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Foren > Firmengeschichte, Labels, Hüllen, und Matrizen > LABELKUNDE - Deutschsprachige Labels und Firmengeschichte > Informationskreis D. Grammophon
Schallplatte zum Thronjubiläum 1913
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Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
grammofar
Mo Feb 03 2014, 12:54 Druck Ansicht
Dabei seit: Do Aug 02 2012, 23:11
Wohnort: 24364 Holzdorf
Einträge: 267
Wer hat Informationen oder historisches Material zu der Jubiläumsplatte von Kaiser Wilhelm II von 1913?
Die Platte wurde von der Deutschen Grammophon hergestellt, sie wurde im Geschenkkarton mit einem Plattentelleraufsatz verkauft.
Der Plattentelleraufsatz war nötig, denn die Platte hatte kein Mittelloch. Statt eines Papieretiketts ist in der Plattenmitte das Profil des Kaisers zu sehen (Kaiser mit einem Loch im Kopf geht ja nun mal schelcht).
Die Platte ist einseitig aufgenommen, auf der Rückseite befindet sich ein Papieretikett welches aussagt, das der Verkaufserlös einer Stiftung zu gute kommt.
Ich habe einmal iwo gehört/ gelesen, das die Platte damals 25 Mark gekostet haben soll.
Wer Infos über Preis, Auflage und Herstellungszeitraum hat möge sich doch bitte melden!


Beste Grüße
N.P.

[ Bearbeitet Mo Feb 03 2014, 13:00 ]
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Starkton
Mo Feb 03 2014, 13:31
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Welche der neun verschiedenen Jubiläumsplatten hast Du denn? Sie sind alle zwischen Ende März und Anfang Mai 1913 aufgenommen worden.

Ich zeige eine Abbildung aus "Die Stimme seines Herrn," der Hauszeitschrift der Deutschen Grammophon A.G. von Juli 1913. Der Preis pro Platte war demnach 8 Mark. Über die Auflage ist nichts bekannt. Die Platten tauchen allerdings recht häufig auf. Hatte selbst schon einige. Schön ist, wenn der Plattentelleraufsatz aus schwarzlackiertem Blech noch die grüne Papiermatte hat. Die fehlt oft, oder ist zerknittert.

Üblicherweise kosten solche Platten ein paar hundert Euro, je nach Erhaltungszustand vor allem auch des runden Kartons. Eine ist sogar mal für 3000 Dollar verkauft worden, wobei ich das für einen Fake halte.

Manchmal findet man Platten mit nachträglich gebohrtem Mittelloch, um sie auch ohne Hilfsteller abspielen zu können. Ich nenne sie "durchbohrter Wilhelm," weil im Relief des Kaisers ein hässliches Loch zu sehen ist. Barbaren!



PS: Hier ist noch was ganz ungewöhnliches, eine der Jubiläumsplatten von 1913 in Kupfer. Kann sein, dass jemand ein Galvano von einem Schellackoriginal abgenommen hat.








[ Bearbeitet Mi Dez 14 2016, 17:39 ]
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grammofar
Mo Feb 03 2014, 14:46
Dabei seit: Do Aug 02 2012, 23:11
Wohnort: 24364 Holzdorf
Einträge: 267
Ersteinmal Danke...

ich werde am Mittwoch mehr posten...dann kann ich auch Fotos machen. mein Wilhelm ist auch durchbohrt, trotzdem aber komplett mit Karton, Papiereinlage und Aufsatz.
Dazu habe ich aber noch etwas bekommen...und zwar eine "Mutter"...also die Vorlage für die Fertigung von Matritzen....und die Mutter gehört zum Aveläuten, so ist es eingepresst.
Sollte nicht sehr häufig sein, denke ich.

Mittwoch mehr...!

LG
N.P.

[ Bearbeitet Mo Feb 03 2014, 14:50 ]
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Starkton
Mo Feb 03 2014, 15:23
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
grammofar schrieb ...

