Automatic translation in English

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾


Grammophone in BildernGrammophongalerie


International Gramophone Board
Participate?

Foren

Foren > Schellackplatten > Digitalisierung und Klangrestaurierung
Moderner Schellackspieler Reloop RP-6000 MK6 - Ein Erfahrungsbericht
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
veritas
Mo Jul 29 2013, 13:26 Druck Ansicht
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 469
Nach einigen Wochen der Abwesenheit komme ich endlich dazu etwas über meinen letzten Neuzugang zum Spielen von Schellacks zu schreiben. Nach 14 Jahren war ich der Meinung meinen riemengetriebenen Plattenspieler, den ein Freund einst mal mit 78rpm erweitert hat, in Rente zu schicken. Probleme hatte dieser nie gehabt und brav jeden Einsatz gemeistert. Da ich aber mittlerweile immer mehr "Sonderfälle" auf meinem Plattenteller vorfand schaute ich mich nach etwas Neuem um und wurde fündig.

Bei meiner Suche nach Bewertungen in verschiedenen Foren mußte ich enttäuscht feststellen, daß es praktisch keine Erfahrungsberichte gibt, wenn es um aktuelle Schellackspieler geht. Deshalb mußte ich auf Wertungen aus dem DJ-Bereich ausweichen, was ja aber nur bedingt paßt. Deshalb nun meine Erfahrungen und Eindrücke. Meine vielen Vergleiche mit der Baureihe von Technics sind auch dadurch bedingt, daß ich einen SL-1210 M3D für Vinyl im Einsatz habe:

Der Reloop RP-6000 MK6 ist in der schwarzen Version als B oder weiß lackiert als Ltd. zu haben und verfügt über einen beachtlichen Direktantrieb. Mit den drei üblichen Geschwindigkeiten 33 1/3, 45 und eben 78rpm ist dieses Modell standardmäßig ausgestattet. Der erste Eindruck deckt sich mit anderen Berichten, die Verarbeitungsqualität ist trotz "Made in China" exzellent. Schon das Gewicht von 11kg läßt dies beim Auspacken erahnen.


Solider Aufbau und wirklich erstklassige Haptik, hier abgebildet mit einer anderen Headshell als der mitgelieferten

Der Antrieb:
Entgegen mancher Behauptungen, kein Nachbau der lengendären (und nicht mehr produzierten) SL-1210-Reihe von Technics zu sein, erkennt man jedoch viele, sehr viele Eigenschaften wieder, die einen Technics ausmachen. Jedoch hat man sich beim RP-6000 nicht allein auf einen China-Nachbau gestützt sondern das erst seit kürzerer Zeit nicht mehr unter Patentschutz stehende Upper Torque-Prinzip für den Direktantrieb deutlich kräftiger ausgelegt. Wie beim Technics ist der recht massige Aluminium-Plattenteller Bestandteil des Motors und besitzt einen Magnetring im Zentrum, etwa in Labelgröße, der von den Spulen im Chassis in Bewegung versetzt wird. Dadurch läuft er praktisch lautlos und läßt nur beim Anlauf und Stopp ein extrem leises Knarzen vernehmen. Im Gegensatz zu meinem Technics ist der Plattenteller von innen mit dickem Gummi ausgelegt. Dadurch egeben sich für den Reloop sogar minimal bessere Rosonanzeigenschaften, wie ein kurzer Anschlagstest am Plattentellerrand im Verlgeich zeigt.


Motorspulen im Gehäuse eingelassen

Das extrem starke Drehmoment ist von 2,5 kg/cm bis 4,5 kg/cm stufenlos einstellbar. Die Technics-Reihe hat zum Vergleich gerade einmal 1,6 kg/cm und ist damit schon sehr kräftig. Gerade beim Anlauf und Stopp lernt man mit dem Reloop das Staunen wieder. Bei gleichzeitigem Start des Antriebs und Absenken der Nadel mit dem Tonarmlift hat der RP-6000 seine Sollgeschwindigkeit bereits erreicht bevor die Rille vom Nadelträger erreicht wird.


