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Foren > Grammophone > Koffergeräte und Spielzeuggrammophon
Olsophon Koffergerät
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
SchellackFan85
Mo Nov 24 2014, 14:00 Druck Ansicht
Dabei seit: Mo Mai 05 2014, 11:30
Wohnort: Munich
Einträge: 96
HERSTELLER: Olsophon
MODELL: Unbekannt
SERIENNUMMER: Unbekannt
JAHR: ca. 1928 bis 1935
DAMALIGER PREIS: Unbekannt
GEHÄUSE: Holz mit Kunstleder
PLATTENTELLER: Gußeisen mit selbstklebender Filzauflage
TRICHTER: Innen aus Blech
MOTOR: Einfedermotor mit der Nummer 115
SCHALLDOSE: No Name mit Glimmermembran

INTERESSANTE DETAILS:
Dieses Modell kommt aus dem Fundus meiner Tante, die es vor Jahren von Ihrer Großmutter geerbt hat. Irgendjemand muss mal daran herumgebastelt haben, der Plattenteller liegt ziemlich hoch und die meisten Schrauben wurden durch Spax ersetzt.
Die Plattenbremse wurde aufgrund des höheren Plattentellers einfach umgedreht, da sie sonst unwirksam gewesen wäre. Es gibt eine eingebaute Nadeldose, die man mit einem Drehknopf "herbeizaubern" kann. Auf der Unterseite des Plattentellers wurde ein Firmenlogo, ein Stern mit einem "W" oder eher "M" und diverse Zahlen (2. und 200) in den Guß mit eingebracht. Zu guter letzt gibt es im Kofferdeckel noch eine Plattenhalterung, die man per Schnapper öffnen kann.









Wenn jemand noch ein paar Infos beitragen könnte, wäre das Klasse.
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Gast
Mo Nov 24 2014, 15:01
Gast
Das ist ja wirklich interessant!
Mein Koffergerät von Parlophon hat genau die selbe Bauweise!
(Abgesehen davon, das Irgendjemand mal Ecken ergänzt und den Tragegriff erneuert hat, und das bei mir auch eine Parlophon-Dose verbaut ist!)
Wirklich faszinierend, wie sich die Geräte doch ähneln:


Dein Gerät:




Mein Gerät:





Anbei gleich die Warnung: Dieses Gerät ist auch bei perfekt restaurierter Schalldose ein echter Plattenvernichter! Also eher was zum anschauen, oder du legst dir ein paar ausgelutschte oder nicht so Wertvolle Platten (z.b. Polydor-Sternchen) zum Vorführen beiseite.

Liebe Grüße, Ludwig
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SchellackFan85
Mo Nov 24 2014, 15:17
Dabei seit: Mo Mai 05 2014, 11:30
Wohnort: Munich
Einträge: 96
Ja das nenn ich mal wirklich Interessant !
Ich hab das Gefühl, entweder ist es ein Klon oder es wurde von einer Firma mit mehreren Labeln verkauft.
Was natürlich auch sein kann, dass eines der beiden (ich schätze eher das Olsophon) ein falsches Etikett trägt.
Hier mal ein größeres, leider etwas unscharfes Bild des Olsophon Labels:

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joha
Di Nov 25 2014, 11:02
Dabei seit: Mo Mär 26 2012, 15:45
Wohnort: Dresden/Sachsen
Einträge: 1004
Hallo zusammen,
diese in großen Stückzahlen von unterschiedlichen Herstellern gefertigten preiswerten Koffer, kann man natürlich nicht als -Plattenvernichter- bezeichnen.
Das wäre aus heutiger Sicht jedes mechanische Grammophon.
Dieser Koffer stammt aus der Zeit zwischen 1926 bis 1930 und entspricht der damaligen Massenproduktion am Fließband,für einen geringen Endpreis waren die Geräte im Handel,es ist nicht mit den Geräten der Markenhersteller vergleichbar.Musikalienhandlungen verkauften diese Geräte meist unter Eigennamen.
Wenn man sich das Gerät anschaut, sollte es erst einmal wieder in den Zustand versetzt werden, in dem es eigentlich ordungsgemäß funktioniert.
Das bedeutete Reinigung ,Ergänzung der Teile die dort verbastelt wurden.
Dann ist auch die Funktion für die es konstruiert war,eine Platte abzuspielen auch gewährleistet.
Dafür war es bestimmt.
Das es heute mehr ein Anschauungsobjekt ist,versteht sich von selbst.
Also erst mal das Gerät richtig zusammenbauen, Fliehkraftregler justieren,Dose überholen,Tonarmlagerung überprüfen,Werk neu fetten und säubern,Motor in die richtige Höhe bringen, dann funktioniert es auch ordentlich.
Die Schwäche dieser Koffer ist meist ein kippelnder Tonarm der immerhin recht schwer ist und um die 190g auf die Platte bringt,die Platten bekommen schnell graue Rillen.
Gruß Joha

[ Bearbeitet Di Nov 25 2014, 11:04 ]
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Gast
Di Nov 25 2014, 19:45
Gast
Hallo Joha,
auch wenn ich einem Profi wie dir nur äußerst ungern widerspreche, und mich gerne eines besseren belehren lasse,muss ich hier protestieren. Du hast natürlich recht, dass so gesehen jedes Mechanische Grammophon ein Plattenfresser ist, ich habe es bei diesem Gerät nur besonders hervorgehoben, da es hier aus meiner Sicht im gesonderten Maße zutrifft.
Nicht nur die Problematik des hohen Auflagegewichtes der Nadel macht das Gerät aus meiner Sicht zu einem Plattenfresser, es gibt da noch ein wesentlich größeres Problem. Ich besaß bis vor kurzem noch ein zweites und ebenfalls genau baugleiches Gerät, und beide hatten ein gleiches großes Manko:
Trotz kompletter Reinigung und Schmieren und Ölen aller zu schmierenden bzw. zu ölenden Teile wird das (anscheinend zu weiche) Blech der Tonarmhalterung, welches lediglich mit der Motorenplatte verlötet ist sehr schnell rau. dies liegt daran, dass der Tonarm in dieser Halterung nur von zwei Stiften getragen wird, welche aus härterem Material als das Blech (vermutlich eine Art Weißblech) sind. So wird der Ring der Halterung auch bei guter Ölung/Schmierung sehr schnell rau oder riefelig, der Tonarm bleibt sehr schnell hängen, und die Rillen werden nicht nur grau, sondern bekommen durch das hängenbleiben und überspringen in die vorherige Rille schnell einen Knacks, an dem die Nadel dann immer hängt. Dieses Problem löste ich bei dem einen Gerät seinerzeit durch einlegen eines passend zugestanzten Edelstahlrings, welcher eine festere und glattere Oberfläche schuf. Auf dauer geht das dann aber auf die Stifte im Tonarm, und original ist es auch nicht mehr. Mein persönliches Fazit: Ein schönes Gerät zum angucken, zum regelmäßigen abspielen der Platten wie jedes andere mechanische Gerät nicht unbedingtl zu empfehlen, höchstens zum vorführen der Funktion.
Hier noch eine provisorische Skizze, welche das Problem der Halterung vielleicht verständlicher macht:





Interessant wäre noch zu erfahren, ob die Halterung bei dem Gerät von SchellackFan85 gleich gebaut ist. Jedenfalls ist die Diskussion schon jetzt äußerst Interessant.
Noch einen schönen Abend allerseits!
LG. ludwig
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Starkton
Di Nov 25 2014, 20:45
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
joha schrieb ...

-Plattenvernichter-
Das wäre aus heutiger Sicht jedes mechanische Grammophon.

