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Foren > Grammophone > Technik
Serien-Motor mit max. Leistung
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
Hedensö
Mi Jan 13 2016, 22:11 Druck Ansicht

Dabei seit: Fr Jan 06 2012, 11:09
Einträge: 903
Guten Abend,

ich möchte mal eine Umfrage starten:

Gibt es einen Serienmotor, der maximale Leistung bringt, was den Ablauf nach Aufzug bzw. die Anzahl der damit abspielbaren Plattenseiten betrifft.

Der HMV Motor No. 34 mit 4 Federn soll ja nahezu eine halbe Stunde laufen und wiederum innerhalb weniger als einer Minute voll aufgezogen werden können.

Ist das einmalig oder Stand der Technik? Gab bzw. gibt es das bei anderen großen Herstellern auch?
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alang
Do Jan 14 2016, 01:39
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 571
Ich weiss jetzt nicht mehr genau, wo ich das gelesen habe, aber einige sehr fruehe Columbia Phonographen hatten aeusserst starke Motoren. Ich bilde mir ein, einer soll bis zu einer Stunde voll aufgezogen gelaufen sein. Columbia hatte einen sechs-Feder-Motor in einem Phonographen, oder besser gesagt Graphophon. Gigantisch!

Bei den verschiedenen Victor Motoren habe ich selbst ca. 6 Minuten pro Feder gemessen, ein 3-Feder-Motor laeuft also ca 18 Minuten. Und das mit 100 Jahre altem Federn. Ein etwas spaeterer 4-Feder-Motor koennte also an die knappe halbe Stunde hinkommen.

Andreas
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Schellackfloh
Do Jan 14 2016, 09:28
Dabei seit: So Okt 18 2015, 15:41
Wohnort: Hungen
Einträge: 78
Wow,das is ja echt gigantisch.....
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Starkton
Do Jan 14 2016, 11:00
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Die Lyrophonwerke brachten Anfang 1906 ein Grammophon mit extra starkem Motor für ihre neuen 35 cm Schallplatten mit sieben Minuten Laufzeit auf den Markt. (Siehe meinen Beitrag zu 35 cm Fonotipia- und Odeon-Platten Link - Hier klicken )

Die Spieldauer des neuen Grammophons lag bei etwa 45 Minuten, da laut Angabe des unten stehenden Artikels nach einmaligem Aufzug fünfzehn 25 cm Platten abgespielt werden konnten.

Quelle: Phonographische Zeitschrift, Berlin, 7. Jahrgang, No. 9, 1. März 1906, S. 188
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Starkton
Do Jan 14 2016, 11:08
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
alang schrieb ...

Bei den verschiedenen Victor Motoren habe ich selbst ca. 6 Minuten pro Feder gemessen, ein 3-Feder-Motor laeuft also ca 18 Minuten.

Hast Du diese Zeiten ohne Belastung, das heißt ohne dass eine Platte abgespielt wurde, gemessen?
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joha
Do Jan 14 2016, 11:35
Dabei seit: Mo Mär 26 2012, 15:45
Wohnort: Dresden/Sachsen
Einträge: 1004
Interessante Frage,

Federwerke sind Wunderwerke der Mechanik,der Wirkungsgrad war eigentlich nie das Ziel.Die Konstuktion des Werkes,für einen bestimmten Zweck,hängt von der Kraftübertragung ab.

Entscheidend ist die Feder sowie deren Stahl und dessen Elastizität.Die Feder speichert die Energie in dem sie aufgezogen wird.

Das Getriebe (Übersetzung) ist der Schlüssel die Kraft gleichmäßig in eine Drehbewegung zuversetzen.Die verbauten Gleichlaufregler (Fliehkraftregler mit Gewichten) bestimmen die Zeit sowie die gewünschte Geschwindigkeit.

Je nach Konstruktion eines Federmotors und deren Raffinesse können solche Federwerke sehr lange bis zu Monaten laufen (Uhrwerke).

Wenn wir einen Grammophonmotor mit 4 Federn haben können wir davon ausgehen das 7 Musikstücke a 3min abgespielt werden können.da sind wir bei einer Spielzeit von 21 min.

Gehen wir von der Ermüdung der Federn die in 80 Jahren auftritt aus,Könnte man bis zu 5 Plattenseiten a 3min effektiv anhören ohne aufzuziehen.

Wenn ich von meinem großen Blechplattenspieler ausgehe,zieht die sehr Starke Feder 6 Blechplatten durch.

Ein normaler Koffer Einfederwerk hat die Kraft für 8 min also 2 Plattenseiten,ein Doppelfederwerk für 4 Plattenseiten 16 min.

Ein Kindergrammophon mit Schlüsselwerk (Bing) Spielzeugwerk 3 min und weniger.

Entscheidend ist die Feder sowie deren Stahl,Länge und Breite,sowie die Übersetzung.je nach Konstruktion und zweck des Motors.
Automaten die in Gaststuben standen hatten in der Regel starke Motoren,da sie als Einnahmequelle dienten und somit für den Gastwirt fast wartungsfrei konstruiert wurden.

Markenfabrikate hatten meist die besseren Qualitätsfedern verbaut.(Schwedenstahl).
Die Hersteller geben meist nur einen Hinweis zur Laufzeit an.

Tests mit Federwerken sollten immer im verbautem Zustand gemacht werden,ein ausgebautes Werk kann sehr lange laufen,wenn man es dann eingebaut hat staunt man das es nur eine Plattenseite durchzieht.

Alles keine Hexerei nur Mechanik die ihre Tücken hat.

LG Joha



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alang
Do Jan 14 2016, 14:02
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 571
Starkton schrieb ...

alang schrieb ...

Bei den verschiedenen Victor Motoren habe ich selbst ca. 6 Minuten pro Feder gemessen, ein 3-Feder-Motor laeuft also ca 18 Minuten.

Hast Du diese Zeiten ohne Belastung, das heißt ohne dass eine Platte abgespielt wurde, gemessen?

Ja, das war typischerweise immer nachdem der Motor gereinigt und geschmiert war, um sicherzustellen, dass alles korrekt laeuft und nichts klemmt. Mit dem 18 Minuten waren uebrigens ein Auxetophone Motor und einer vom Victor MS praktisvh identisch (beide 3Feder). Das hat mich auf die Idee gebracht, diese Theorie weiter zu testen. Wie gesagt, bei Victor Motoren, die ich getestet habe erstaunlich linear, egal ob ein, zwei, oder drei Federn.

Andreas
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