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Foren > Grammophone > Tischgeräte
Tischgrammophon Cremona
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Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Ph0n0
Fr Okt 28 2016, 00:05 Druck Ansicht
Dabei seit: Mi Okt 26 2016, 17:41
Wohnort: Dreiländereck D/L/F
Einträge: 94
Mein erstes Grammophon

HERSTELLER: Cremona
MODELL:
SERIENNUMMER:
JAHR: vermutl. 1925 oder später
DAMALIGER PREIS:
GEHÄUSE: Eiche-Furnier, dunkel gebeizt
PLATTENTELLER: 25 cm
TRICHTER: Original nicht mehr vorhanden, Nachbau aus lackierter Pappe
MOTOR: Gebr. Steidinger Einfedermotor Nr. 50
SCHALLDOSE: verbastelt und repariert

INTERESSANTE DETAILS: keine zu öffnenden Türen in der Front

Im bekannten Internetauktionshaus fand ich folgendes Cremona Tischgrammophon, welches "voll funktionsfähig" angepriesen wurde. Für 70 EUR plus Porto wurde es meins. Ja, ich war noch völlig unbedarft und kannte dieses Forum noch nicht.




Unter dem Deckel präsentiert es sich auch noch ganz nett




Der Schwanenhals des Tonarms war etwas schwergängig, also ölte ich ihn gleich mal, ebenso den Fuß des Tonarms selbst.

Unter dem Plattenteller zeigt sich, dass keine überzähligen Bohrlöcher sind, also scheint noch der originale Motor verbaut zu sein




Man sieht, dass eine automatische Endabschaltung montiert ist. Aber schlimm ist die Schalldose. Die nochmal in voller Größe.



Verbastelt (Holzring!?!) war die sowieso. Die Glimmermembran rissig und das Schraubenloch in der Mitte ausgerissen. Die weißen Spuren auf der Membran stammen vom Sekundenkleber, mit dem ich sie gemäß der Anleitung hier aus dem Forum reparierte. Das Wachs, mit dem ich die Schraube versiegelte, ist ein wenig zu weit auseinander gelaufen. Die Dichtungsgummis waren natürlich steinhart. Im Baumarkt fand ich dünnen Silikonschlauch in der Elektroabteilung zum Ersatz. Wenn auch die Schalldose etwas abenteuerlich aussieht, immerhin funktioniert sie so tatsächlich.




Der Motor ratterte beim ersten Aufziehen der Feder. Es stellte sich heraus, dass der Geschwindigkeitsregler (bzw. die Stange davon) ausgehangen war.

Beim ersten Blick auf den Motor fiel mir gleich das Fehlen des Trichters auf




Hier ist der Motor nochmal aus der Nähe zu sehen




So zeigt sich die Schallöffnung in der Front vom Gehäuseinneren




Die zurechtgebastelte Schalldose habe ich nach ausgiebigem Studium der Forenseiten gleich mal mit einem Lifebelt an den Tonarm gesetzt und dabei gleich den Tracking-Error drastisch verkleinert. Irgendwo fand ich auch eine Anleitung für einen Gewichtsausgleich mit einer Gewindestange und einem Plattenspieler-Gegengewicht. Statt des Gegengewichtes verwende ich Unterlagscheiben und kann so das Gewicht in recht großem Rahmen einstellen. Allerdings macht das der Tonarm nicht mit, denn da komme ich zu den bestehenden Problemen:

1. Der Tonarm ist zu schwergängig. Ölen hat noch nichts gebracht.
2. Der Einfedermotor ist kräftig genug um nach 30-35 Kurbelumdrehungen eine Plattenseite durchzuziehen. Für eine Weihnachts-(Langspiel-)Platte von Telefunken mit ca. 7-8 Minuten Laufzeit reicht es allerdings nicht. Da muss man nachkurbeln. Gegen Ende der Plattenseite ertönt gelegentlich ein recht lautes Schnarren/leichtes Knallen aus dem Inneren des Gehäuses. Ich vermute, dass die Feder des Motors gründlich gereinigt und gefettet werden muss. Der Rest des Motors ist völlig zugeschmiert mit Fett. Hier wird wohl die Entfernung und dann ein dezentes Ölen vonnöten sein.
3. Der fehlende Trichter. Hier war sicher kein runder oder ovalter Trichter verbaut, sondern etwas Eckiges. Da werde ich wohl selbst Hand anlegen müssen um etwas trichterähnliches einzubauen.


