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Foren > Musik, Tanz, Theater und Tonfilm > Auftrittsorte der Künstler
Haus Gurmenia / Haus Germania - Berlin
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Grammophonteam
Di Feb 11 2014, 19:57 Druck Ansicht
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2090
Vergnügungspalast in direkter Nähe zum Kurfürstendamm und Bahnhof Zoo. Erbaut ab 1928 von dem Architekten Leo Nachtlicht im Art Déco. Eröffnung im März 1929. Vor allem der große Wintergarten der Dachterrasse bot Orchestern Auftrittsmöglichkeiten.



c. Dezember 1929


Der Betrieb umfasste hinter einer einheitlichen Fassade mehrere Lokale mit jeweils eigenem Charakter. In dem dreigeschossigen Haus mit Dachterrasse befanden sich ein American Buffet, das Cafe Berlin, das Weinrestaurant Traube, die Bierstube Stadt Pilsen, ein Feinkostgeschäft sowie ein englischer Tee-Salon.





Im Winter 1929/30 spielte auf der Dachterrasse z.B. das Orchester Lud Gluskin, gefolgt von weiteren internationalen Orchestern.



Die Kapelle des Engländers Syd Roy im Dachgarten, 1930
Bildquelle: mgthomas Link - Hier klicken


Noch vor 1933 Umbenennung in Haus Germania. Starke Schäden im Krieg. 1955 erfolgte der Abriss.

Grüße
Yannick
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Allotria
Mi Feb 12 2014, 10:09
Gast
Hier weitere Bilder aus dem Haus Gourmenia / Germania:

Quelle: Tanzdielen und Vergnügungspaläste, Edition Hentrich

Man kann sehr gut die Werbung für das Orchester Lud Gluskin erkennen








Café Berlin (im Haus Gourmenia)







[ Bearbeitet Mi Feb 12 2014, 10:19 ]
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Allotria
Mi Feb 12 2014, 10:19
Gast
Hier nun Bilder aus meiner Sammlung:

Kapelle Wilfried Krüger im Haus Germania (hier im Weinrestaurant Traube). Er spielte dort 13 Jahre lang (ab 1930 bis zur Zerstörung 1943).





Platte von Krüger mit Werbung: Weinhaus Traube





Haus Germania, Innenansicht Weinrestaurant Traube:










Haus Germania, Dachgarten:






[ Bearbeitet Mi Feb 12 2014, 18:14 ]
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Grammophonteam
Mi Feb 12 2014, 10:51
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2090
Sehr interessant die Werbung für Lud Gluskin im Cafe Berlin (im Haus Germania).
Dieses Gastspiel (Gluskins zweites in dem Haus) fand im November 1930 statt. Deutlich ist zu lesen ...im Haus Germania. Die Umbenennung fand also im laufe des Jahres 1930 statt. Danke!
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berauscht
Mi Feb 12 2014, 12:11
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1495
Die Tango-Kapelle Manuel Romeo spielte auch im Haus Gourmenia.

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Allotria
Mi Feb 12 2014, 15:05
Gast
Er spielte natürlich auch dort:


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Barnabás
Mi Feb 12 2014, 21:27
Dabei seit: Mi Jul 04 2012, 20:37
Einträge: 659
Da sich das Thema richtig gut entwickelt, hier mein Beitrag.
Eine Frontansicht des "Weinrestaurant Traube".
In diesem Lokal spielte neben Krüger auch Boulanger.
Gruss B.



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Grammophonteam
Mi Feb 12 2014, 21:46
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2090
Interessant im Detail:





Weinrestaurant Traube
Der subtropische Garten

Gut essen und trinken...
und doch preiswert
bei guter Musik
in einem der schönsten Räume der Welt!

