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Foren > Grammophone > Koffergeräte und Spielzeuggrammophon
Loopingphon No.1045
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Gast
Fr Jun 10 2016, 18:10 Druck Ansicht
Gast
HERSTELLER: Loopingphon (Filiale Berlin der Purophon Sprechmaschinenfabrik Locarno)
MODELL: No.1045
SERIENNUMMER: 3045 (?)
JAHR: Ca. 1931
DAMALIGER PREIS: ?
GEHÄUSE: Rotes Kunstleder
PLATTENTELLER: Samt 20cm
TRICHTER: Blechtrichter
MOTOR: Einfedermotor No. 55
SCHALLDOSE: Goldring Alumembran (Umgelabelt)
VERKÄUFER: Eduard Skoberla Hindenburg O.S. (Schlesien)

Vorstellen möchte ich hier einmal ein Loopingphon No. 1045 welches sozusagen das Standardmodell dieser Koffer war. Sehr interessant ist auch,das es aus der oberschlesischen Stadt Hindenburg O.S. (O.S.=Oberschlesien) stammt,damit also irgendwie die Flucht 1945 in den Westen überstanden hat (Leider ist mir darüber nichts weiteres bekannt).

Die Loopingphonkoffer zeichnen sich durch ihre besondere Fähigkeit ,was ihrem Tonarm zu schulden ist ,aus in jeder Lage und trotz Erschütterung zuverlässig zu spielen ,was mir sonst nur vom Koffer der Zeugen Jehovas bekannt ist (Natürlich wird dort dieser Effekt völlig anderes erzeugt: Link - Hier klicken ). Von einem in seine Einzelteile zerlegten Tonarm stelle ich weiter unten ein Foto ein ,was den Aufbau weiter verdeutlichen sollte.

Dieses Modell ist äußerst klein und transportabel gehalten und somit perfekt in einem Boot,Schiff,Automobil oder möglicherweise auch einem Zeppelin ;). Es gab auch ein weitaus größeres/höheres Gerät welches geschlossen und getragen spielen konnte (Siehe den Thread zum Modell 1412 : Link - Hier klicken ). Für alle Modelle gab es ein kleines Metallstück (spätere Geräte hatten nur noch Gummis) ,welches auf den Plattendorn gedrückt wurde ,damit die Platte auf dem Kopf nicht umherfliegt...dieses fehlt fast immer,aber hier liegt es bei!

Gruß,

Ps. Zu diesem Modell habe ich aus dem privaten Firmenbesitz von Loopingphon auch einen MUSTERKOFFER ,welcher wohl in der Fabrik als Schablone für Arbeiter die die richtigen Geräte bauten diente. Wenn gewünscht kann ich ihn hier auch einmal vorstellen (Er dürfte einzigartig sein).





























[ Bearbeitet Mo Jun 13 2016, 12:52 ]
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Starkton
Fr Jun 10 2016, 18:54
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Kurioses Teil in vorzüglichem Zustand. Toll, dass sowohl der Firmenstempel als auch der Aufkleber vorhanden sind und damit den direkten Zusammenhang von Loopingphon und Purophon dokumentieren.

Ich wäre sehr interessiert Deinen Musterkoffer zu sehen. Erzähle doch auch die Geschichte wie Du dran gekommen bist.
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gramofan
Fr Jun 10 2016, 19:47
Dabei seit: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Einträge: 921
Mir ist bislang schleierhaft, wie der Tonarm bei nicht konventionellen Lagen des Geräts auf der Platte gehalten wird. Das Gewicht, was daran befestigt ist, scheint doch eher dazu zu dienen, den Auflagedruck auf der Platte zu reduzieren (oder seh' ich das falsch).

[ Bearbeitet Fr Jun 10 2016, 19:48 ]
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Webseite
Charleston1966
Fr Jun 10 2016, 19:56
Dabei seit: Mo Nov 12 2012, 11:19
Wohnort: Im Schwabenländle
Einträge: 386
Tolles Gerät, einzigartige Mechanik den Tonarm auf der Platte zu halten. Danke für´s zeigen.
LG Karlheinz
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Fehlmann1960
Sa Jun 11 2016, 12:35
Dabei seit: Do Dez 19 2013, 15:39
Wohnort: CH- 4492 Tecknau
Einträge: 339
Hallo

Gratulation, ein schönes Gerät hast Du da!
Habe selber auch ein Purophon Koffergrammophon und meinte, diese wurden bei Paillard SA. hergestellt. Link - Hier klicken

Nun hast Du mich eines neueren belehrt. Die wurden im Tessin in Locarno hergestellt mit
Paillard Motoren und und anderen Teilen wie Schalldose, Tonarm etc.
Aus der Internetseite (collection-frioud.ch) habe ich Werbungen von Looping Grammophonen und Nadeldose Purophon gefunden.

