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Foren > Grammophone > Tischgeräte
Fidelio Elektro 190
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
grammofar
So Jan 05 2014, 01:31 Druck Ansicht
Dabei seit: Do Aug 02 2012, 23:11
Wohnort: 24364 Holzdorf
Einträge: 267
So, mal wieder eine Neuvorstellung von mir. Ich gebe zu, nicht sonderlich aufregend - aber mit dem Auszug aus dem Katalog der Firma Fidelio-Musikwerke, Berlin doch ganz nett.

HERSTELLER: Fidelio Musikwerke, Berlin
MODELL: Elektro 190
SERIENNUMMER:
JAHR: 1928/ 29
DAMALIGER PREIS:
GEHÄUSE: Eiche
PLATTENTELLER: 27 cm
TRICHTER: Intern
MOTOR: Steidinger Doppelfederlaufwerk Nr. 51
SCHALLDOSE: Fidelio Luxus (ähnlich HMV No. 4)

Die Modellbezeichnung "Elektro" bezieht sich nicht etwa auf ein Elektromotor als Antrieb oder eine elektrische Abtastung, sondern auf die damals "neuartige" Schallführung und Schalldose die auf das elektrische Aufnahmeverfahren abgestimmt waren.
Viel Spaß beim betrachten

Beste Grüße
vom www.phonomuseumseeholz,de













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Webseite
joha
So Jan 05 2014, 12:56
Dabei seit: Mo Mär 26 2012, 15:45
Wohnort: Dresden/Sachsen
Einträge: 1004
Schönes nicht so häufig zu finden, das 190 Tischgerät,ich kann alle Angaben nur bestätigen, der Katalog liegt bei mir auch vor.
Gruss joha
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Starkton
So Jan 05 2014, 12:56
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Sehr schön, die Gegenüberstellung des Gerätes mit dem Katalogeintrag. Danke auch für die Abbildung der "auf vollkommen neuen Prinzipien" beruhenden "Tonführung." Eine sehr gewagte Aussage des Werbetextes.

Ich habe noch nie die Schilderung eines zeitgenössischen Verkaufsgesprächs gelesen. Wurden mehrere Geräte gespielt - immer mit der gleichen Platte für die Vergleichbarkeit?! Gab es sowas wie "Vorführplatten"? Der Kunde konnte nicht auf "Stiftung Warentest" oder HiFi-Magazine zurückgreifen, musste also seinen Ohren oder der Überzeugungskraft des Verkäufers vertrauen.
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joha
So Jan 05 2014, 14:55
Dabei seit: Mo Mär 26 2012, 15:45
Wohnort: Dresden/Sachsen
Einträge: 1004
Natürlich gab es Vorführ- Räume in den großen Niederlassungen und Fachgeschäften die, die neuesten Schöpfungen mit autorisierten Personal dem Kunden nahe brachten.
Das Musikhaus Bock allseits bekannt auf Dresdens Prager Strasse hatte eine Etage nur für Geräte und das Zubehör,neben Hörkabinen gab es Podeste auf denen die Neuheiten vorgeführt wurden.
Der Kunde konnte in Ledersesseln Platz nehmen und eine Dame und ein Herr führten das Gerät vor, dafür gab es diese Musterplatten (unverkäuflich) auch Meßtonplatten für die elektrischen Geräte gab es.auch schon.

Zum Kauf gab es zwei Varianten Bar oder Teilzahlungsvertrag sowie Skonto,die neusten Platten zum Sonderpreis beim Kauf,ein Abo für die Monatszeitschrift schließlich war die Anschaffung eines Stand oder Tischgerätes eine höhere Ausgabe und der Kundensevice des Hauses brachte das Gerät in die Wohnung und stellte es auf eine Garantiekarte gab es auch.

Hauptniederlassungen der Odeon,Electrola waren um Kunden sehr bemüht.

Natürlich führte man auch Auslandsmarken im Sortiment wie Columbia und HMV ,Fairmate man unteschied sich deutlich vom Kaufhausbetrieb, denn die Konkurenz war sehr groß, allein auf der Prager Strasse 2 Großkaufhäuser Esders und das Residenz Kaufhaus und viele kleine Musiklalien Handlungen zwangen die Hauptniederlassung dem Kunden eine besondere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, was auch gern von den betuchteren Kunden angenommen wurde.
Nicht umsonst findet man heute immer noch viele Platten mit dem Kleber vom Musikhaus Bock Dresden eine erste Adresse bis 1945.

Dieses Fidelio hatte die neue Tonführung auch als Cobra Trichter bekannt,der Schlagentonarm für Koffer war bereits auf dem Markt,so versuchte man hier die Tonführung ohne Winkel und Kannten in Form eines Cobrakörpers von der Tondose zum Ohr des Hörers zu geleiten, dieser Klang kräftiger als die bisherigen Pappelholz Innentrichter, die Änlichkeit zum HMV ist da nicht von der Hand zu weisen.
Gruss Joha
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