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Foren > Grammophone > Tischgeräte
His Master´s Voice Hornless Model 3 bzw. 58
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Hedensö
So Nov 29 2015, 17:00 Druck Ansicht

Dabei seit: Fr Jan 06 2012, 11:09
Einträge: 903
HERSTELLER: Gramophone Company Ltd., England
MODELL: 3 (später 58)
SERIENNUMMER:
JAHR: 1922/23
DAMALIGER PREIS:
GEHÄUSE: Mahagoni
PLATTENTELLER: 30cm
TRICHTER: Gusseisen/Holz
MOTOR: HMV Doppelfedermotor
SCHALLDOSE: HMV No. 2

INTERESSANTE DETAILS: Das Gerät verfügt über eine nachträglich installierte Auto-Break.

Dieses attraktive Hornless-Gerät ist im Vergleich zu bspw. dem Modell 54 (welches ich auch hier schonmal vorgestellt hatte) recht groß und schwer. Es hat einen 30cm, Plattenteller. Die dekorativen Türen und die Knaufe machen es zu einem optisch ansprechenden Gerät.
Obwohl Katalogseitig eine Exhibition im Standard vorgesehen ist, verfügt das Gerät hier über eine No. 2. Optisch passen der Zustand des Tonarmes mit dem der Schalldose 1a zusammen, sodass diese wohl schon länger in Benutzung bzw. am Gerät montiert war.








Interessant ist auch, dass bei diesem Gerät eine Haube dabei war. Da diese offensichtlich nachträglich gerftigt wurde und auch nicht aus Mahagoni gemacht ist, habe ich diese bis dato nicht Instandsetzen lassen. Die Haube passt 1a drauf und ist exakt wie beim Modell 59 (welsh school model) gefertigt. Allerdings gibt es keine Fixierfunktion der haube oder ähnliches, sodass es eine simple Haube bleibt. Warum diese gefertigt bzw. genutzt wurde, ist unklar. Vielleicht im privaten Umfeld. Vielleicht aber auch im schulischen/öffentlichen Umfeld.

Ich freue mich auf eure Kommentare und etwaige Zusatzinfos (Katalogauszüge/Werbung usw.) zu diesem Gerät.
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Starkton
So Nov 29 2015, 17:23
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Vorzüglicher Zustand mit wunderbar seidig schimmerndem Mahagoni.

Ich sehe, dass Du Dich konsequent von den Koffergeräten über die Kolonialmodelle zu den Tischgrammophonen voran gearbeitet hast.

Dabei hast Du immer auf beste Qualität geachtet, was eine sehr empfehlenswerte Art des Aufbaus einer Sammlung ist.
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Hedensö
So Nov 29 2015, 18:44

Dabei seit: Fr Jan 06 2012, 11:09
Einträge: 903
Starkton schrieb ...

Vorzüglicher Zustand mit wunderbar seidig schimmerndem Mahagoni.

Ich sehe, dass Du Dich konsequent von den Koffergeräten über die Kolonialmodelle zu den Tischgrammophonen voran gearbeitet hast.

Dabei hast Du immer auf beste Qualität geachtet, was eine sehr empfehlenswerte Art des Aufbaus einer Sammlung ist.


Danke für die Blumen.
Ja, Koffer sind ein netter und finanziell überschaubarer Einsteig (abgesehen von den sehr raren Geschichten).

Ich finde, es muss einfach passen. Auch bei den Hornless-Geräten gibt es langweiliges Zeugs. Vielleicht könnte man es unter "Klasse statt masse" zusammen fassen.

Auch bei diesem Gerät war ein professionelles Makeover nötig. Mein Restaurator ist sehr auf Erhalt und Authentizität bedacht. Hin und wieder diskutieren wir konstruktiv über die Möglichkeiten und to do´s. Beim vorliegenden Mahagoni war es der Farbunterschied zwischen dem Sockel, der Motorplatte und den Seiten - je nach Lichteinfall.
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alang
So Nov 29 2015, 21:30
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 576
Schoenes Geraet. Gratuliere! Nesonders gefaellt mir, dass derlattentellerfilz noch so gut erhalten ist. Das ist warscheinlich der Haube zu verdanken. Hier in USA gab es solche Hauben im Zubehoerhandel fuer das aehnlich grosse Victrola VI. Hab ich schon ein paarmal auf ebay gesehen. Kannst Du bitte davon auch mal ein paar Bilder reinstellen?

Danke
Andreas
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Hedensö
Mo Nov 30 2015, 09:20

Dabei seit: Fr Jan 06 2012, 11:09
Einträge: 903
Hier die Bilder: die vorhandene, noch nicht restaurierte Haube sowie ein Auszug aus HMG, auf welchem das Modell 59 (welsh school model) zu sehen ist.