Nach meinen Recherchen hier in diesen Seiten und anderweitig im WWW baute Cremona wohl zwischen 1920 und 1931 Grammophone. Kann man das Baujahr meines Grammophons noch weiter eingrenzen?




Bei diesem Grammophon lege ich jetzt nicht unbedingt Wert auf vollständige Originalität (wie auch - bei DER Schalldose? ). Aber es soll natürlich wirklich voll funktionsfähig sein.

Viele Grüße, Stephan

[ Bearbeitet Sa Nov 12 2016, 22:01 ]
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berauscht
Fr Okt 28 2016, 10:16
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1588
Aufgrund der Bezeichnung Elektro Cremola kann man das Gerät wohl auf die Zeit nach 1925 datieren.

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Ph0n0
Fr Okt 28 2016, 10:35
Dabei seit: Mi Okt 26 2016, 17:41
Wohnort: Dreiländereck D/L/F
Einträge: 94
Danke sehr. Ich habe das mal so in die Kopfdaten eingetragen.

Viele Grüße, Stephan
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Ph0n0
Di Nov 01 2016, 22:21
Dabei seit: Mi Okt 26 2016, 17:41
Wohnort: Dreiländereck D/L/F
Einträge: 94
Guten Abend!

Heute wollte ich mich an die Aufarbeitung des Motors begeben. Vollendet ist es nicht, aber immerhin sammle ich beim Zerlegen Erfahrungen.

Nach dem Abnehmen des Plattentellers sah ich auf dem Motorbrett folgende Nummern eingestanzt (es bringt doch was, wenn man genug Licht anmacht )






Das eine wird wohl die Typ-, das andere die Geräte-Nummer sein. Wer weiß, welche die welche ist?

Bei der Gelegenheit zeige ich euch auch, wo das Gerät seinerzeit gekauft wurde:




Alle abgenommenen Schrauben wurden sauber eingetütet:




Größere Teile einfach beiseite gelegt:



Hinten auf dem umgedrehten Plattenteller liegt die Stange zur Reduzierung des Auflagegewichts und vorne am Tonarm ist das Schlauchstück, welches als Lifebelt fungiert, zu sehen.

Stellvertretend für eine Reihe von Bildern des Motors hier nur ein paar, die zeigen, wie der Kaufzustand war.






In der farbigen Markierung kann man sehen, dass die Rückstellfeder nicht mehr an der Deckplatte befestigt ist. Sie ist merkwürdig verschlungen. Wahrscheinlich das Werk einer früheren "Reparatur". Das habe ich mal so belassen, denn noch erfüllt sie ihren Zweck, wenn sich auch die Kurbel eine knappe halbe Umdrehung zurückdrehen lässt beim Aufziehen des Motors.



In Ermangelung von Terpentin-Ersatz reinigte ich die Teile mit Bremsen- und Kettenreiniger vom Motorrad. Eine Zahnbürste half mir dabei.
Um das Federgehäuse zu öffnen, musste ich erstmal im Forum nachschauen und da war das Problem: Ich habe keinen Schraubstock! So frei in der Hand haltend wird das ja nix. Also alles fertig sauber gemacht, neu geölt/gefettet und wieder zusammen gebaut.

Dann machte ich mich über das Gehäuse her. Hier nahm ich Poliboy Möbelpolitur für dunkle Hölzer:


Die Samtauflage des Plattentellers ist recht gut erhalten. Nur ein Loch ist hineingestochen und sie riecht etwas nach muffigem Keller. Ich reinigte sie mit einer angefeuchteten Bürste:



Dem Rand des Plattentellers, der Bremse, dem automatischen Stopper und der Geschwindigkeitsregelung rückte ich mit Nevr-Dull zuleibe. Anschließend baute ich wieder alles zusammen und relativ kurze Zeit später konnte schon wieder die erste Platte laufen:



Eigentlich bin ich nicht viel weiter als gestern. Außer, dass ich mein Grammophon besser kennengelernt habe. Jetzt muss ich mir erstmal einen Schraubstock besorgen und dann sehen wir weiter.