Der Magnetring als zweites Motorteil auf der Plattenteller-Unterseite

Der Gleichlauf ist auch für Vinylmaße völlig in Ordnung, kommt allerdings nicht an die Werte von Technics heran: RP-6000: 0,1% WRMS, Technics: 0,025% WRMS (= weighted root mean square). Nach anerkannten Messungen sind aber erst Werte größer 0,2% hörbar und weniger macht eigentlich nur Sinn, wenn man als DJ zwei Geräte möglichst lange synchron halten möchte. Daher spielt dies in meiner Wertung keine Rolle.

Der Tonarm:
Als sog. mittelschwerer Arm ist er für die meisten Tonabnehmer gut geeignet. Die Verarbeitung macht auch hier einen sehr soliden und hochwertigen Eindruck. Der 4-Punkt SME-Anschluß erlaubt den schnellen Headshellwechsel verschiedener Systeme. Zwar setze ich hauptsächlich einen Stanton 500-Tonabnehmer ein, habe aber für Sonderfälle auch noch ein Shure M75-6S, ein M78S und ein AT95 parat.
Auch das DL 110 MC-System von Denon spielt Vinyl auf dem Reloop souverän.
Das Antiskating bedarf keiner weiteren Erläuterung. Schön fällt die Einstellung der Tonarmhöhe auf, deren drehbarer Ring an der Basis ebenfalls weiß lackiert und durch seine Kerben schön griffig und gleichzeitig sehr elegant ist. Spätestens wenn man sich aber das kleine Hebelchen zum Sperren der Höhenverstellung ansieht, leuchtet wieder das Technics-Design durch. Der Tonarmlift ist schön ausgewogen und der Hebel aus Vollmetall gefällt mir optisch sogar besser als beim japanischen Original.
Die grundsätzliche Tonarmgeometrie entspricht, soweit ich es beurteilen kann, ebenfalls der eines Technics SL-1210. Das ist durchaus praktisch, da man auch auf die speziellen Justierschablonen, Protractor genannt, z.B. nach Loefgren zurückgreifen kann ohne sich eigene erstellen zu müssen.

Die Konnektivität:
Hier geht Reloop dann doch eigene Wege, wenn Sie auch alles andere als einmalig sind. Der RP-6000 hat zwei Cinch-Buchsen, deren Masse auch gleichzeitig die Erdung übernimmt. Das mag in vielen Situationen sinnvoll weil einfach sein, ein zumindest zusätzlicher Erdungsanschluß wäre allerdings wünschenswert gewesen. Probleme hat dies jedoch noch nicht verursacht.


Rückseitige Anschlüsse

Integriert im Gerät ist auch ein Entzerrer-Vorverstärker, der qualitativ keine Auffälligkeiten zeigt und mittels Schiebeschalter deaktiviert werden kann um eine Platte z.B. linear und unverstärkt zu spielen.
Schön gelöst ist der Anschluß für die Stromversorgung, die mit einem üblichen 2-poligen Euro-Netzkabel erfolgt. Anders als bei vielen anderen Plattenspielern (wie auch Technics) läßt sich damit das Kabel für den Transport entfernen und schützt das Gerät so vor Beschädigungen.

