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Foren > Elektrisches Grammophon und anderes > Elektro Schalldosen, Tonabnehmer und Plattenspieler
die grosse shurefrage : welche nadelgrösse soll es sein ?
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Lemezz
Fr Sep 23 2016, 13:30 Druck Ansicht
Dabei seit: Mo Okt 12 2015, 11:44
Wohnort: Schweiz
Einträge: 63




es geht hier um nadeleinschübe für das shure m75mg pickup,
wie man auf dem bild sehen kann gibt es einerseits die 65mu diamantnadel (grün) von thakker. sie soll vorwiegend für 50er platten zum einsatz kommen und kommt mit 3g auflagegewicht aus.

auf dem zweiten bild (rot) sieht man eine 95 mu saphirnadel von cleorec.sie soll für jüngere platten gedacht sein und kommt mit 5 g auflagegewicht aus.von cleorec gibt es sogar eine schwarze nadel mit 120mu, diese soll nur für akustische aufnahmen gedacht sein.

ich habe verschiedene hörproben vorgenommen.meiner meinung nach und bei meinen platten spielte die 95 mu saphirnadel von cleorec eindeutig klarer und kraftvoller. die musik ist näher und klarer zu hören. die kratzer natürlich auch :-) die 65 mu diamantnadel von thakker benutze ich seit jahren und war immer zufrieden, bis zu dem vergleich. diese erkenntnis trifft auf alle platten von 1925 bis ende 50er zu.

meine frage an die experten : wie seht ihr das ganze ? warum eine 65 mu diamantnadel für eine elvisschellack der 50er verwenden wenn sie mit einer saphirnadel für 30er platten besser klingt ? liegt das an der nadelgrösse oder an der tatsache das die 95 mu saphir ist und die 65 mu diamant ? was mich ebenso wundernimmt : welche nadeln sind für welche plattenjahrgänge ? was für nadeln nutzt ihr ? ist cleorec grundsätzlich zu empfehlen ? sind die nadeln sauber und exakt hergestellt ? kann man eine plattenrille schädigen wenn man eine zu dicke oder zu dünne nadel nutzt ?
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veritas
Fr Sep 23 2016, 14:06
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 460
Zuvor möchte anmerken, daß es gerade bei Nadelverrundungen in der Vergangenheit eine ganze Reihe "Grabenkämpfe" gegeben hat. Es wird also nie eine definitive Antwort geben, ich hake die Fragen mal nacheinander ab:

wie seht ihr das ganze ? warum eine 65 mu diamantnadel für eine elvisschellack der 50er verwenden wenn sie mit einer saphirnadel für 30er platten besser klingt ?

Eine 65µm-Nadel muß nicht zwangsläufig besser klingen, oft hängt es vom Zustand der Platte ab, wie auch ganz besonders vom Hersteller.

liegt das an der nadelgrösse oder an der tatsache das die 95 mu saphir ist und die 65 mu diamant ?
Nein, es liegt eindeutig an der Verrundungsgröße der Nadel, gefolgt von der Qualität des Nadelträgers selbst, z.B. die Stärke des Materials, in diesem Fall also die Stärke des Aluminiumstabes. Eine größere Lautstärke ergibt sich auch oft durch einen kürzeren Nadelträger. Du kannst dazu mal beide Nadelträger nebeneinander legen und schauen, ob sie die gleiche Länge haben.
Ein längerer Träger wird in der Regel zu einer leiseren Wiedergabe führen, was nicht per se schlechter sein muß, sondern z.B. bessere Höhen/Dynamik bieten kann. Ein Saphir wird sich über die Zeit nur schneller abnutzen als ein Diamant, ist aber klanglich zunächst identisch.

was mich ebenso wundernimmt : welche nadeln sind für welche plattenjahrgänge ?
Hierzu gibt es bestenfalls eine sehr ungenaue Faustregel, daß je älter eine Platte ist, desto breite die geschnittene Rille sein soll.
Das stimmt aber nur sehr bedingt und ist, wie schon oben geschrieben, vor allem auch vom Plattenzustand abhängig. Gerade frühe Platten haben eine oft stark beanspruchte Rille im oberen Teil. Viele Stahlnadeln haben nämlich eine ungefähre Verrundung von 100µm. Wenn Du jetzt einer 95er oder gar 120er-Nadel nimmst, dann bewegt sich diese im ähnlichen Bereich wie einst die Stahlnadeln. Mit einer etwas feineren Nadel kann das Ergebnis besser sein, muß es aber nicht.
Zudem wurden viele Platten schon vor 1910 mit kleinerem Rillenprofil geschnitten. Z.B. gab es 1908 in England Aufnahmen, die mit einem zu kleinem Profil geschnitten wurden und nachträglich in der Matrize breiter gedrückt wurden. Viele akustische Platten spielen z.B. mit einer 75er-Nadel besser. Es ist aber jedesmal eine Einzelfallentscheidung, genauso wie das Entzerren bei der Wiedergabe.

was für nadeln nutzt ihr ?
Für Schellacks nehme ich meistens eine 75µm oder 95µm-Nadel, jeweils in einem Stanton 500, einem Shure M75-6 oder auch mal in einem Keramik-Tonabnehmer.

ist cleorec grundsätzlich zu empfehlen ?
Eindeutig ja.

sind die nadeln sauber und exakt hergestellt ?
Die Nadeln von Herrn Naber haben mich bislang noch nie enttäuscht und ich kenne sie seit deutlich über 10 Jahren.

kann man eine plattenrille schädigen wenn man eine zu dicke oder zu dünne nadel nutzt ?
Wenn Du bei den wenigen Gramm bleibst, ist eine Beschädigung sehr unwahrscheinlich. Das bezieht sich aber ausdrücklich nur auf Schellack, nicht auf anderes Material.
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