Viele Grüße, Stephan

[ Bearbeitet Di Nov 01 2016, 22:25 ]
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Starkton
Mi Nov 02 2016, 08:27
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Das Warenzeichen "Cremola" wurde im Dezember 1927 für die Cremona-Resonator G.m.b.H. in Berlin eingetragen.
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Fehlmann1960
Mi Nov 02 2016, 09:18
Dabei seit: Do Dez 19 2013, 15:39
Wohnort: CH- 4492 Tecknau
Einträge: 365
Hallo Stephan

Zum Motor, der ist von der Firma Gebrüder Steidinger St. Georgen im Schwarzwald. Irgendwo im Forum ist schon was.
Wie klingt der Grammophon jetzt, ohne Trichterteil zum Tonarm?
Bei schlechtem Klang würde ich mir aus Tischlerplatten einen konischen Trichter zusammenleimen.
Gruss Thomas
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Ph0n0
Mi Nov 02 2016, 15:55
Dabei seit: Mi Okt 26 2016, 17:41
Wohnort: Dreiländereck D/L/F
Einträge: 94
@Starkton: Wenn dem so ist, müsste die Datierung der Fertigung auf mindestens 1927 angehoben werden?

Viele Grüße, Stephan
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Ph0n0
Mi Nov 02 2016, 16:01
Dabei seit: Mi Okt 26 2016, 17:41
Wohnort: Dreiländereck D/L/F
Einträge: 94
Hallo Thomas,

mir fehlt ein direkter Vergleich zu einem vollständigen Grammophon (ist halt mein erstes). Ich würde sagen, es klingt etwas zu dünn und zu leise. Mit leisen Nadeln (da war ein kleiner Vorrat dabei) stört man auch die Nachbarn kaum. Wie auf dem letzten Foto zu sehen, habe ich jetzt auch eine Nadeldose aus Bakelit für neue und abgespielte Nadeln. Da waren mittellaute oder laute Nadeln dabei. Je nach Aufnahme entwickelt das Grammophon damit auch ohne Trichter eine beachtliche Lautstärke. Meine Platten sind eh ziemlich hinüber - da machen auch die lauten Nadeln nicht mehr viel aus...
In der Galerie habe ich ein Tischgerät entdeckt, bei welchem ein Holztrichter eigentlich nur angedeutet ist. Sowas schwebt mir als Adaption für mein Gerät vor. Allerdings muss ich 2x um die Kurve, weil sonst im Gehäuse der Motor im Wege ist. Es sei denn, ich könnte mich dazu durchringen, den Tonarm nicht hinten rechts, sondern hinten links anzubringen... Dann hätte ich aber noch ein anderes Loch zu stopfen.
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Ph0n0
Mi Nov 02 2016, 16:10
Dabei seit: Mi Okt 26 2016, 17:41
Wohnort: Dreiländereck D/L/F
Einträge: 94
@Thomas: So, ich hab's wieder gefunden: Es war in der Galerie das Tischgerät Thorens, welches du vor knapp 3 Jahren vorgestellt hast. Dort ist allerdings der Tonarm hinten links angebracht, was die Sache vereinfacht. Gibt es bei dem Modell eine luftdichte Abdeckung des Holztrichters nach oben und unten?

Viele Grüße, Stephan
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Fehlmann1960
Mi Nov 02 2016, 16:33
Dabei seit: Do Dez 19 2013, 15:39
Wohnort: CH- 4492 Tecknau
Einträge: 365
Hallo Stephan
Der Trichter ist nicht luftdicht am Tonarm verbunden. Siehe Fotos.
Mach bitte keinen neuen Löcher ins Gerät! Wäre schade. Ob auf diese Art ein Trichter bei Deinem Grammophon verbaut werden kann, ist fraglich.
Habe mich nur gewundert, dass die Schallführung so nicht gewährleistet ist. Klar klingt es irgendwie aus dem Gerät, jedoch vermutlich etwas dumpf.