Die Bedienung:
Zwei große Taster für Start/Stopp, je einer an der linken Seite vorn und hinten, sind in allen Lebenslagen gut zu erreichen und haben einen angenehm weichen Druckpunkt.
Die drei festen Geschwindigkeiten werden, wie bei praktisch allen bauähnlichen Modellen, über zwei Taster für 33 1/3 und 45 eingestellt. Zusammen gedrückt ergeben Sie 78rpm. Eine weiße LED-Beleuchtung wird mitgeliefert und auf eine einfache Cinch-Buchse aufgesteckt. Sie ist daher nicht versenkbar, was mich persönlich jedoch nicht stört.
Daneben befinden sich zwei stufenlose Drehregler für die Start- und Bremskraft, sowie für die Motorkraft (Torque). Beide sind separat einstellbar, können sich aber gegenseitig beeinflussen. So wird der Anlauf automatisch langsamer wenn die Motorkraft gering eingestellt ist. Für den Schellackbetrieb habe ich Start/Stopp auf den kürzesten, also kräftigsten, und die Motorkraft auf Maximalwert gestellt, was den Blitzstart ergibt.
Dank separat zuschaltbarem Quarzlock hält der RP-6000 seine festen Sollgeschwindigkeiten exakt ein. Davon kann man sich über das von blauen LEDs beleuchtete im Tellerrand eingelassene Stroboskop überzeugen. Für Sonderfälle besitzt das Gerät auch einen Reverse-Taster, der sich auch im Betrieb schalten läßt um Platten rückwärts zu spielen.
Mein absolutes Lieblingsfeature ist die Pitchfunktion, die zwar schon mein Vorgänger-Spieler besaß, nicht jedoch in diesem Umfang: Mit zwei Tastern lassen sich drei Pitchbereiche für den Schieberegler wählen: 10%, 20% und 50%. Allein der regelbare Betrieb bei 78rpm erlaubt 39 bis 117rpm und läßt sich bei LP-Geschwindigkeit sogar auf 16 2/3rpm reduzieren!
Eine etwas lästige Eigenschaft des RP-6000 sei dennoch angemerkt: Die elektronische Voreinstellung der Betriebsarten, also Geschwindigkeit, Pitchbereich und Quarzlock muß nach jedem neuen Einschalten wieder erneut eingestellt werden. Werte des Schiebereglers und der Motor- und Bremskraft bleiben erhalten. Wer wie ich diesen Dreher fast nur im 78er-Bereich fährt ist also dazu gezwungen, jedesmal beide Taster für 33 und 45 zu drücken. Das ist zwar kein KO-Kriterium, hätte aber durch feste Schalter oder Speicherzustände in der Elektronik besser gelöst werden können. Bisweilen ist dies aber der einzige in der Bedienung auffallende Negativpunkt, der vom Leistungsspektrum bei weitem in den Schatten gestellt wird.

Résumé:
Gerade zur Digitalisierung läßt der Reloop nur sehr wenige Wünsche offen und bietet für den Neupreis von ca. 380 Euro eine hervorragende Qualität in Leistung und Verarbeitung.
Bei Erstanschaffung kommen allerdings noch weitere Kosten auf den Käufer zu, denn ein Tonabehmer, weder für Vinyl noch Schellack, wird nicht mitgeliefert, immerhin aber eine Headshell mit Anlußlitzen. Das Geld kann man dafür direkt in ein System seiner Lieblingswahl stecken, ohne etwas mitzubekommen, das man nicht braucht oder nicht haben will.
Des weiteren sollte man wissen, daß der RP-6000 MK6 ohne Abdeckhaube kommt und man diese separat zukaufen muß. In der freien Wildbahn findet man die günstigsten für etwa 30 Euro. Scharniere gibt es grundsätzlich nicht, die Haube wird nur aufgesetzt. Durch den überlappenden Rand sitzt sie aber rutschfest und sicher auf dem Gehäuserand und schützt den Spieler besser vor Staub als herkömmliche Hauben mit Gummipuffer. Für ca. 80 Euro ist auch ein Transportkoffer erhältlich.
Ebenso wenig findet sich im Lieferumfang eine Plattentellerauflage aus Gummi, dafür nur eine Slipmat aus Filz, die für den Anfang durch das üblicherweise hohe Eigengewicht eine Schellackscheibe aber auch gut funktioniert. Für die Erstanschaffung können sich zusammengerechnet aber schnell weitere 100-150 zu den 380 Euro dazugesellen, was den Preis wieder relativiert.
Für die von einigen Rezensenten eingeworfene Behauptung, dieser Reloop würde wohl nicht lange halten kann ich ganz ehrlich keinerlei Hinweise in der Verarbeitungsqualität finden. Wohl kein Plattenspieler dankt es einem, wenn er ruppig behandelt wird und selbst mein einfacher Dreher der 300 DM-Klasse hat auch nach 14 Jahren seine Funktion nicht im Geringsten eingestellt.
Die starke Anlehnung an die 1210er-Reihe von Technics sehe ich eher als Stärke denn als Schwäche an. Bei der Entwicklung dieses Modells hat man definitiv weitergedacht. Auch sei anzumerken, daß kaum eines der Technics-Modelle überhaupt mit 78rpm ausgestattet ist. Wenn man dazu noch überlegt, daß Panasonic als Eigentümer von Technics die komplette Produktion von Plattenspielern eingestellt hat, dann verstehe ich diesem Reloop mehr als einen preislich fairen Nachfolger als nur einen chinesischen Generiker.
Zur Digitalisierung ohne Abstriche kann ich für den Reloop RP-6000 MK6 eine klare Kaufempfehlung geben. Nur über die Gesamtkosten sollte man sich vorher im klaren sein. Das Leistungsspektrum sucht trotz so manchen Aufpreises immer noch seine Konkurrenz. Nur für Schallplatten mit einem Durchmesser von über 30cm sollte man zu anderen Spezialmodellen greifen, da er nicht für diese Größen geeignet ist. Mit dem eingebauten Entzerrer-Vorverstärker klingen Schellacks zum gelegentlichen Direkthören durchaus annehmbar. Gebraucht wird dieses Modell momentan bei etwa 200-230 Euro gehandelt.

