined: Thu Aug 02 2012, 23:11pm
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[ Edited Sun May 03 2015, 21:36pm ]
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