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Foren > Firmengeschichte, Labels, Hüllen, und Matrizen > LABELKUNDE - Internationale Labels > Labels S-T
Standard Disc Record
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
alang
So Jun 30 2013, 22:31 Druck Ansicht
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 564
Standard Disc Records wurden speziell fuer die Maschinen der Standard Talking Machine Co. of Chicago hergestellt. Dies waren sogenannte "Scheme" oder auch "Client" Machines, d.h. das Geraet wurde billig oder umsonst abgegeben, denn es war nur Mittel zum Zweck um die eigenen Platten zu verkaufen. Standard Talking Machines hatten eine 0.5 Inch dicke Plattenachse, anstatt der ueblichen 0.25 Inch bei Victor, HMV, Columbia, etc. Dadurch sollten die Kunden gezwungen warden ausschliesslich Platten der eigenen Marke zu kaufen. Die Qualitaet der Aufnahmen war aber deutlich unter den Standards von Victor und Columbia.

Hier 3 Standard Disc Records mit deutschen Titeln:















[ Bearbeitet So Jun 30 2013, 22:52 ]
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alang
So Jun 30 2013, 22:46
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 564
Hier noch zwei spaetere Ausfuehrungen des Standard Disc Record Labels:







Hier ein Beispiel das zeigt, dass oftmals Platten anderer Firmen umgelabelt wurden. Auf einer Seite sieht man das blaue Label durchblitzen, auf der anderen Seite hat jemand das ganz genau wissen wollen...
Man sieht auch, dass viele Kunden sich von der dickeren Plattenachse nicht abhalten liessen auch andere Platten zu kaufen. Diese Platte wurde z. B. mittels Bohrer auf die 3/4 Zoll Achse der Harmony Talking Machine "umgeruestet". *nene




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snookerbee
Mo Jul 01 2013, 11:25
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1711

Danke fürs Zeigen.

Handelt es sich bei den mit Schreibmaschine betitelten Plattenseiten von deutschem Liedgut um amerikanische Aufnahmen in deutscher Sprache?

Grüße
Claus
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alang
Mo Jul 01 2013, 15:21
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 564
Die Aufnahmen sind definitiv in deutscher Sprache und teilweise in bayerischem Dialekt ohne amerikanischen Akzent. Nachdem Standard Disc Records soviel ich weiss rein amerikanisch waren, vermute ich, dass die Aufnahmen in Amerika gemacht wurden. Vor dem ersten Weltkrieg gab es grosse rein deutschsprachige Siedlungen und Stadtteile, diese Kunden wollten versorgt werden. Auch deutschsprachige Kuenstler waren somit vermutlich leicht zu finden.
Gruss
Andreas
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snookerbee
Mo Jul 01 2013, 22:03
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1711

Danke für die Informationen, Andreas
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Starkton
Mo Jul 01 2013, 22:50
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
alang schrieb ...

Hier noch zwei spaetere Ausfuehrungen des Standard Disc Record Labels:




Das ist keine spätere, sondern eine frühere, nämlich die zweite Ausführung des Standard Disc Record Labels. Die erste Version sah genauso aus, allerdings ohne die Columbia Patentdaten am unteren Labelrand. Die Platte ist ungefähr von 1911 und wurde von Columbia unter Verwendung ihrer eigenen Matrize gepresst.

schrieb ...

Hier ein Beispiel das zeigt, dass oftmals Platten anderer Firmen umgelabelt wurden. Auf einer Seite sieht man das blaue Label durchblitzen, auf der anderen Seite hat jemand das ganz genau wissen wollen...



Das ist keine andere Firma, sondern wieder Columbia, die eine übrig gebliebene Platte ihres D & R Record Labels von etwa 1910 ein oder zwei Jahre später mit ihrem Standard Disc Record Label überklebte. Columbia hatte das D & R Label nach der Pleite von Leeds & Catlin Mitte 1909 übernommen. Das ist glaube ich jedoch keine Columbia Matrize, sondern eine von Hawthorne & Sheble's Star Label. Columbia hatte diese Matrizen, ebenfalls 1909, aus der Konkursmasse von H & S erhalten.