Hier im
Weinrestaurant Traube
Ab 10 Uhr Montags Geöffnet


Auch wen sich der Gourmet Tempel Haus Germania dem guten Essen verschrieben hat - gutes Essen und gute Musik gehören einfach zusammen...
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Allotria
Do Feb 13 2014, 08:40
Gast
Hier Reklame für Sam Wooding: (aus: Tanzdielen und Vergügungspaläste)













[ Bearbeitet Do Feb 13 2014, 08:42 ]
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Allotria
Fr Feb 14 2014, 20:13
Gast
Hier ein hochaufgelöstes Foto von der Gebäudefront (Foto anklicken):




[ Bearbeitet Fr Feb 14 2014, 20:14 ]
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Allotria
Sa Feb 15 2014, 20:08
Gast
Hier zwei weitere Bilder:







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Musikmeister
So Apr 13 2014, 22:04
Autor
Dabei seit: So Aug 21 2011, 21:23
Wohnort: Hamburg
Einträge: 961


Werbung für das Weinrestaurant "Traube", Januar 1927
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jitterbug
Mo Apr 14 2014, 13:41
Dabei seit: Mi Mär 27 2013, 16:49
Wohnort: Berlin
Einträge: 383
Im Februar 1932 ging Professor Alfred Richter (Solist/Klarinette an der Städtschen Oper Berlin) mit seinen Schüler der Berliner Musikhochschule ins Café Berlin zu LUD GLUSKIN.

Mit dem Hinweis, dies sei das Modernste und beste an Tanzmusik, das man hören könne, spitzte der junge FRANZ KLEINDIN die Ohren und versuchte bereits während des Abends, Tricks der swingenden modernen Tanzmusik zu erfahren.

Der Abend hinterließ bleibende Spuren und FRANZ KLEINDIN versuchte, in seinen bald folgenden Arrangements während seiner Tätigkeit für JOE BUND, HERMANN ROHRBECK und ILJA LIVSCHAKOFF und TEDDY STAUFFER, immer moderne Tanzmusik mit der bouncenden Rhythmik der GLUSKIN-Band einzuarbeiten.

Tatsächlich fällt seine modernen Handschrift auf, z. B. bei seinen Arrangements für Plattenaufnahmen mit HEINZ WEHNER ("By By Blues", "Mein Leben ist voller Sehnsucht") und ALBERT VOSSEN ("Entzückende Frau") und KURT WIDMANN ("Zum Abschied reich' ich dir die Hände"), KURT HOHENBERGER ("Das alte Spielmannslied", ""Melodie").

Diese Infos stammen aus einem Brief von FRANZ TEDDY KLEINDIN, den er mir 1990 schrieb und in dem er sich begeistert an LUD GLUSKIN erinnert.

Mit diesen Informationen datiere ich das unten abgebildete kolorierte Bild auf Anfang 1932 als LUD GLUSKIN im "Café Berlin" auftrat. Die Reklame ist die gleiche, die wir auf dem interessanten schwarz-weiß-Bild mit einer Tagesaufnahme weiter oben sehen.

Diese Karte aus meinem Besitz zeigt ein wenig die Atmosphäre der gesamten Bebauung mit dem "Ufa-Palast am Zoo" und dem "Capitol", bis hin zu den "Wilhelmshallen". Alles in allem war der Platz eine neo-romanische Trutzburg, die eher bedrückend gewirkt haben muss. So war das "Haus Germania" ("Gourmenia" ein Lichtblick in aufgelockerter Stahl-/Glas-Bauweise, der im Stile der "neuen Sachlichkeit" etwas Auflockerung in die dunkle Sandsteinromantik des Auguste-Viktoria- (heute Breitscheid-) Platzes brachte.

An der Stelle des Baus steht heute das gerade wieder eröffnete und sanierte "Bikini-Haus".


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Grammophonteam
Do Nov 20 2014, 15:46
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2090
Die Umbenennung von G(o)urmenia in Haus Germania hing wohl mit der wirtschaftlichen Situation des Betriebes zusammen. Erst im März 1929 eröffnet, geriet das Betreiberkonsortium Ende des Jahres in Zahlungsschwierigkeiten. Dies gipfelte in einer Pfändung durch die Stadt Berlin (Lustbarkeitssteuer) während des laufenden Betriebs am 8. Januar 1930. "Kleingläubiger" erhielten Einlagen bis 500.- Mark, die Investoren nur 20% des eingesetzten Kapitals zurück. Haus Gurmenia ging an einen Hotelbetreiber aus München, der Schulden bis zur Höhe von 1,2 Millionen Mark übernahm. Unter dem neuen Besitzer erfolgte noch 1930 die Umbenennung in Haus Germania.



9. Januar 1930




8. Februar 1930



19. Februar 1930
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Grammophonteam
Sa Feb 07 2015, 20:57
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
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Haus Germania um 1932
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