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Thurga Nadel
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Lemezz
Di Okt 13 2015, 03:16 Druck Ansicht
⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Okt 12 2015, 11:44
Wohnort: Schweiz
Beiträge: 63
Ich habe eine etwas grössere Menge Thurganadeln gekauft. Wie man auf den Bildern sehen kann sind es diese Pick-up Nadeln. Weiss jemand für welchen zweck diese Nadeln gemacht sind ? Sie heissen ja nicht Medium oder so. Zusätzlich nimmt es mich wunder ob die Nadeln in der Schachtel tatsächlich die originalen Nadeln sind oder ob hier diese Thurgaschachteln nachträglich mit neu hergestellten Nadeln befüllt wurde, den es hatte kein Siegel um die Schachtel so wie man es bei vielen Nadelschachteln sieht.

Eventuell weiss hier jemand mehr ?

Liebe Grüsse Stef







[ Bearbeitet Do Jan 28 2016, 14:53 ]
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berauscht
Di Okt 13 2015, 10:21
"Urgestein" Autor

⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Jan 06 2010, 21:59
Beiträge: 1775
Da Du aus der Schweiz bist, liegt die Möglichkeit nahe, dass es sich bei Thurga um die Eigenmarke eines Geschäfts im Kanton Thurgau handelt.
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jitterbug
Di Okt 13 2015, 11:29
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Mär 27 2013, 16:49
Wohnort: Berlin
Beiträge: 394
Hallo Stef,

generell bedeutet "Pick Up", dass die Nadeln für elektrische Wiedergabe konzipiert sind, also mit einem elektrischen Pick-Up mit Nadelbetrieb funktionieren.

Solche elektrischen Soundboxen waren ab Ende der 20er Jahre üblich als Nachrüst-/Anbauteil für mechanische Grammophone. An Radios befand sich häufig auch ein Schalter "PU" = "Pick Up" als Taste für den Plattenspielerbetrieb. Ab Ende der 30er Jahre setzten sich elektrische Plattenspieler mit Dauer-(Saphir-)Nadel durch, dazu gibt es bereits Artikel im Forum (Telefunken TO1000).

"You've Got To Take Your Pick And Swing" war ein beliebter Swingfoxtrot des Jahres 1938, der auf den elektrischen Plattenspieler anspielt. Auch warben die Herstellerfirmen mit Werbesprüchen wie "Eine ideale Ehe: Rundfunk und elektrischer Plattenspieler"...

Die Nadeln funktionieren natürlich auch mit mechanischen Wiedergabesystemen auf einem Grammophon, haben einen "medium" Effekt.

Viele Grüße, Stephan

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gramofan
Di Okt 13 2015, 12:29
⇒ Mitglied seit ⇐: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Beiträge: 1097
Von Thurga-Nadeln gibt es noch eine Reihe weiterer Dosen, alle mit dem unten gezeigten Motiv. Eine Serie hat eine mehr rechteckige Dosenform. Zumindest findet sich dort die Angabe "Schweizer Fabrikat". Leider ist auf der Unterseite und auf dem Papierinlet nichts Näheres über den Hersteller oder Vertreiber zu erfahren.

Nach meiner Beobachtung sind Pick-up Nadeln i.d.R. länger, als die gezeigten. Das könnte dafür sprechen, dass es sich nicht um die Original-Füllung handelt.

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Formiggini
Di Okt 13 2015, 17:00

⇒ Mitglied seit ⇐: Di Dez 28 2010, 19:20
Beiträge: 1579
Hersteller war ab 1924 zunächst die Nadelfabrik Zweifel & Cie in Tägerschen, Thurgau. Die Produktion wurde dann von der Firma Bachmann weitergeführt. In Nachfolgeschaft werden heute immer noch Spezialnadeln hergestellt; jedoch keine Grammophon Nadeln mehr.