Dazu habe ich aber noch etwas bekommen...und zwar eine "Mutter"...also die Vorlage für die Fertigung von Matritzen...

Sieht sie ähnlich aus wie das Kupfergalvano welches ich oben gepostet habe? Ich bin gespannt auf Deine Fotos.
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_-_-_
Mo Feb 03 2014, 18:17
Dabei seit: Do Mai 12 2011, 09:46
Einträge: 270
M 040748 - Grammophon-Orchester - Glockengeläute der Garnisonskirche zu Potsdam und Hohenfriedberger Marsch
Quelle: Link - Hier klicken

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Musikmeister
Mo Feb 03 2014, 19:34
Autor
Dabei seit: So Aug 21 2011, 21:23
Wohnort: Hamburg
Einträge: 938
Hier stellt Rainer Lotz sein Exemplar vor (ab 0:22): Link - Hier klicken

[ Bearbeitet Mo Feb 03 2014, 19:39 ]
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Starkton
Mo Feb 03 2014, 19:59
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
_-_-_ schrieb ...

M 040748 - Grammophon-Orchester - Glockengeläute der Garnisonskirche zu Potsdam und Hohenfriedberger Marsch

Hat bei ebay immerhin 251 Euro gebracht. Interessant ist die handschriftlich eingetragene Preisangabe von 6.50 Mark auf dem aufgeklebten Etikett. Offenbar wurde der Verkaufspreis nach einer Weile herabgesetzt. Das ging nur, wenn die Grammophongesellschaft dem ausdrücklich zustimmte, denn Preisnachlässe waren streng verboten und führten zum Ausschluss des Händlers.

[ Bearbeitet Mo Feb 03 2014, 20:01 ]
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gramofan
Mo Feb 03 2014, 20:16
Dabei seit: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Einträge: 918
Ein Exemplar stand mal eine ganze Weile hier in Berlin in einem der Trödelläden unter der S Bahn beim Bahnhof Friedrichstraße zum Verkauf aus (undurchbohrt mit rundem Karton). Sollte damals (vor ungefähr 15 Jahren) 550 DM kosten, wenn ich mich recht erinnere. Nach ein paar Monaten war es dann weg.

[ Bearbeitet Mo Feb 03 2014, 22:28 ]
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Starkton
Mo Feb 03 2014, 20:37
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
gramofan schrieb ...

Ein Exemplar stand mal eine ganze Weile hier in Berlin in einem der Trödelläden unter der S Bahn beim Bahnhof Friedrichstraße zum Verkauf aus (undurchbohrt mit rundem Karton). Sollte damals (vor ungefähr 15 Jahren) 550 DM kosten, wenn ich mich recht erinnere. Nach ein paar Monaten war es dannw weg.

Ich erinnere mich sehr gut ;-]
Ein Freund gab mir den Tipp. Ist aber noch keine 15 Jahre her. Ich habe diese Platte damals etwas günstiger bekommen und einige deutsche Edison Walzen obendrauf. Getauscht habe ich sie kurz darauf mit einem Händler gegen eine sehr seltene Platte. Letztlich hat sie dem Händler, der vermutlich Summen wie die oben genannten 3000 Dollar im Sinn hatte, aber doch nicht den gewünschten Gewinn eingebracht.
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_-_-_
Di Feb 04 2014, 09:26
Dabei seit: Do Mai 12 2011, 09:46
Einträge: 270
Starkton schrieb ...

_-_-_ schrieb ...

M 040748 - Grammophon-Orchester - Glockengeläute der Garnisonskirche zu Potsdam und Hohenfriedberger Marsch

Hat bei ebay immerhin 251 Euro gebracht. Interessant ist die handschriftlich eingetragene Preisangabe von 6.50 Mark auf dem aufgeklebten Etikett. Offenbar wurde der Verkaufspreis nach einer Weile herabgesetzt. Das ging nur, wenn die Grammophongesellschaft dem ausdrücklich zustimmte, denn Preisnachlässe waren streng verboten und führten zum Ausschluss des Händlers.