[ Bearbeitet Mo Jul 01 2013, 23:07 ]
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RF-Musiker
Di Jul 02 2013, 10:38
Dabei seit: Do Sep 15 2011, 11:21
Wohnort: Berlin
Einträge: 363
Konnten nicht findige Bastler einfach den Plattenteller wechseln oder sich einen Adapter fertigen (ähnlich dem Adapter, mit dem man 45er Singles auf einem Plattenspieler spielt)?
Eine Platte aufzubohren, erscheint mir rabiat...
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alang
Mi Jul 03 2013, 02:12
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 564
Starkton schrieb ...

alang schrieb ...

Hier noch zwei spaetere Ausfuehrungen des Standard Disc Record Labels:




Das ist keine spätere, sondern eine frühere, nämlich die zweite Ausführung des Standard Disc Record Labels. Die erste Version sah genauso aus, allerdings ohne die Columbia Patentdaten am unteren Labelrand. Die Platte ist ungefähr von 1911 und wurde von Columbia unter Verwendung ihrer eigenen Matrize gepresst.

schrieb ...

Hier ein Beispiel das zeigt, dass oftmals Platten anderer Firmen umgelabelt wurden. Auf einer Seite sieht man das blaue Label durchblitzen, auf der anderen Seite hat jemand das ganz genau wissen wollen...



Das ist keine andere Firma, sondern wieder Columbia, die eine übrig gebliebene Platte ihres D & R Record Labels von etwa 1910 ein oder zwei Jahre später mit ihrem Standard Disc Record Label überklebte. Columbia hatte das D & R Label nach der Pleite von Leeds & Catlin Mitte 1909 übernommen. Das ist glaube ich jedoch keine Columbia Matrize, sondern eine von Hawthorne & Sheble's Star Label. Columbia hatte diese Matrizen, ebenfalls 1909, aus der Konkursmasse von H & S erhalten.


Interessant. Ich ging von den Patentdaten aus, soweit ich sie lesen konnte. Warum wuerde jemand von einem relativ professionell aussehenden Label zu dem hausgemachten Look mit Schreibmaschinenschrift wechseln? Merkwuerdig.

Das macht Sinn, wenn Columbia D & R uebernommen hat, dass sie Platten fuer ihre Client Labels ueberklebten.

Diese ganzen Chicago based Firmen und ihre Phonographen und Platten sind eine Wissenschaft fuer sich. Immer wenn ich denke ich weiss etwas, lerne ich wieder was Neues dazu.

Danke
Andreas
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alang
Mi Jul 03 2013, 02:29
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 564
RF-Musiker schrieb ...

Konnten nicht findige Bastler einfach den Plattenteller wechseln oder sich einen Adapter fertigen (ähnlich dem Adapter, mit dem man 45er Singles auf einem Plattenspieler spielt)?
Eine Platte aufzubohren, erscheint mir rabiat...


Bei diesen Maschinen war nicht die Achse selbst dicker, sondern der Plattenteller hatte einen festen Mittel="puck". Die Achse war dementsprechend etwas kuerzer, also konnte man nicht einfach einen anderen Plattenteller drauf tun. Dummerweise haben viele anstatt der Platten den Plattenteller veraendert, d.h. den groesseren Mittel-"puck" auf normale 1/4 Zoll zurueckgefraest. Fuer den heutigen Sammler ist das sehr aergerlich. Meine Untited Taking Machine Modell "Symphony" kam mit einem solchen abgefraesten Plattenteller. Ich hab fast ein Jahr nach einem erschwinglichen Original gesucht. Nachdem so eine Maschine heute ca $150-200 wert ist macht es keinen Sinn, $80 fuer einen Plattenteller auszugeben.

Fuer Platten mit groesseren Loch machte man sich sicher einen Adapter. Das Problem war die grosse Masse von Victor, Columbia etc Platten mit dem kleineren 1/4 Zoll Loch. Wenn man die auf seiner billigen Maschine spielen wollte mussten entweder Platte oder Plattenteller veraendert werden. Aretino Maschinen hatten einen riesigen Mittel-"puck", 3 Zoll glaube ich. Aretino verkaufte aber auch Adapter um ihre Platten auf Geraeten der Konkurrenz abspielen zu koennen.

Andreas
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