Die wichtigsten Daten im Überblick:
3 Geschwindigkeiten, komplett manuell
Quarzgesteuerter Upper Torque-Direktantrieb, 33 1/3, 45 und 78 U/Min. mit Quarz Lock
Drehmoment: 2500-4500 g/cm
höhenverstellbarer, S-förmiger Tonarm mit Anti-Skating
Pitch-Bereich ±10%, ±20%, ±50%
Start/Stop-Geschwindigkeiten eingestellbar (0,2 - 6 Sekunden)
Rumpelabstand >= 55 dB (1 kHz, 4mV Eingang)
Zuschaltbarer Entzerrer-Vorverstärker
Netz- und Cinch-Kabel abnehmbar
Maße: 450 x 160 x 353 mm
Gewicht: 11 kg
Lieferumfang: Slipmat, Headshell, Tonarmbeleuchtung, Cinch-Kabel, jedoch ohne System und Abdeckhaube

[ Bearbeitet Mo Jul 29 2013, 15:12 ]
Nach oben
Webseite
gramofan
Mo Jul 29 2013, 15:30
Dabei seit: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Einträge: 928
Erstmal herzlichen Dank für die Mühe diesen ausführlichen Bericht niederzuschreiben.
Sicher für die Anschaffung eines Neugeräts eine bedenkenswerte Alternative.
Ich selbst bin seit 30 Jahren mit DUALs zufrieden. Zunächst ein 1218, dann ein 1219 und seit 15 Jahren im Dauereinsatz ein 1229. Alle Geräte sind unterdessen so um die 40 Jahre alt, machen den Eindruck, als wenn sie mich durchaus überleben wollten und keins hat (gebraucht) mehr als 15 € (wohlgemerkt inklusive Haube und Tonabnehmer - natürlich nicht gerade bei ebay) gekostet. Dank der genialen Befestigung der Tonabanehmer mit dem TK-System ist derselbe für nicht-standardmäßige Anforderungen auch ruck-zuck ausgetauscht.

[ Bearbeitet Mo Jul 29 2013, 15:35 ]
Nach oben
Webseite
Willi-H-411
Mo Jul 29 2013, 16:49
Dabei seit: Mi Okt 12 2011, 11:42
Wohnort: Ruhrpott
Einträge: 1368
Gramofan, auch ich bin ein Fan von Dual-Plattenspielern. Was allen jedoch fehlt, ist der große Regelbereich bei der Geschwindigkeit. Bei Platten, die mal locker 100 upm benötigen, kommst du mit den meisten Plattenspielern nicht weit. Natürlich läßt sich alles am PC hochrechnen, Trotzdem erhält man das beste Ergebnis dann, wenn man die Platte schon beim Überspielen mit der korrekten Geschwindigkeit abspielt.