Das sehe ich als Sammler der reichlich Erfahrung im Abspielen von Schallplatten auf Grammophonen hat natürlich anders. Grammophone sind zuallererst keine "Vernichter", sondern eine wunderbare Möglichkeit Platten zu hören.

Natürlich passt nicht jede Platte auf jedes Grammophon, deshalb sollte man sich ausreichend mit der Materie auskennen, aber wenn Tonträger und Abspielgerät harmonieren hat man sehr lange Freude an beidem.
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alang
Di Nov 25 2014, 23:36
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 564
Starkton schrieb ...

joha schrieb ...

-Plattenvernichter-
Das wäre aus heutiger Sicht jedes mechanische Grammophon.

Das sehe ich als Sammler der reichlich Erfahrung im Abspielen von Schallplatten auf Grammophonen hat natürlich anders. Grammophone sind zuallererst keine "Vernichter", sondern eine wunderbare Möglichkeit Platten zu hören.

Natürlich passt nicht jede Platte auf jedes Grammophon, deshalb sollte man sich ausreichend mit der Materie auskennen, aber wenn Tonträger und Abspielgerät harmonieren hat man sehr lange Freude an beidem.


Da muss ich absolut zustimmen. Zum einen sind Grammophone mechanische Wunderwerke, die nach ueber 100 Jahren Platten hervorragend und auch relativ schonend abspielen koennen. Wie jedes mechanische Geraet muss das Grammophon natuerlich ordentlich gewartet und eingestellt sein. Auch gibt es natuerlich technische Unterschiede zwischen hochwertigeren und billigeren Geraeten. Trotzdem zeigt allein die Tatsache, dass wir heute noch hunderttausende von sehr gut erhaltenen 78ern finden davon, dass die "Plattenfresser" Geschichte so nicht stimmen kann. Diese Geschichte kommt vor allem daher, dass ungluecklicherweise Nadeln oft jahrelang nicht ausgetauscht wurden und somit natuerlich die Platten "gefressen" haben. Mit einem guten Grammophon und immer neuer Nadel (am Besten Soft Tone) halten Schellacks aus der korrekten Periode mit Sicherheit nochmal hundert Jahre. Welches andere Medium und Abspielgeraet kann das von sich sagen?

Andreas
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SchellackFan85
Mi Nov 26 2014, 08:34
Dabei seit: Mo Mai 05 2014, 11:30
Wohnort: Munich
Einträge: 96
Na da hab ich ja wieder was ins Rollen gebracht.
Das Gerät meiner Tante hat ebenfalls einen ähnlichen, wenn nicht sogar den gleichen Mechanismus.


[ Bearbeitet Mi Nov 26 2014, 08:40 ]
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SchellackFan85
Mi Nov 26 2014, 08:39
Dabei seit: Mo Mai 05 2014, 11:30
Wohnort: Munich
Einträge: 96
Hier ein Foto, ein besseres gibts leider nicht mehr, da das Gerät wieder bei meiner Tante steht.


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joha
Mi Nov 26 2014, 09:16
Dabei seit: Mo Mär 26 2012, 15:45
Wohnort: Dresden/Sachsen
Einträge: 1004
Nun ich hatte geschrieben - nicht - als Plattenvernichter zu bezeichnen .......
das Problem des Kippelndem Tonarms war natürlich nicht nur bei diesem Gerätetyp akut,das gab es bereits um 1913, also nichts neues.Auch bei Geräten mit zusammensteckbarem Tonarm,die es auch in Kofferform gab, hat man dieses Problem.Markengeräte hatten meist Kugelgelagerte Tonarme waren aber auch entsprechend teurer.Deshalb halte ich es bei meinen Geräten so,dass nur die Platten gespielt werden,die auch für das Gerät zeitlich passen.Tonarmprobleme haben auch Kindergrammophone mit Blechgehäuse,oder die Geräte wo Holztonarme,oder Tonarme die aus 2 Teilen (Blech) zusammengefügt sind,sie arbeiten alle nicht so präziese wie sie müssten. *kicher
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