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Sam Baskini
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GrammophonTeam
Sa Aug 03 2013, 00:54 Druck Ansicht
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⇒ Mitglied seit ⇐: So Sep 04 2011, 14:54
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Beiträge: 1811
Sam Baskini (eigentlich Samuel Baskind; * 10. August 1890 in Baryssau, Weißrussland; † im 24. November 1980 in Vence, Südfrankreich



Baskini kam um 1920 nach Berlin. Bis 1933 nahm er für zahlreiche Plattenfirmen in Berlin auf. Für diese Aufnahmesitzungen stellte er meist ein Orchester mit Solisten aus anderen Kapellen zusammen, welches auf den Etiketten dann u.a. als “Sam Baskini und seine Jazz-Symphoniker” erschien. Auf Kalliope ist Sam Baskini auch als "Fred Jones" zu finden. Daneben spielte er, neben anderen Tanzorchestern, auf dem Dachgarten des Warenhauses Karstadt in Berlin. Ab 1931 hatte er auch Engagements beim Reichssender Berlin, im Café Berlin und im Europa-Pavillon.

Im Jahr 1931 wirkten Baskini und sein Orchester auch bei den Aufnahmen zu dem Harry Piel-Tonfilm ‘Ombres des bas fonds’ (“Schatten der Unterwelt” auch bekannt als “Der Meisterdieb”) mit.

Nach der Machtübernahme der Nazis musste Baskini, der jüdischer Abstammung war, aufgrund des Verlustes seiner Arbeitserlaubnis Deutschland verlassen.
Nach unterschiedlichen Angaben lebte er zunächst in Argentinien, später in Frankreich.
Musikalisch war ihm nach seinem Weggang nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten keine weitere Karriere beschert.



Happy Feet - Sam Baskini
Kaliope K 1673/6037

Sam Baskini als Fred Jones mit seinen Jazz-Synphonikern
August 1930










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Géczy77
Sa Aug 03 2013, 08:07
⇒ Mitglied seit ⇐: So Sep 02 2012, 21:57
Wohnort: Paderborn
Beiträge: 102
Danke für die interessanten Informationen zu Sam Baskini!
Ich kann inzwischen auch ein paar schöne Platten von ihm mein Eigen nennen. *armen
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berauscht
Sa Nov 19 2022, 00:02
"Urgestein" Autor

⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Jan 06 2010, 21:59
Beiträge: 1830
GrammophonTeam schrieb ...

Nach der Machtübernahme der Nazis musste Baskini, der jüdischer Abstammung war, aufgrund des Verlustes seiner Arbeitserlaubnis Deutschland verlassen.


Am 8. Februar 1933 wurde Samuel Baskind Geschäftsführer der S. Baskind & Co. GmbH in Berlin. Gegengstand des Unternehmens war der Druck, Verlag und Vertrieb mehrsprachiger Zeitungen und Zeitschriften nebst Beilagen und Sonderdrucken, insbesondere der Zeitschriften Internationale Rundschau, International Review, Revue International, sowie von musikalischen und sonstigen Druckschriften, ferner der Herstellung von Klischees und Plakaten und schließlich die Ausführung von fremdsprachlichen Übersetzungen.
Firmensitz war Berlin-Charlottenburg, Kantstraße 71.

Die Firma wurde am 12. Mai 1936 aus dem Handelsregister gelöscht.

Das Telefonbuch verzeichnete Samuel Baskind weiter als Sam Baskini

1934 Baskini Sam, Kapellmeister, Charlottenburg 4, Dahlmannstr. 12, Telefon J7 Hochmeister 1696

1935 Baskini Sam, Kapellmeister, Xantener Straße 15 a, Telefon Olivia 1603
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berauscht
Sa Nov 19 2022, 00:34
"Urgestein" Autor

⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Jan 06 2010, 21:59
Beiträge: 1830
GrammophonTeam schrieb ...

Baskini kam um 1920 nach Berlin.

Von Berlin aus ging Samuel Baskind 1923 in die USA.

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