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Okeh
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krammofoon
So Feb 24 2013, 20:09 Print View
Schellack-Gnadenhof
Joined: Mo Jun 27 2011, 20:47
Posts: 1191
Servus,

kann mir jemand etwas zu dieser - für mich - eher ungewöhnlichen Okeh erzählen? Waren das Pressungen, um ggf. deutschstämmigen Auswanderern eine Art "Heimatgefühl" zu geben? Natürlich auch anderen Interessierten in den USA, deutsches Liedgut näher zu bringen?

Gruss
Georg




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Formiggini
So Feb 24 2013, 20:39

Joined: Di Dez 28 2010, 19:20
Posts: 1579
Da liegst du mit deiner Vermutung richtig.



Diese Odeon Aufnahme wurde in den USA von OKeh gepresst.


Gründer und Leiter der General Phonograph Corporation mit dem Label OKeh war Otto Heinemann. Heinemann war zuvor Vorsitzender der Lindström AG für deren US Markt.
Im ersten Weltkrieg gründete er die General Phonograph Corporation . Es gab mit Lindström einen regen Austausch (siehe auch Lindström American Record ).

Erste Schallplatten vor 1918 erschienen noch in Tiefenschrift, da die Victor die Patente auf Seitenschrift hielt. Nach mehreren Prozessen durften auch andere Firmen Seitenschrift verwenden. Daraufhin brachte auch Okeh Schallplatten nach dem üblichen Verfahren auf den Markt (Lateral).




Okeh wurde zu einer sehr wichtigen Marke der sog. "Race Records", Aufnahmen Afroamerikanischer Künstler (Jazz, Blues, Gospel). Das akustische Aufnahmeverfahren der Marke gilt klanglich als eines der besten auf dem amerikanischen Markt der frühen zwanziger Jahre.

Anfang 1926 führte die Okeh ihr eigen entwickeltes elektrisches Aufnahmeverfahren ein - Truetone. Von einem wahren Klang waren diese Einspielungen jedoch (leider) recht weit entfernt...


Ende 1926 wurde die Okeh von der Columbia übernommen, die Firma behielt aber bis etwa 1930 weitestgehend ihre Eigenständigkeit. Durch die Übernahme hatte die Okeh nun auch Zugang zu dem klanglich überragenden Aufnahmeverfahren Western Electric.




Grüße


[ Edited So Jun 03 2018, 07:33 ]
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GrammophonTeam
Fr Jul 08 2016, 12:22
Seitenbetreiber

Joined: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: Köln
Posts: 1793
Auszug aus einem Okeh-Katalog vom Januar 1925:




Drei der besten und populärsten Orchester Europas tragen bemerkenswerte Stücke zu den von Odeon importierten Aufnahmen bei. Jedes Stück spricht schon für sich selbst, und glänzt durch die feine Technik sowie lupenreine Interpretation, die alle Odeon Künstler auszeichnet.

Alle Aufnahmen wurden in Europa, der Heimat guter Musik, gemacht; die Matrizen importiert und die Schallplatten in Amerika von der "General Phonograph Corporation" gepresst, dem Hersteller der berühmten Okeh Schallplatten.
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