VG Willi
Nach oben
veritas
Mo Jul 29 2013, 17:20
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 469
Daß Dual-Modelle bei vielen Sammlern beliebt sind ist mir auch schon aufgefallen. Das wird natürlich auch sicher am günstigen Preis liegen (kann man ja prima in Platten stecken). Die grundsätzlichen Werte des 1218 sind auch ausgesprochen Schellack-tauglich. Einen Dual oder anderen Spieler diesen Ursprungs mit einem Pitchbereich von 50% habe ich nicht gefunden.

Neben dem Pitchbereich gibt es noch ein Problem, bei dem jeder Automatikspieler durchfällt, der wie z.B. ein Dual 1218/19 ab Erreichen einer normalgroßen Auslaufrille gnadenlos abschaltet.

Bitte korrigiert mich wenn ich da falsch liege, aber laut Anleitung habe ich keine Möglichkeit gefunden, diese Endabschaltung zu deaktivieren.

Grüße, Norman
Nach oben
Webseite
_-_-_
Mo Jul 29 2013, 17:21
Dabei seit: Do Mai 12 2011, 09:46
Einträge: 270
Danke für die Review.

Als schwer zu findende Alternative sei der Technics SL-1200MK4 genannt, der allerdings nur in Japan verkauft wurde und selten mal bei Ebay gebraucht angeboten wird.

Sieht meiner Meinung nach optisch etwas besser aus.
Nach oben
veritas
Mo Jul 29 2013, 18:13
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 469
Ja, der MK4 war auch meine erste Wahl, aber auch nach mehreren Wochen konnte auch gebraucht kein Angebot ausfindig machen.

Die anderen 1210er können übrigens bei KAB umgebaut werden. Die Gesamtkosten, vor allem der Versandweg in die USA dürften aber, grob gerechnet, in etwa der Anschaffung eines Reloops entsprechen. Da habe ich dann lieber den zweiten Spieler genommen.
Nach oben
Webseite
Starkton
Mo Jul 29 2013, 19:21
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Der Härtetest für diesen Plattenspieler wird die Neophone Platte aus beschichteter Pappe von c. 1905/06 sein, die ich Norman bald mitbringe. Bin schon sehr gespannt wer da singt.
Nach oben
jitterbug
Mo Jul 29 2013, 20:38
Dabei seit: Mi Mär 27 2013, 16:49
Wohnort: Berlin
Einträge: 383
Sehr erfreuliche Einschätzung des Gerätes, das ich mir vor 2 Jahren zulegte.

"Der kann was!" - war der erste Kommentar eines DJ-Kollegen, der in München auch mit Schellack arbeitet, ein Hamburger Kollege benutzt zwei schwarze Exemplare sogar zum Arbeiten/Auflegen bei Tanzveranstaltungen.

Dazu benutze ich - ganz im Sinne von Martin - 2 alte DUAL 1219 mit M93-System und Expert Stylus Nadeln. Sie sind transportfreundlich und haben - ich weiß nicht wieviele - Zigtausend Stunden Dauerbetrib in den letzten 25 Jahren hinter sich!

Mein Rellop ist zu Hause, wird zum Digitalisieren und Hören benutzt, da mir der Phono-Ausgang zu sehr wummerte, habe ich den Line-Ausgang gewählt mit entsprechendem Eingang am Verstärker.

Als System benutze ich das Shure DM-103 mit Expert Stylus-Diamanten.

