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Foren > Schellackplatten > Digitalisierung und Klangrestaurierung
Vorstellung eines neuen Keramiksystems (Nachbau des Dual CDS-660)
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
Willi-H-411
Mi Mär 19 2014, 09:43 Druck Ansicht
Dabei seit: Mi Okt 12 2011, 11:42
Wohnort: Ruhrpott
Einträge: 1365
Heute möchte ich ein neues Keramiksystem vorstellen: Ein Nachbau des Dual CDS-660.

Ich hatte mich zunächst bei Hifi Phono House über die Qualität dieses Teils informiert. Dort sagte man mir, daß es vom selben Hersteller produziert wird, der auch seinerzeit das Original-System gefertigt hatte. Nun, erzählen kann man viel, ich wollte es genau wissen und habe mir diesen Nachbau dort bestellt.

Am Sonntag konnte ich es dann auch ausprobieren. Die Qualität hat mich mehr, als überrascht. Der Klang ist dem des Originals um Längen überlegen. Der Frequenzgang ist sehr gleichmäßig. Die Höhen der Musik kommen sehr gut rüber, und die Nebengeräusche sind deutlich geringer, als beim Original. Beide mit derselben Nadel verglichen - nicht nur mit der gleichen, also einer identischen.

Der Preis ist sehr moderat: 29,90 Euro

Was vor allem bei diesem System sehr wichtig ist: Es handelt sich um ein System mit dem typischen Dual-Klick Anschluß. Es liegt aber ein Adapter bei, mit dem man das System an 1/2 Zoll Headshells montieren kann. Dieser ist im Preis inbegriffen.

Weiter unten habe ich zwei Tonbeispiele gebracht, um den klanglichen Unterschied dieser beiden Systeme zu zeigen. Eines ist von 1927, das andere von ca. 1953.

Doch zunächst einmal ein paar "optische" Eindrücke der beiden Systeme.

Zuerst einmal das unterschiedliche Rauschverhalten (Einlaufrille).

So sieht in der Frequenzanalyse der "Rauschteppich" des Original CDS-660 aus:




Und so mit dem Nachbau:



Diese beiden Beispiele stammen von der Platte von 1927. Ähnlich verhält es sich auch bei der Platte von 1953.

Zunächst einmal wieder das CDS-660:




Und hier der Nachbau:




Und so sehen die Stücke im Ganzen in der Frequenzanalyse aus.

1927; CDS-660:




1927; Nachbau:




1953; CDS-660:




1953; Nachbau:




Es ist deutlich zu erkennen, daß das Original-System im Bereich von ca. 5.000 Hz bis 11.000 Hz die Frequenzen stark anhebt, obwohl ich die Einstellungen meines Entzerrers ( Link - Hier klicken ) so gewählt hatte, daß die Musik in etwa gleichklingt. Trotzdem werden die Störgeräusche (Knistern und Plattenrauschen) sehr laut wiedergegeben.


Gleiches sieht man auch in der Spektralansicht.

1927; CDS-660:




1927; Nachbau:




1953; CDS-660:




1953; Nachbau:




Es ist zu erkennen, daß der Frequenzgang des Nachbaus wesentlich gleichmäßiger ist, als der des Original-Systems.

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Alles in allem kann ich dieses System nur weiterempfehlen. Es hat einen sehr guten ausgewogenen Klang. Gleichzeitig bietet es den "typischen Komfort eines Keramiksystems": Da es eine Wendenadel hat, kann man sich eine solche mit einer 65µm und einer 100µm Nadel anfertigen lassen und kann somit sehr komfortabel die jeweilige Nadel für die jeweilige Platte auswählen.


Tonnadel (65µm und 100µm): Link - Hier klicken (Man muß ihn anschreiben und die gewünschte Nadel bestellen)


VG Willi


[ Bearbeitet Do Jan 04 2018, 18:36 ]
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veritas
Mi Mär 19 2014, 10:48
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 457
Eine sehr ausführliche Analyse! Damit ist auch endlich die oft vertretene Meinung widerlegt, daß Nachbauten grundsätzlich schlechter klingen als ihre Originale.



Grüße, Norman
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