Gruss Thomas





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Nostalphon
Sa Jun 11 2016, 20:23
Dabei seit: So Apr 06 2014, 08:02
Wohnort: Landkreis Ludwigsburg, Württ.
Einträge: 156
Hallo ,

Gratulation zu deinem sehr interessanten Koffer. Habe noch nie etwas davon gehört, geschweige denn, gesehen.

Danke für die sehr aufschlussreiche Präsentation.

Grüße Jürgen
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Gast
So Jun 12 2016, 20:12
Gast
@Starkton Bilder und die Geschichte zum Musterkoffer werde ich nächste Woche nachliefern

@gramofan Das Gegengewicht ist nicht dazu da den Druck auf der Platte zu verringern, denn das Gewicht auf der Platte ist noch immer (vergleichsweise) enorm. Zwar verstehe ich den "Looping-Effekt" selber noch nicht vollständig aber erkläre es mir so das der kleine Steg,unter dem Gewicht,an dem eine Kugel befestigt ist ,auf der kleinen Fläche rollt ,aber sich beim hinstellen wie auf Bild 3 nicht weiter bewegt. Auf dem Kopf drückt das Gewicht selber einfach den Rest des Tonarms nach unten. Es ist sehr schwierig zu erklären aber solange der Tonarm funktioniert ist das ganze brillant mit anzusehen! Leider sind bei 60% der regulär verkauften Geräte die Tonarme über die Zeit kaputt gegangen oder absichtlich beschädigt, um das Auflagegewicht zu verringern (in diesem Fall kann das Gewicht tatsächlich den Druck mindern).

@Fehlmann1960 Vielen Dank für das tolle Schriftmaterial zu Purophon und dem Link zu der Seite! Ich hatte wirklich schon alles im Netz zum Thema durchsucht, aber bin nie darauf gestoßen.

Die Anzeigen bekräftigen mich meiner Annahme das Purophon normale Koffer und Looping-Koffer zeitgleich verkaufte und bei allen normalen Koffern der Tonarm gegen einen Loopingarm ausgetauscht werden kann.

Die Purophone wurden tatsächlich in einer eigenen Fabrik gebaut bzw "nur" zusammengebaut ,da alle Teile neben den Goldring Dosen von Paillard stammen (Möglicherweise mit Ausnahme der Arme die aber auch genauso gut ebenfalls von Paillard als Auftrag hergestellt wurden). Die Loopingphonkoffer wurden allerdings nicht in der Schweiz ,sondern in der Zweigfabrik in Berlin gebaut. Die Produktpalette bei Loopingphon war noch einmal eine ganz andere als bei Purophon und der Hauptteil waren die Geräte für alle Lagen ,was beim Namen ja auch Sinn macht ,aber auch normale Geräte soll es gegeben haben. Neben den extra hohen Geräten die getragen spielen sollten (So einen besitze ich als Elektrokombi und Pick-Up Version ebenfalls,allerdings dauert seine Fertigstellung noch eine Weile) ,gab es auch wirklich viel Wirres Zeug ...der Katalog muss riesig gewesen sein!

In nächster Zeit senden mir 2 bekannte jeweils Fotos von der Fabrik in Berlin (Brannte allerdings im Krieg ab) und der Vertretung von Loopingphon in Wien zu,die ich dann einbinden kann. Mag zwar noch lange nicht alles zu Loopingphon und Purophon bekannt ist, könnte ich ganze Aufsätze zum Thema schreiben...man könnte auch einen eigenständigen Thread zur Firma eröffnen wenn Interesse besteht. (?)

Gruß,

[ Bearbeitet So Jun 12 2016, 22:35 ]
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Grammophonteam
Mo Jun 13 2016, 11:14
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2085
Die Firma "Loopingphon" (in Deutschland) wurde im Oktober 1931 ins Handelsregister eingetragen. Auch im Berliner Adressbuch findet man sie nur 1931/32.





Loopingphon Radiozubehör- und Sprechmaschinen-Fabrikation, Julius Friedrich Meyer, Berlin W 35, Lützowstr. 106
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Nostalphon
Mo Jun 13 2016, 20:25
Dabei seit: So Apr 06 2014, 08:02
Wohnort: Landkreis Ludwigsburg, Württ.
Einträge: 156
Einen Thread zur Firma würde mich sehr interessieren.
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