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Foren > Grammophone > Technik
Grammophon mit 2 Tonarmen- Technik und Funktion? Bastlerarbeit?
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
unimoc
Mi Mär 12 2014, 01:19 Druck Ansicht
Gast
Bitte verzeiht meine nachlässige groß-klein schreibung, aber ich habe zur zeit einen arm in gips...

Hallo liebe Foristen
mir wurde ein eigentümlicher Grammophonschrank angeboten, über den ich jetzt von Experten etwas erfahren möchte, nachdem der Anbieter da etwas schwammig argumentiert hatte.


der schrank hat eine gewöhnliche schalldose, daneben einen zweiten tonabnehmer (Telefunken) , dessen dräte darauf hinweisen, daß dieser irgendwo angeschlossen werden muß. der besitzer habe diesen nun mit einer modernen (!) lp getestet und es liefe ganz gut- aber das ganze hat nur eine kurbel, keinenelektro- motor...

daher meine fragen:
hatte daran schon früher jemand gebastelt oder soll das so original sein?
was ist das für ein elektrischer tonabnehmer?
wie soll das ganze funktionieren, wenn kein gerät da ist, welches die impulse in töne wandelt
wie soll es gehen, das ganze nur mit kurbel zu bedienen- außer mit standfestigkeit und langmut-gerade mei langspielplatten


liebe grüße,
Jens






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Gast
Mi Mär 12 2014, 04:40
Gast
Hallo und Guten Morgen !

Das Grammophon wurde nachträglich zusätzlich mit einem elektrischen Tonarm ausgestattet.
Solche Tonarme konnte man kaufen, es gab sie von vielen Firmen.

Dieser zusätzliche Tonarm konnte an ein Radio angeschlossen werden und die Verstärkung des Signals erfolgt durch das Radio.

Das Grammophon muß trotzdem nach jeder Platte aufgezogen werden.

Beide Tonarme brauchen jeweils eine neue Stahlnadel nach dem Abspiel einer Plattenseite.
Beide Tonarme sind ausschließlich für Schellackplatten benutzbar, also nicht für Langspielplatten aus Vinyl. Diese werden sofort durch die Nadel und die Schwere der Tonarme zerstört.

Der zusätzlich eingebaute, elektromagnetische Tonarm erhöht den sammlerischen Wert des Gerätes nicht.
Solche zusätzlichen Einbauten sind nicht selten, oder besonders interessant.

Und nochmal ganz deutlich: mit diesem Grammophon KANN keine moderne Langspielplatte abgespielt werden, das ist technisch unmöglich.
Außerdem dreht sich eine LP mit 33 Umdrehungen, das Grammophon kann nur 78 Umdrehungen. An dem Geschwindigkeitsversteller können nur wenige Umdrehungen + 78 - geregelt werden.

Gruß, Nils
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joha
Mi Mär 12 2014, 08:51
Dabei seit: Mo Mär 26 2012, 15:45
Wohnort: Dresden/Sachsen
Einträge: 1004
Hallo Jens,
leider ist Dein Grammophonschrank nicht mehr Orginal.
Das Gerät stammt aus der Zeit um 1929,und hatte einmal 4 Beine,die wurden abgesägt.
Die Proportionen stimmen demzufolge nicht mehr.
Der Umbau auf einen elektrischen Tonabnehmer war in der Zeit möglich, da die Entwicklung,der Radiotechnik rasant voran ging. Da keine Marke erkennbar ist, nur ein Händlerzeichen im Deckel ist es schwer den Hersteller zu ermitteln,es gab viele Hersteller die solche Standgrammophone vertrieben haben.
Wie Kollege Nils schon beschrieben hat, auf diesem Gerät ist nur das Abspielen von Schellackplatten möglich.
Ob sich ein Aufbau des Gerätes durch einen Möbeltischler lohnt, ist fraglich,er müsste die Beine nach dem Orginalvorbild neu anfertigen,damit das Gerät auch wieder seine richtige Standhöhe bekommt.Die geschwungenen Beine geben dann ein neues Gesammtbild,da gab es verschiedene Varianten,in den alten Katalogauszügen kann man schauen, wie es mal ausgesehen haben kann.
Gruss Joha
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Arto
Mi Mär 12 2014, 16:03
Dabei seit: Di Jan 07 2014, 01:33
Wohnort: z.Z. Dänemark
Einträge: 186
Die einzige andere Möglichkeit wäre, dass der zusätzliche Tonarm in der Tat ein Aufnahmetonarm ist. Ich habe jedoch vergebens nach einem mechanischen Stecker für eine biegsame Welle gesucht, die sich hinten am Tonarm befinden sollte, um eine Verbindung zur Plattentellerachse zu geben. Also: kein Aufnahmegerät, sondern Selbstbau. Etwas wie das Bild hier. Ach, es hat nicht getaugt, also muss ich noch ein Antwort schicken mit Bild.

[ Bearbeitet Do Mär 13 2014, 22:15 ]
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Arto
Mi Mär 12 2014, 21:10
Dabei seit: Di Jan 07 2014, 01:33
Wohnort: z.Z. Dänemark
Einträge: 186
Schamvoll muss ich zustehen, dass die Quelle nicht vor mir liegt, und ich muss nachschlagen. Also noch eine Änderung später!



Ich hatte keinen Erfolg, aber glücklicherwise habe ich mehrere Bücher über Selbstaufnahme, und ich konnte das Bild auch hier finden: Abb. 17, S. 47 in Fr. Willy Frerk: "Selbstaufnahme von Schallplatten. Eine Anleitung für Phono- und Tonfilm-Amateure", Photokino-Verlag G.M.B.H., Berlin 1935 (2. verbesserte Auflage).
Alles geregelt!

[ Bearbeitet Do Mär 13 2014, 22:27 ]
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