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Foren > Firmengeschichte, Labels, Hüllen, und Matrizen > Entwickler, Erfinder, große Geister und Geschichte der Tonaufzeichnung
Firma E. Paillard & Cie.
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Fehlmann1960
Di Mär 03 2015, 14:55 Druck Ansicht
Dabei seit: Do Dez 19 2013, 15:39
Wohnort: CH- 4492 Tecknau
Einträge: 339
Auszug Firma E. Paillard & Cie. St. Croix, Schweiz Firmengeschichte
(Aus: swissinfo.ch paillard-bolex---nur der mythos ist geblieben)

Vom Musikapparat zum Grammophon
Damit sei auch jetzt schon gesagt: Die legendären Bolex-Kameras aus Yverdon in der welschen Schweiz sind Geschichte, beinahe Geschichte genauer gesagt. Denn der Hersteller ging den Weg, den fast die gesamte Schweizer Präzisionsmechanik – Uhren inklusive - gehen musste: in die Krise, im Fall von Paillard-Bolex gar in die Versenkung.
Davon ahnte der junge Moïse Paillard selbstverständlich noch nichts, als er an einem kalten Wintermorgen 1814 beschloss, das zu tun, was zahlreiche findige Tüftler rund um ihn auch taten: eine Uhrenmanufaktur gründen.
Doch Paillard sattelte bald einmal auf Musikapparate um und eröffnete mit seinen wenigen Mitarbeitern ein Atelier, um die vor allem beim aufkommenden Industrie-Bürgertum beliebten Musikautomaten zu fertigen.
1875 beschäftige Paillard schon über 50 Mitarbeiter. Der Patron sah sich laufend nach Neuem um. Die damalige Wirtschaftskrise zwang ihn dazu. Heute würde man sagen, Paillard begann zu diversifizieren.
Der rasch um sich greifende technologische Fortschritt wurde auch im Waadtländer Jura wahrgenommen. Aus dem fernen Amerika drang auf Wachswalzen gespeicherte Musik in die junge Schweiz. Also begann Paillard Phonografen und zu Beginn des 20. Jahrhunderts Grammophone zu bauen.

Von der Schreibmaschine zum Plattenspieler
Es folgten Metronome, Bleistiftspitzer, Gasanzünder, Rechenmaschinen und anderes mehr. Die grossen Würfe sollten allerdings noch kommen. Der alte Moïse war längst gestorben, die Firma hiess nun E. Paillard & Cie, blieb aber ein Familienunternehmen.
Geblieben war den Paillards auch der gute Riecher, junge, aufstrebende Ingenieure zu verpflichten oder kleine Firmen mit Entwicklungspotenzial zu kaufen.
Besagte junge und findige Ingenieure konstruierten bereits 1914 eine Schreibmaschine. Zehn Jahre später begann man sie unter dem Namen "Hermes" bei Paillard auch zu produzieren: Es begann ein Siegeszug um die Welt. Die Fabrik wuchs und wuchs, 1937 zählte man bereits 1000 Angestellte.
Als 1935 die bis dato kleinste Schreibmaschine, die portable "Hermes-Baby" auf den Markt kam, wurde ein erster Mythos geboren. Nicht nur Ernest Hemingway schätzte sie. Das kleine Ding wurde zum Star, in Film und Literatur.
Damit wären wir beim Film und bei Paillards berühmten Kameras. Daneben darf aber nicht vergessen werden, dass 1937 der Ingenieur Edouard Thorens angestellt wurde, um die nun grosse Firma neu zu strukturieren und zu modernisieren.
Nebenbei gab der Mann auch einem von ihm konstruierten Plattenspieler den Namen. Paillard ist denn auch die Wiege der legendären Thorens-Plattenspieler.




Firma E. Paillard & Cie. Stich vermutlich um 1900 (Herstellung von Musikdosen)

Hier Fotos von der Mustermesse / Warenmesse Basel um 1930 (aus Staatsarchiv Basel) mit der Vielfalt von Grammophontypen und Varianten. Hauptsächlich Reise-/Koffergrammophone










Aufnahme vom ganzen Messestand ca. 1930
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