Das merkwürdige ist, dass es hier eine Haube gibt, die stark an das Modell 59 erinnert. Unterstellt man mal, der Besitzer hatte sich einfach so eine Haube machen lassen, dann wäre das schon ein merkwüriger Zufall. Vielleicht war dem Käufer das school model mit der Haube auch zu teuer und man hat sich eine do-it-yourself-Haube gefertigt oder so....
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Starkton
Mo Nov 30 2015, 11:34
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Weder die Qualität und Technik der Verarbeitung, noch die Holzart passen zu einem Original. Ich halte die Haube deshalb für eine Bastelarbeit aus jüngerer Zeit. Als historisch gewachsene Zutat sollte man sie aufbewahren, wenn auch nicht aufwendig restaurieren.

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Starkton
Mo Nov 30 2015, 11:48
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Hedensö schrieb ...

Auch bei den Hornless-Geräten gibt es langweiliges Zeugs. Vielleicht könnte man es unter "Klasse statt masse" zusammen fassen.

Es gibt durchaus technisch, optisch und historisch interessante Billiggrammophone, vor allem vor dem 1. Weltkrieg, die eine Sammlung bereichern können. Das meiste was man heute noch leicht findet, mit und ohne Trichter, ist aber massenhaft produzierte Kaufhausware aus den 20er und frühen 30er Jahren, die kein Mensch auseinander halten oder zuordnen kann. Deshalb total langweilig, in der Tat.

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Willi-H-411
Mi Dez 02 2015, 08:04
Dabei seit: Mi Okt 12 2011, 11:42
Wohnort: Ruhrpott
Einträge: 1368
Ein sehr schönes Gasttüpfelchen, was du hier zeigst. Die Haube würde ich dennoch wieder auf Vordermann bringen, auch wenn sie u.U. nicht original ist. Du wirst sie doch sicherlich als Staubschutz aufsetzen, und dann sieht es nicht aus, wenn auf diesem schönen Gerät eine ramponierte Haube sitzt.

Inhalt, Bild oder Datei nur fuer angemeldete Mitglieder


VG Willi

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Hedensö
Mi Dez 02 2015, 13:16

Dabei seit: Fr Jan 06 2012, 11:09
Einträge: 903
Ja, die Haube behalte ich natürlich. Die Idee einer Haube ist ja niccht schlecht. Wundert mich, dass man das so selten sieht.

@ Willi: diese "Gasttüpfelchen" sind nicht zwangsläufig so teuer - je nachdem. Was neben dem Erwerb eben auch nochmal Budget fordert, ist die Aufarbeitung.
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Willi-H-411
Mi Dez 02 2015, 13:34
Dabei seit: Mi Okt 12 2011, 11:42
Wohnort: Ruhrpott
Einträge: 1368
Hedensö schrieb ...

Ja, die Haube behalte ich natürlich. Die Idee einer Haube ist ja niccht schlecht. Wundert mich, dass man das so selten sieht.

@ Willi: diese "Gasttüpfelchen" sind nicht zwangsläufig so teuer - je nachdem. Was neben dem Erwerb eben auch nochmal Budget fordert, ist die Aufarbeitung.


Ohne handwerkliches Können kommt man da aber auch nicht weiter, es sei denn, man läßt es irgendwo machen. Ich könnte vor Neid erblassen, wenn ich sehe, wie manche hier solche Teile wieder zu solchen Schmuckstücken haben werden lassen.

VG Willi
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Nostalphon
Mo Jan 04 2016, 20:26
Dabei seit: So Apr 06 2014, 08:02
Wohnort: Landkreis Ludwigsburg, Württ.
Einträge: 156
Gratulation zu diesem Schmuckstück!

Ich bin dankbar, dass es Menschen gibt, die die Fähigkeit haben alte Gerätschaften, Fahrzeuge, Möbel oder auch Grammophone zu restaurieren.
Denn ihr gebt diesen alten Gegenstände den Glanz und die Begehrlichkeit wieder, wie sie ihn einst einmal hatten.
Ich, der vielleicht handwerklich nicht so begabt ist, aber einen Fabel für alte Dinge hat, bleibt die Gnade, sich daran erfreuen zu DÜRFEN.

Ich bewundere Leute wie Dich, die so etwas bewerkstelligen können.

Viele Grüße

Jürgen


[ Bearbeitet Mo Jan 04 2016, 20:33 ]
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Starkton
Mo Jan 04 2016, 22:33
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Nostalphon schrieb ...

Ich bin dankbar, dass es Menschen gibt, die die Fähigkeit haben alte Gerätschaften, Fahrzeuge, Möbel oder auch Grammophone zu restaurieren.

@Hedensö hat es richtig gemacht, er ist gleich zum spezialisierten Restaurator seines Vertrauens gegangen. Obwohl ich ausgebildeter Restaurator bin und vieles bearbeiten kann (u.a. Metall, Glas, Schellackplatten), würde ich zum Beispiel bei Holz, Leder und Papier nicht selbst Hand anlegen.

Dafür gibt es überall in Deutschland spezialisierte, akademisch ausgebildete Restauratoren. Über den Verband der Restauratoren VDR kommt man an entsprechende Adressen: Link - Hier klicken. Ich freue mich jeden Tag über Objekte meiner Sammlung welche Berufskollegen mit großer Sorgfalt und Fachkenntnis restauriert haben.

[ Bearbeitet Mo Jan 04 2016, 22:34 ]
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