Ist mir auch aufgefallen. Das ist wirklich interessant zu wissen.
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grammofar
Mi Feb 05 2014, 18:02
Dabei seit: Do Aug 02 2012, 23:11
Wohnort: 24364 Holzdorf
Einträge: 267
...und hier nun die Bilder von der "Mutti"

Bilder von der Jubiläumsplatte habe ich nun nicht gemacht, ich hatte keine Lust die aus der Vitrine zu nehmen. Aber ich denke das vorhandene Bild in diesem Thread reicht aus.

Link - Hier klicken









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Willi-H-411
Mi Feb 05 2014, 20:00
Dabei seit: Mi Okt 12 2011, 11:42
Wohnort: Ruhrpott
Einträge: 1365
Davon eine Preßmatrize herstellen und dann Platten pressen...

Hast du die "Mutti" mal abgespielt?

VG Willi
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grammofar
Mi Feb 05 2014, 20:10
Dabei seit: Do Aug 02 2012, 23:11
Wohnort: 24364 Holzdorf
Einträge: 267
Nein, bisher ist Mutti in die Ausstellung gewandert. man muss sich erstmal iwas basteln um die abspielen zu können. Mit dem dicken Rand hat die um die 38 cm Durchmesser und kein Mittelloch :)
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Willi-H-411
Mi Feb 05 2014, 20:30
Dabei seit: Mi Okt 12 2011, 11:42
Wohnort: Ruhrpott
Einträge: 1365
Das mit dem fehlenden Mittelloch wäre z.B. bei einem Dual-Plattenspieler kein Problem, da man die Mittelachse rausnehmen kann. Die 38 cm Durchmesser sind da schon schwerer zu bewerkstelligen.
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Starkton
Mi Feb 05 2014, 22:59
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Sehr interessantes und außergewöhnliches Stück! Vielen Dank fürs Zeigen. Darf ich fragen wie Du dran gekommen bist?

Ich kann mir gut vorstellen, dass die Grammophongesellschaft damals einen kompletten Satz, d.h. Wachs, Vater, Mutter, Pressstempel und fertige Platte in die Ausstellung eines technischen Museums gegeben hat.
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grammofar
Do Feb 06 2014, 18:52
Dabei seit: Do Aug 02 2012, 23:11
Wohnort: 24364 Holzdorf
Einträge: 267
...das Stück stammt über einige Umwege direkt von der Deutschen Grammophon ;)
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Reinhard5565
Fr Jan 29 2016, 16:50
Gast
Hallo,

bin auf der Suche nach einer Jubiläumsplatte incl. Box. Wenn Sie diese verkaufen würden, wäre ich sehr interessiert. Zahle sehr gut.

Freundliche Grüsse


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Reinhard5565
Fr Jan 29 2016, 16:52
Gast
Hallo,

bin auf der Suche nach einer solchen Jubiläumsplatte mit Box und zahle sehr gut. Wenn jemand etwas weiß, bitte melden. Vielen dank. Grüsse an alle.

Üblicherweise kosten solche Platten ein paar hundert Euro, je nach Erhaltungszustand vor allem auch des Kartons. Eine ist sogar mal für 3000 Dollar verkauft worden, wobei ich das für einen Fake halte.

Manchmal findet man Platten mit nachträglich gebohrtem Mittelloch, um sie auch ohne Hilfsteller abspielen zu können. Ich nenne sie "durchbohrter Wilhelm," weil im Relief des Kaisers ein hässliches Loch zu sehen ist. Barbaren!



PS: Hier ist noch was ganz ungewöhnliches, eine der Jubiläumsplatten von 1913 in Kupfer. Kann sein, dass jemand ein Galvano von einem Schellackoriginal abgenommen hat.







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Reinhard5565
Fr Jan 29 2016, 16:53
Gast

Hallo,

würden Sie die Jubiläums-Matrize verkaufen? Gibt es eine Box dazu? Vielen dank.
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