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Foren > Grammophone > Trichtergeräte
ORFEON MACHINE von Paillard mit Glas-Seiten-Gehäuse
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
PONOPHON
So Okt 23 2016, 18:27 Druck Ansicht
Dabei seit: Sa Dez 12 2015, 17:45
Wohnort: Österreich
Einträge: 109
HERSTELLER: Paillard
MODELL: Orfeon Machine
GEHÄUSE: Sockelmaß 39 x 39 cm, Höhe 18,5 cm. Vorwiegend aus Buchenholz, tw. auch Weichholz furniert. Mit Facettenglasscheiben an Front und linker Seite. Ursprünglich mahagonirot gebeizt, leider fast vollständig verblichen, aber unter den Beschlägen, im Inneren und zum Teil noch bei den Facetten der Glasfenster sichtbar.
PLATTENTELLER: Durchmesser 30 cm, Filzauflage erneuert (leider war beim Kauf ein dicker, grauer Filz-Teppich Belag drauf)
TRICHTER: Eisen vermessingt! Der Schwanenhals ist aus Messing. Durchmesser 69 cm
MOTOR: Doppelfeder Motor der Marke PAILLARD mit Seriennummer 328446
SCHALLDOSE: Modell „Expression“, eine Kopie der „Exhibition“, ebenfalls von Paillard

Ein zweites Trichtergrammophon mit Glasfenstern in meiner Sammlung ist ein Modell von Paillard.
Es wurde mit dem Namen Orfeon Machine versehen, vermutlich für diesen Hersteller von Paillard produziert. Orfeon kenne ich nur als Türkisches Plattenlabel, weiter weiß ich eigentlich nichts darüber.
Das Grammophon hat den typischen, riesigen Paillard Halter mit Efeu-Motiv und einem Durchmesser für das Trichterknie von gigantischen 49mm.
Der Trichter ist ebenfalls sehr groß und aus vermessingtem Eisenblech, der Schwanenhals ist aber aus Messing und mit DRGM gestempelt. Ich vermute, dass der Trichter in der Zeit des ersten WK gefertigt und aus Materialmangel in Eisen produziert wurde. Oder man wählte dieses Material weil es sich leichter falzen ließ, Messing ist ja sehr spröde, vor allem im Alter brechen viele Trichter an den Falznähten.
Interessant ist auch das Erscheinungsbild. Es hat sich im Alter völlig geändert. Das Gehäuse war ursprünglich mahagonirot und der Trichter hochglänzend Messing. Ich werde es aber so belassen, auch wir verlieren im Alter die Haarfarbe, so ist das eben. Den vermessingten Trichter kann ich sowieso nicht polieren, da sonst an einigen Stellen das Eisen durchschimmern würde. Durch seine Patina fallen die Roststellen auch nicht so auf.
Wenn jemand mehr über Orfeon weiß, würde ich mich sehr freuen.
Ich habe das Gerät vor wenigen Jahren von einem Pensionisten in einem Vorort von Wien gekauft, der es Jahrzehnte lang besessen hatte und sich aus Altersgründen davon trennte. Angeblich stand es früher in einem Kaffeehaus in Wiener Neustadt. Diese Geschichte ist aber nicht zu belegen, er hat es früher selbst bei einem Trödler erworben.
































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alang
So Okt 23 2016, 21:11
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 545
Schoenes Geraet, sehr beeindruckend. Der Zustand ist super. ich sehe nichts daran was ich aendern wuerde. Herzlichen Glueckwunsch und danke fuers Vorstellen.

Andreas
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Starkton
Mo Okt 24 2016, 01:35
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Wunderschönes Grammophon. Ich würde es ebenfalls in diesem gepflegten Gebrauchszustand lassen. Der imposante Trichter gibt sich aufgrund der DRGM-Einprägung als deutsches Fabrikat zu erkennen. Wenn man alle Gebrauchsmuster in der Phonographischen Zeitschrift um 1910 durchsucht wird man auch den Hersteller finden.

Du hast ganz richtig den Zusammenhang mit dem 1911 gegründeten Orfeon-Label von Hermann und Julius Blumenthal gesehen. Die Blumenthal Record and Talking Machine Co. mit den Filialen in Istanbul und Kairo würde ich als "Hersteller" dieses Grammophons bezeichnen, wobei offenbar vieles (alles?) aus der Schweiz und Deutschland zugekauft wurde. Als Baujahr kann man die Jahre kurz vor dem 1. Weltkrieg annehmen.

Hier ist ein schönes Orfeon-Label aus meiner Sammlung. Man vergleiche das Tempel-Warenzeichen mit demjenigen auf dem Grammophon. Der Warenzeichen ist neben dem Labelnamen eine "Erinnerung" an die Zeit (1904-1910) als die Gebrüder Blumenthal den Odeon-Vertrieb für die Türkei und Ägypten besaßen. Tamburi Cemil Bey war ein legendäre Komponist und Tamburspieler. Seine vielen Platten sind auch heute noch sehr begehrt, und das völlig zu recht.

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maestro
Mo Okt 24 2016, 10:15
Dabei seit: Mo Apr 04 2016, 20:04
Wohnort: Kharkov. Ukraine
Einträge: 28
In Russland ist die Marke Orpheon sehr bekannt, aber wie Piraten bis 1911, Nach 1911 ein legitimes.Bekannt 6 Verknüpfungen von Schallplatten, drei von Ihnen genau das gleiche Bild des Adlers. Vielleicht gibt es irgendeine Verbindung



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Starkton
Mo Okt 24 2016, 10:41
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Es gibt keine Verbindung zwischen dem 1911 gegründeten "Orfeon Record" - Label der Gebrüder Blumenthal und dem zwischen 1909 und 1911 in Russland aktiven "Orpheon Record" - Raubpressungslabel von David Aleksandrovich Finkelstein. Außer natürlich, dass beide die Namensähnlichkeit und damit Verwechslungsgefahr mit dem bekannten "Odeon Record" - Label ausnutzen wollten.

Zum "Orpheon Record" Label, bzw. dem Geschäftsgebaren seines Besitzers Finkelstein, hätte ich einige interessante Informationen für einen entsprechenden Thread.

[ Bearbeitet Mo Okt 24 2016, 11:07 ]
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_-_-_
Mo Okt 31 2016, 23:16
Dabei seit: Do Mai 12 2011, 09:46
Einträge: 266
Starkton schrieb ...

Zum "Orpheon Record" Label, bzw. dem Geschäftsgebaren seines Besitzers Finkelstein, hätte ich einige interessante Informationen für einen entsprechenden Thread.


Ich wäre sehr interessiert.
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DGAG
Do Mai 03 2018, 17:35
Dabei seit: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Einträge: 140
Inhalt, Bild oder Datei nur fuer angemeldete Mitglieder
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PONOPHON
Do Mai 10 2018, 17:41
Dabei seit: Sa Dez 12 2015, 17:45
Wohnort: Österreich
Einträge: 109
Danke für den Tipp, die Dose ist sehr billig weggegangen. Der Zustand war aber auch grenzwertig. Ich habe aber bereits eine und deshalb nicht mitgeboten.


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DGAG
Fr Mai 11 2018, 12:19
Dabei seit: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Einträge: 140
Die ist natürlich viel besser. Herzlichen Glückwunsch! Ich kenne mich mit Nadeldosen außerhalb des Themas DGAG/Gramophone Co./HMV nicht aus und bin nur zufällig über diese Auktion gestolpert. War mir nicht sicher ob es vielleicht eine einzigartige Kaufgelegenheit war.
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