Gruss Thomas







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Ph0n0
Mi Nov 02 2016, 22:21
Dabei seit: Mi Okt 26 2016, 17:41
Wohnort: Dreiländereck D/L/F
Einträge: 94
Hallo Thomas,
wieso ist es fraglich, ob so eine Art Trichter bei mir verbaut werden kann? Nur wegen der anderen Anordnung des Tonarms? Ich werde zunächst mit Pappe experimentieren. Und die dann später evtl. als Schnittmuster für dünnes Holz oder vielleicht auch Blech verwenden. Mal sehen. Habe bei mir im Haus noch ein paar Pflichtübungen zu versehen, ehe ich zur Kür übergehen kann. Das Grammophon gehört leider nicht zur Pflicht.
Noch eine Frage: Das Teil, was am Trichteransatz unterhalb des Loches in der Motorplatte bei dir ist - woraus ist das? Auch aus Holz?

Viele Grüße, Stephan
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Ph0n0
Mi Nov 02 2016, 22:33
Dabei seit: Mi Okt 26 2016, 17:41
Wohnort: Dreiländereck D/L/F
Einträge: 94
Nachtrag: Den Tonarm zu versetzen wäre meine letzte Alternative. Aber vielleicht nicht die schlechteste Idee. Mit dem Tonarm in der linken hinteren Ecke wäre auch ein einfacher gerader Trichter denkbar. Schließlich gibt es in der Bauart genügend andere Geräte. Eine weitere Variante wäre, eine neue Motorplatte herzustellen und die alte fein säuberlich aufzubewahren. Wenn ich diese Trichterlösung nachrüste, fiele auch die Konstruktion hinter der Frontplatte weg. Da anzuknüpfen wäre nahezu unmöglich. Auch dieser Teil würde fein säuerlich abgeschraubt und irgendwo aufbewahrt werden.

Viele Grüße, Stephan
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Fehlmann1960
Do Nov 03 2016, 09:44
Dabei seit: Do Dez 19 2013, 15:39
Wohnort: CH- 4492 Tecknau
Einträge: 365
Hallo Stephan

Noch eine Frage: Das Teil, was am Trichteransatz unterhalb des Loches in der Motorplatte bei dir ist - woraus ist das? Auch aus Holz?


Das Teil ist auch aus Holz. Eine Art von Keil mit halbrunder Vertiefung.
Luftdichte Anschlüsse von Tonarm zu Trichter sind in der Regel nicht üblich. Luftdicht sollte nur die Schalldose bei der Membrane sein. Dieser Anschluss an den Tonarm ist dann auch nicht luftdicht.

Versuch's doch mal mit Karton / Pappe, ev. als Muster. Wenn der Ton für Dich dann i.O. ist, lass es aus Pappe.
Blech ist nicht unbedingt besser. Wurde viel bei Koffergrammophonen verwendet, jedoch ist meist der Klang mit holzartigem Material besser, resp. wärmer.

Gruss Thomas
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Ph0n0
Do Nov 03 2016, 10:32
Dabei seit: Mi Okt 26 2016, 17:41
Wohnort: Dreiländereck D/L/F
Einträge: 94
Fehlmann1960 schrieb ...

...Versuch's doch mal mit Karton / Pappe, ev. als Muster. Wenn der Ton für Dich dann i.O. ist, lass es aus Pappe.
Blech ist nicht unbedingt besser. Wurde viel bei Koffergrammophonen verwendet, jedoch ist meist der Klang mit holzartigem Material besser, resp. wärmer.

Gruss Thomas


Hallo Thomas,

Blech könnte einfach blechern klingen

Holz ist für mich leichter zu verarbeiten. Und Pappe als Schnittmuster oder Provisorium ist auch gut. Bekanntlich ist auch nichts so dauerhaft wie ein Provisorium...

Viele Grüße, Stephan

PS: Den hölzernen Rahmen im inneren des Kastens, wo der ursprüngliche Trichter endete, habe ich gestern abend noch ausgebaut. Das waren 2 Schrauben in 2 Halteklötzchen. Jetzt habe ich relativ viel Platz im Gehäuse.

[ Bearbeitet Do Nov 03 2016, 10:34 ]
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Ph0n0
So Nov 06 2016, 22:20
Dabei seit: Mi Okt 26 2016, 17:41
Wohnort: Dreiländereck D/L/F
Einträge: 94
Guten Abend!

