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Julius Einödshofer
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GrammophonTeam
Fri Mar 13 2015, 18:45pm Print View
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* 10.02.1863 Wien, † 17.10.1930 Berlin




Heute fast vergessen, war Julius Einödshofer bereits vor 1900 zusammen mit Paul Lincke einer der wichtigsten und bekanntesten Komponisten und Kapellmeister in Berlin. Geboren am 10.Februar 1863 in Wien, studierte er von 1876 bis 1882 am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und spielte aushilfsweise als Orchestermusiker in verschiedenen Wiener Theatern. Ab etwa 1890 entstanden erste eigene Bühnenwerke, meist Einakter oder Possen. 1892 ließ er sich in der aufstrebenden Metropole Berlin nieder, wo er am neu eröffneten Scala-Theater als Kapellmeister und Komponist engagiert war.

Er veröffentlichte nicht nur eigene Possen und Operetten, oft vertonte er auch Werke von Kollegen oder dirigierte deren Aufführungen. Eigene Werke fanden Premiere z. B. im Metropol-Theater oder auch im Thalia-Theater. Ab 1906 leitete er in den Sommermonaten auch das Kurorchester im Ostseebad Heringsdorf. Ab der Eröffnung des Admirals Palast war er dessen musikalischer Leiter, Kapellmeister und "Haus Komponist". Neben kleinen Produktionen, wechselten mindestens jährlich die Ballett-Spiele auf der Eisfläche unter seiner Leitung.

Dass Einödshofer heute kaum noch bekannt ist mag auch daran liegen das er zwar hunderte von Kompositionen, aber kaum Schallplatten unter eigenem Namen hinterließ. Um 1908 entstanden einige wenige Einspielungen unter seiner Leitung für Beka.

Um Jahresanfang 1919 nahm das Odeon-Tanz-Orchester einige englische und amerikanische Titel auf. Orchesterleiter - Julius Einödshofer: Dixie Doodle, Golden Foxtrot, Red Pepper, Ragtime Violin, Dill Pickles, Peaceful Henry, Cubanola Glide (Ragtime Twostep), Chatterbox Rag (Ragtime Twostep). Möglicherweise spielen bei diesen Aufnahmen Musiker die auch täglich im Admirals Palast auftraten. Man legte hier schon vor dem Krieg großen Wert auf moderne Tanzmusik.

1913 feierte man Einödshofers silbernes Bühnenjubiläum mit einem großen Ball.
Julius Einödshofer * 25-jähriges Jubiläum 1913


Ballbericht - Weitere Informationen:


Im Sommer 1920 verabschiedete sich der Komponist vom Admirals Palast und gründete einen eigenen Musikverlag.



Neben Auftritten bei Konzerten, war er auch regelmäßig im Berliner Rundfunk zu hören. Ende der zwanziger Jahre entstanden erst- und letztmals Einspielungen unter eigenem Namen für die Kalliope.



Julius Einödshofer starb am 17.10.1930, als er gerade ein Konzert im Rundfunk dirigierte.




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berauscht
Fri Mar 13 2015, 19:33pm
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Julius Einödshofers ältese Tocher Maria war Schauspielerin und Sprecherin der NORAG in Hamburg. Link - Hier klicken
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Musikmeister
Sat Mar 14 2015, 17:34pm
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Hier einige Notenblätter mit Musik von Julius Einödshofer, die auch eine über die Jahre andauernde enge Zusammenarbeit mit dem Textdichter Julius Freund belegen.


Notenblatt zur Burleske-Operette "Verkehrte Welt" mit Musik von Julius Einödshofer, 1900


Notenblatt zur Burleske-Operette "Der Mandarin von Tsing-Ling-Ting" mit Musik von Julius Einödshofer, 1901


Notenblatt zur Posse "Seine Kleine" mit Musik von Julius Einödshofer, 1902


Notenblatt des Walzerliedes "In der Laube von Rosmarin" von Julius Einödshofer, 1904



2 Notenblätter zur Posse "Eine tolle Nacht" mit Musik von Julius Einödshofer, 1905


Notenblatt zur Posse "Man lebt ja nur einmal!" mit Musik von Julius Einödshofer, 1907
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GrammophonTeam
Sat Apr 18 2015, 13:45pm
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Über die Einspielungen auf Zonophon unter Leitung von Julius Einödshofer, Januar 1908. Einödshofer war zu dieser Zeit Kapellmeister am Thalia - Theater, Berlin. Er dirigiert eigene Kompositionen aus dem Stück "Die gelbe Gefahr".



PZ 1908, No. 5, S. 124
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GrammophonTeam
Wed May 06 2015, 15:26pm
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Julius Einödshofer 1898
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berauscht
Fri May 08 2015, 17:10pm
"Urgestein" Autor

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Eine der ersten Kompositionen Julius Einödshofers, die öffentliches Interesse fand, war der Badener Schützen-Marsch im Jahr 1883.



Ein Jahr später, im Juli 1884, gelangte das erste Bühnenwerk mit Musik von Julius Einödshofers zur Uraufführung in Wien.



Einige weitere Stationen als Kapellmeister waren:

Spielzeit 1885/86: Kapellmeister am deutschen Theater Pilsen

Spielzeit 1885/86: Kapellmeister am deutschen Theater Pilsen

Spielzeit 1887/88: Kapellmeister am Theater Olmütz

Sommer 1888: Kapellmeister des Prager Sommertheaters

Spielzeit 1888/89: Kapellmeister am Theater Innsbruck

Spielzeit 1889/90: Kapellmeister am Theater Innsbruck

Sommer 1890: Direktor und Kapellmeister des Kurtheaters Reichenhall

Spielzeit 1890/91 Direktor und Kapellmeister am Theater Znaim

Spielzeit 1891/92: Kapellmeister am Stadttheater Ischl

Spielzeit 1892/93: Kapellmeister am Scala-Theater Berlin

Spielzeit 1893/94: Komponist und erster Kapellmeister am Central-Theater Berlin (Mit Vertrag auf drei Jahre)
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