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Foren > Grammophone > Nadeln, Nadeldosen und Zubehör
Seltene Nadeldose der Deutschen Grammophon-A.G. von 1902 mit Originalkarton (1. und 2. Version)
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Starkton
Sa Jan 18 2014, 21:02 Druck Ansicht
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Der Aachener Uhrmacher Gustav Herrmann meldete am 3. Mai 1902 ein Gebrauchsmuster für eine „Nadel mit verstärktem Spitzenkopf für Schallplatten-Phonographen“ an. Herrmann behauptete, dass seine Nadel den Ton erheblich verstärken, und vor allem das kratzende Geräusch beim Abspielen verhindern würde.

Im Herbst 1902 übernahm die Deutsche Grammophon A.G., Tochtergesellschaft der Londoner The Gramophone & Typewriter Ltd., den Alleinvertrieb der Herrmann’schen Nadel. Sie wurden in einem hübschen schwarzen Blechdöschen mit aufgedrucktem „Schreibenden Engel,“ dem eingetragenen Warenzeichen der D.G.A.G., verkauft.



Man beachte beim Firmenaufdruck die alte Form von "Actien-". Diese war bis 1903 noch verbreitet, schon seit 1901 verwendete die D.G.A.G. jedoch meist die neue Schreibweise "Aktien-".



Im Inneren befand sich zwar keine Nadeln mehr, aber zum Glück der originale Papiereinsatz.



Das Döschen konnte einzeln zum Preis von 1 Mark, oder als Set zu fünf Stück mit insgesamt 1000 Nadeln für 5 Mark, umgerechnet 62 Euro, erworben werden. Für dieses Nadel-Set, das weltweit erste seiner Art, wurde ein länglicher, rot eingefärbter Karton mit aufgeklebtem Etikett mit Goldaufdruck entworfen.



Da die D.G.A.G. zu dieser Zeit auch viele ausländische Märkte belieferte war die Kartonbeschriftung in englischer Sprache. In der ersten Version stand auf dem Etikett noch die Empfehlung, die Nadel nur einmal zu verwenden, es sei denn, man würde dieselbe Platte nochmals spielen.



Im deutschen D.G.A.G. Gerätekatalog von April 1903 ist das neue Nadel-Set, vielleicht zum ersten Mal, abgebildet.



Schon bald erkannte man, dass es Verkaufs fördernder wäre, die Beschriftung zu ändern. In der zweiten Version stand auf der Verpackung dann nur noch „use each point once only.“



Seit langem versuche ich vier weitere Döschen im guten Zustand zu bekommen um wenigstens ein Set vollständig zu machen. Eine fast unlösbare Aufgabe. Außer zwei ziemlich abgenutzten Exemplaren habe ich in der ganzen Zeit nichts angeboten gesehen. Hat jemand so ein Döschen in der Sammlung und würde sich davon trennen?

Diese Art der Vermarktung von mehreren Döschen im Set führte schließlich zur großen Nadelausstattung mit fünf verschiedenen Nadelsorten ab dem Jahr 1907: Link - Hier klicken
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Hedensö
So Jan 19 2014, 09:16

Dabei seit: Fr Jan 06 2012, 11:09
Einträge: 903
Interessanter Beitrag
...und danke für die tollen und wertvollen Bilder! Ich denke, was hier im Forum sukzessive an Informationen und Bildmaterial zusammengetragen wird, findet man so perfekt aufbereitet wahrscheinlich nur selten bis nie im www.

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Starkton
Mo Jun 22 2015, 15:30
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
In einem unserer Threads zu Werbeanzeigen Link - Hier klicken habe ich einen besonders frühen Beleg für diese Nadeldose gefunden. Hier ist der betreffende Ausschnitt aus der Berliner Volkszeitung vom 22. März 1903, S. 4


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Phonschorsch
Mo Jun 22 2015, 16:18
Dabei seit: Fr Mai 01 2015, 10:24
Wohnort: 63110 Rodgau - Hessen
Einträge: 79
W u n d e r s c h ö n!

Vielen Dank für das Zeigen. Diese Dosen zu sammeln könnte eine Sucht werden.
Für das Linsengericher Radiomuseum habe ich eine kleine Vitrine gebaut. Da sind einige Dosen zu sehen. Bild werde ich mal nach dem einräumen machen.
Werbung für dieses Portal habe ich reichlich gemacht.

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Webseite
Grammophonteam
Mo Jun 22 2015, 17:40
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2092



Dezember 1902







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Starkton
Fr Feb 05 2016, 16:18
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Von dieser Nadeldose gibt es auch eine etwas spätere Version mit deutscher Beschriftung an der Innenseite des Deckels sowie an der Unterseite des Bodens.


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