Fazit: Ich bin sehr zufrieden und wünsche veritas viel Freude mit dem gerät!
Nach oben
Charleston1966
Di Jul 30 2013, 20:05
Dabei seit: Mo Nov 12 2012, 11:19
Wohnort: Im Schwabenländle
Einträge: 391
Hallo Norman,
tolles Gerät, macht einen soliden Eindruck.
Ich hatte mir schon einmal den Audio Technica LP 120 angeschaut, wenn ich aber die Technischen Daten vergleiche, z. B. Gleichlauf und Pitch-Regelbereiche, da hat der Reloop die Nase vorne.
Als ehemaliger Technics Sl-1210 Mk2 Verkäufer bin ich erstaunt, daß Technics in der letzten Version wohl auf die Gummieinlage im Plattenteller verzichtet hat. Ich habe in 15 Jahren in denen ich in einer Art Conrad Elektronik in Kleinformat gearbeitet zusammen mit meinen Kollegen unzählige von den Teilen verkauft, die Fehlerquote war praktisch bei 0.
Im Moment habe ich einen Thorens TD 126 MK3 seit ca. 30 Jahren im Einsatz, bisher ohne Probleme,würde aber gerne auf ein Direktgetriebenes Gerät umsteigen.
Vielen Dank für deine Vorstellung, jetzt werde ich meine Entscheidung nochmal überdenken, allerdings gefällt mir das Gerät in schwarz besser.

LG
Charly
Nach oben
veritas
Di Jul 30 2013, 22:55
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 469
Hallo Jitterbug, es freut mich sehr zu lesen, daß das Gerät auch unter Schellack-Profis einen ebenfalls guten Eindruck hinterlassen hat. Ich habe meinen jetzt seit etwa zwei Monaten und Freude hat er mir wirklich schon bereitet.

Hallo Charley, wie es bei der letzten Technics-Serie ausschaut weiß ich leider nicht, da ich nur den M3D habe, der M5G wohl noch eine abweichende Elektronik.
Den LP 120 von Audio Technica hatte ich mir auch mal angesehen und für deutlich unter 300 Euro ist das gar kein schlechter Preis. Ein wichtiges Kriterium fand ich noch den höhenverstellbaren Tonarm, den der LP 120 aber auch schon hat. Es ist gut, daß Du ihn als Alternative einbringst, denn für viele dürfte er schon alles bieten was man braucht. Das Anlaufmoment ist laut Datenblatt wie beim Technics, also völlig Praxistauglich.

Letztlich stellt sich immer die Frage, wieviele Spezialfunktionen man wirklich braucht. Wer nur Platten nach 1930 in Standardformaten spielt wird auch mit einfachsten Mitteln glücklich werden. Weiß fand ich mal als Farbe etwas anderes, gerade weil im Wohnzimmer schon der schwarze Technics-Bolide steht.

Viele Grüße, Norman
Nach oben
Webseite
odeon62
Mi Jul 31 2013, 10:24
Gast
Den reloop besitze ich auch. Ich habe mich sehr über die ausführliche Beschreibung gefreut. Schon häufig wurde ich von Sammlern "mitleidig" angesehen, wenn ich den Namen meines Drehers nannte...."nie gehört" war da noch der freundlichste Kommentar...habe ich nie verstanden, das "Ding" erfüllt zumindest alle meine Ansprüche....schön, sich hier verstanden zu wissen.....jetzt heisst es nur noch abwarten, wie lange die Dinger halten, ich bin da aber ganz zuversichtlich...
Nach oben
Austroton
So Sep 28 2014, 23:38
Dabei seit: Di Sep 23 2014, 12:43
Wohnort: Villach (Kärnten)
Einträge: 82
Die Einschätzung von jitterbug und veritas kann ich nur bestätigen. Nach 6 verschlissenen DUAL 1219 / 1229 (immer hat es am Antrieb gehapert oder an der nicht abstellbaren Automatik - einfach zu viele mechanische Teile) innerhalb von wenigen Jahren halte ich den Reloop zum Abspielen von Schellacks für unübertroffen. Nicht totzukriegen. Was sollte da auch kaputt gehen? Er ist bei mir seit 3 Jahren im Dauereinsatz. Ich bin damit zufriedener als mit meinem Technics TD 535 (ein unverhältnismäßig teures und seltenes Gerät).
Nach oben
 

Forum:     Nach oben