Grüße
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Webseite
Charleston1966
Di Okt 13 2015, 23:11
⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Nov 12 2012, 11:19
Wohnort: Im Schwabenländle
Beiträge: 396
Wenn ich in die Schachtel schaue sehe ich mindestens 3 verschiedene Nadeltypen. Eine mit nem "Kragen" im oberen drittel, das könnte ne Originalnadel sein, dann welche mit längsgerilltem Ende, dann noch welche die kürzer sind so wie die gezeigte Einzelnadel.

LG
Karlheinz
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Lemezz
Mi Okt 14 2015, 01:03
⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Okt 12 2015, 11:44
Wohnort: Schweiz
Beiträge: 63




Tatsächlich.... Die Frage ist jetzt nur ob die Nadeln tatsächlich neu sind oder ob diese Nadeln schon einmal gebraucht wurden, sieht man das ? Braucht man ein Mikroskop oder müsste man das dem Nadelspitz ansehen ? Was mich ebenfalls wunder nimmt ist ob diese Nadeln aus einem Altbestand stammen oder ob diese Nadeln aus einer aktuellen Produktion kommen. Sieht das jemand anhand des Bildes ? Leider habe ich einen grösseren Bestand von diesen Nadeln von einem Händler gekauft, hoffentlich kann ich sie noch gebrauchen ohne das ich die Platten damit zerstöre...
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gramofan
Mi Okt 14 2015, 14:37
⇒ Mitglied seit ⇐: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Beiträge: 1097
Wenn man noch über eine einwandfreie Sehkraft verfügt, kann man den Unterschied gebraucht und ungebraucht mit bloßem Auge sehen: neue Nadeln haben (im Idealfall) eine absolut gleichmäßige zentrierte Spitze. Gebrauchte sind regelmäßig schräg abgeschliffen. Sehr hilfreich ist eine starke Lampe, wenn man die Nadel zwischen den Fingern etwas dreht (Winkel zum Licht muss man ausprobieren), dann darf sich bei Neuen in der Ansicht der Spitze nichts verändern. Bei Gebrauchten erscheint im Lauf des Drehens ein charkteristischer "Lichtblitz", nämlich dann, wenn das Licht von der abgeschliffenen Stelle der Spitze zum Auge reflektiert wird.
Ansonsten reicht nach meiner Erfahrung auch eine Lupe mit 8 - 10 facher Vergrößerung. Unbequem ist halt, dass man jedesmal den richtigen Abstand für den Fokus finden muss.

[ Bearbeitet Mi Okt 14 2015, 21:21 ]
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Lemezz
Mi Okt 14 2015, 17:13
⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Okt 12 2015, 11:44
Wohnort: Schweiz
Beiträge: 63
Vielen Dank für die Infos, werde das heute noch prüfen. Liebe Grüsse Stef
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Fehlmann1960
Do Jan 28 2016, 11:49
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Dez 19 2013, 15:39
Wohnort: CH- 4492 Tecknau
Beiträge: 405
Thurga Nadeln / Nadelfabrik Zweifel & Cie in Tägerschen

Heute: SCHMETZ SWITZERLAND AG Tägerschen

Die Firma Zweifel & Cie war ein Schweizer Hersteller von Grammophonnadeln.
1924 Gründung der Nadelfabrik Zweifel & Cie in Tägerschen. Herstellung von Grammophon-Nadeln „THURGA“ sowie Nadeln für Schiffli-Stickerei-Maschinen und Nadeln für Haushaltnähmaschinen.

Leider lässt sich nicht viel über die damalige Firma Zweifel finden.

Unten eine Sammlung von Thurga-Nadeldosen (Quelle: Collection Elisabeth Jobin, needletinscollection.ch)



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berauscht
Do Jan 28 2016, 14:47
"Urgestein" Autor

⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Jan 06 2010, 21:59
Beiträge: 1775

1931

[ Bearbeitet Do Jan 28 2016, 14:49 ]
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