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Foren > Grammophone > Trichtergeräte
Parlophon Münzautomat "Premier"
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
PONOPHON
Mi Dez 30 2015, 21:04 Druck Ansicht
Dabei seit: Sa Dez 12 2015, 17:45
Wohnort: Österreich
Einträge: 189
Liebe Sammlerfreunde, ich bin auf dieser schönen Plattform auf die „Österreichische Nähmaschinen Zeitung“ gestoßen und habe vieles entdeckt!
Einige der darin abgebildeten Geräte, finden sich auch in meiner Sammlung.
Ich möchte Euch diese Geräte so nach und nach vorstellen.
Anfangen möchte ich mit dem „Premier - Automaten“, der in meiner Sammlung immer nur der Parlophon Automat war:

HERSTELLER: Parlophon - Carl Lindström A.G
MODELL: Parlophon Automat „Premier“ (so benannt von der Fa. „Premier Rekord“, Wien)
SERIENNUMMER: konnte ich nicht entdecken
JAHR: 1910 (lt. Werbung der „Österreichische Nähmaschinen Zeitung“)
DAMALIGER PREIS: Im 1909 Katalog kosteten vergleichbare Modelle, Automat Nr. 1 und Nr. 2, 170 bzw. 190 Mark mit einfachen Trichtern ohne Rohrschleife.
GEHÄUSE: Sockel mit Münzlade Eiche, Wandung Marketerie aus verschiedenen Hölzern, Landschaft mit Windmühle, Deckplatte Eiche (Furnier)
PLATTENTELLER: ca. 29,5 cm
TRICHTER: Durchmesser 63 cm mit Rohrschleife
MOTOR: Parlophon Münzautomat mit 10 Pfennig Einwurf
SCHALLDOSE: „Exzellent Schalldose“

INTERESSANTE DETAILS: Münzautomat mit Windmühlen Motiv Marketerie und Trichter mit Rohrschleife


























[ Bearbeitet Do Dez 31 2015, 06:50 ]
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Limania
Mi Dez 30 2015, 21:37
Dabei seit: Mo Mai 21 2012, 15:14
Einträge: 1176
Der Wahnsinn!
Was für ein wunderschönes Grammophon!
Meinen Glückwunsch zu diesem beeindruckenden Gerät!

LG Limania
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Starkton
Mi Dez 30 2015, 21:57
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Tolles Gerät! Die Rohrschleife macht dieses Münzeinwurfgerät erst recht zum Hingucker. Könntest Du bitte die Funktion des Automaten erklären? Wozu dienen die drei Hebel jeweils.

Der Hersteller des Parlophon-Automaten ist die Carl Lindström A.G.
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alang
Do Dez 31 2015, 01:38
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 639
Wow, sehr schoenes und ungewoehnliches Geraet. Ich wuerde mich auch fuer die technischen Details interessieren.

Danke
Andreas
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columbia201
Do Dez 31 2015, 11:21
Dabei seit: Di Feb 24 2015, 15:09
Wohnort: Kassel
Einträge: 12
Wunderschönes Grammophon mein Glückwunsch zu diesem tollen Gerät. Lg Jan
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PONOPHON
Do Dez 31 2015, 12:17
Dabei seit: Sa Dez 12 2015, 17:45
Wohnort: Österreich
Einträge: 189
Liebe Sammlerfreunde, es freut mich sehr, dass der Automat gefällt!
Diese Plattform, gibt mir die Möglichkeit, meine Geräte, die zum Teil seit Jahren auf ihrem Platz stehen aus einer neuen Sicht zu betrachten und mich erneut daran zu erfreuen. Das „Teilen“ mit Anderen, die Fotos zu machen und eine Beschreibung zu erstellen, ist eine Auseinandersetzung mit meiner Sammlung, die sonst im Alltag kaum geschieht. Es ist einfach schön, Teile meiner Sammlung wirklich Interessierten vorzustellen. Danke, dass Ihr mir das ermöglicht!
Aber nun zur Funktion des Parlophon Automaten:
Der Hebel auf der rechten Seite unter der Kurbel blockiert die Münzwaage. Steht er senkrecht, ist die Waage arretiert, man kann eine Münze einwerfen, der Automat startet aber noch nicht. Erst wenn man den Hebel in die Waagrechte bringt, wird die Waage freigegeben und der Automat nimmt seine Funktion auf. Das ist bei allen Parlophon Automaten so, auch beim Parlophon Junior (Ich habe einen im Neo-Rokoko Stil).
Mit der Stellschraube oben rechts bei der Schalldose, stellt man einfach die Schalldose auf die Anfangsrille (Plattengröße) ein und fixiert die Schraube. Der Automat funktioniert dadurch mit allen Plattengrößen bis 30 cm.
Nach Einwurf der Münze (sofern die Arretierung der Waage geöffnet ist) beginnt der Motor zu laufen. Die Schalldose senkt sich langsam auf die Platte, das Spiel beginnt. Sobald die Nadel in der Endrille ist löst der Abschaltmechanismus aus. Das dauert aber einige Zeit und die Nadel läuft ein paar Umdrehungen in der Endrille. Erst dann hebt sich majestätisch der Tonarm und wird durch eine Feder in die Ausgangsposition gestellt. Der Motor schaltet ab. Diese Rückstellung ist auch weit nicht so abrupt wie z.B. bei den Mammut Geräten. Das Gerät hat im ganzen Ablauf eine gewisse Gediegenheit.
Der Tonarm wird durch ein Gestänge im Trichterhalter bewegt, sodass auf der ganzen oberen Platte keinerlei Abschalthebel und Hebevorrichtungen vorhanden sind. Das muss um 1910 sicher eine ganz besondere Ausstrahlung gehabt haben. Man war doch nicht gewöhnt, dass alles wie von Zauberhand von selbst geschieht.
Vom Motor habe ich derzeit kein Foto und heute keine Zeit den Apparat zu zerlegen. Ich kann eines Vergleichsgerätes einstellen.
Einen guten Rutsch, wünscht Euch Christian



[ Bearbeitet So Jan 03 2016, 09:05 ]
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Starkton
Do Dez 31 2015, 14:15
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Herzlichen Dank für die ausführliche Erklärung. Das ist ein wirklich ausgereiftes Gerät und ließ die damals noch nicht von Automaten aller Art umgebenen Zuschauer staunen. Was ich noch vergaß, die Größe, die auffällige Bemalung und natürlich der tolle Zustand des sehr empfindlichen Trichters sind grandios.

Wenn der Tonarm abhebt müsste doch eigentlich der Schwanenhals mit der Schalldose nach unten klappen. Wie wird das verhindert?

Die Einstellung auf alle Plattengrößen finde ich genial. Viele Automaten waren ja auf eine Größe beschränkt.
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Nostalphon
Do Dez 31 2015, 14:49
Dabei seit: So Apr 06 2014, 08:02
Wohnort: Landkreis Ludwigsburg, Württ.
Einträge: 158
Es gibt ja den schönen Brauch des Christbaumlobens. Wenn man den Baum dann gebührend gelobt hat, gibt es vom stolzen Besitzer erst mal einen Schnaps.

Lieber Christian, hier würde ein Schnäpschen wohl nicht ausreichen.
Denn ich finde dies ist ein selten schönes Grammophon. Rohrschleife, Intarsien und der schöne Trichter. Dann natürlich die Funktionsweise und der schöne Allgemeinzustand geben diesem Grammophon die besondere Note.

Mich würde noch interessieren ob die Rohrschleife original ist, oder ob sie nachträglich angebracht wurde.

Vielen Dank für diese Präsentation

LG
Jürgen
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PONOPHON
Fr Jan 01 2016, 09:35
Dabei seit: Sa Dez 12 2015, 17:45
Wohnort: Österreich
Einträge: 189
Die Rohrschleife ist original, musste aber leider repariert werden, weil sie wie so oft aus Zinkblech ist und in mehrere Teile gebrochen war. Sie ist jetzt stabil, ich stütze den Trichter aber normalerweise mit einem eingeklemmten Drahtbügel ab um einen erneuten „Zusammenbruch“ zu vermeiden.

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Nostalphon
Fr Jan 01 2016, 09:53
Dabei seit: So Apr 06 2014, 08:02
Wohnort: Landkreis Ludwigsburg, Württ.
Einträge: 158
Vielen Dank für die detaillierte Beschreibung der Rohrschleife
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Formiggini
Fr Jan 01 2016, 14:03

Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1758
Hier noch, zum Vergleich, das kleinere Modell "Junior" der Lindström (1909).

Danke fürs präsentieren und Grüße!



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Formiggini
Sa Jan 02 2016, 12:16

Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1758
Der Hersteller des Trichters könnte die Firma "Hera" in Leipzig gewesen sein. Ähnliche Trichter wurden jedoch auch von anderen Großhändlern angeboten.

Grüße

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Starkton
So Jan 03 2016, 09:49
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Viele Grammophone ähneln sich, weil sich die Marken offenbar die Zulieferer teilten, das macht die Bestimmung so schwierig.

Das Gehäuse dieses BEKA "Automat Primus" von 1912 kommt demjenigen des Lindström oben schon sehr nahe (die beiden Marken waren ja auch unter einem Dach).



[ Bearbeitet So Jan 03 2016, 10:57 ]
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