Gestern abend und heute fand ich etwas Zeit, mit dem Grammophon zu experimentieren.
Als erstes fertigte ich aus Sperrholz (einfaches Pappel-Sperrholz) eine neue Bodenplatte. Die Originale fehlt ja. Darauf zeichete ich die Positionen von Tonarm, Motor, Schallöffnung und Seitenleisten (wo die Motorplatte aufliegt). Ich hatte nur relativ dünne Pappe (Rücken eines Kalenders) da. Die musste dran glauben. So habe ich mir das zunächst im Maßstab 1:2 aufgezeichnet und dann ausgeführt:



Nach oben hin schließt die Motorplatte ab. Der Klang-Test ergab: Es ist bereits ein deutlicher Unterschied zu hören. Der Schall kommt deutlich gerichteter aus der Schallöffnung heraus und verschwindet nicht einfach unter dem Grammophon in Tischdecke oder Teppich.
Jetzt muss ich das nur noch aus biegsamem Holz nachbauen, doch etwas mehr abdichten, dezent anpinseln und alles wird wunderbar

Viele Grüße, Stephan
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Fehlmann1960
Mo Nov 07 2016, 07:51
Dabei seit: Do Dez 19 2013, 15:39
Wohnort: CH- 4492 Tecknau
Einträge: 365
Hallo Stephan

Sie echt gut aus Deine Schalltrichter-Lösung!
Ich glaube, wenn Du dies in starker Pappe oder Holz hinbekommst, ist es eine gute Lösung.

Gruss Thomas
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Ph0n0
Mo Nov 07 2016, 09:10
Dabei seit: Mi Okt 26 2016, 17:41
Wohnort: Dreiländereck D/L/F
Einträge: 94
Hallo Thomas,

ja, ich glaube, da ist noch eine Steigerung möglich. Gesamtlänge des Trichters ist ca. 50 cm.
Es wird wohl ein Besuch im Bau- oder Bastelmarkt fällig...

Viele Grüße, Stephan
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Ph0n0
Mi Nov 09 2016, 07:57
Dabei seit: Mi Okt 26 2016, 17:41
Wohnort: Dreiländereck D/L/F
Einträge: 94
Hallo!

Es scheint ein größeres Problem zu sein, Biegesperrholz (kann man bei den bekannten Suchmaschinen finden) in echt in Deutschlands ältester Stadt zu bekommen. Es wird wohl doch Pappe werden...

Viele Grüße, Stephan
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Ph0n0
Sa Nov 12 2016, 21:56
Dabei seit: Mi Okt 26 2016, 17:41
Wohnort: Dreiländereck D/L/F
Einträge: 94
Es ist vollbracht - ab sofort hat mein Cremona wieder einen Trichter. Wie schon geschrieben habe ich kein Biegesperrholz bekommen. Statt dessen wollte ich 4 mm Buchbinderpappe nehmen. Die lässt sich aber kaum richtig biegen. 2 mm haben da Vorteile - nicht zuletzt der günstigere Preis. Mit einer Schere schneiden ist bei 2 mm nicht gut möglich. Mit einem Cutter-Messer bin ich auch nicht glücklich geworden. Die Pappe lässt sich aber ganz gut mit einer Japan-Säge schneiden. Der leicht ausgefranste Rand, der dabei entsteht, lässt sich trotzdem gut verkleben. Zum Kleben habe ich Heißkleber genommen. Damit die Pappe für Luftfeuchtigkeit nicht so anfällig ist, habe ich sie lackiert. Die Farbe des Lackes hätte jede beliebige sein können, denn sehen kann man den Trichter ja nicht. Hier gibt es ein paar Bilder vom Bau:

Erst eine Seite. Ich hatte als Vorarbeit kleine Sperrholzstreifen als Anschlag auf die Bodenplatte geleimt:


Der Trichter wird nicht nur von hinten nach vorne breiter, sondern auch tiefer. Ein entsprechender "Zwischenboden" ist insgesamt auf die halbe Trichterlänge eingeklebt:





Die Abdichtung der Fugen erfolgte mit Acryl (weil es sich im Gegensatz zu Silikon überstreichen lässt)





Test: Passt der Einsatz richtig ins Gehäuse?


Ich entschloss mich dazu, dem Trichter einen eigenen Deckel zu verpassen:


Der Deckel und die Bodenplatte bekamen noch Farbe:





Einbau und Abdichtung zum Motorbrett mit einem Dichtring aus Moosgummi:


Ich habe absichtlich viel Wert darauf gelegt, dass der Trichter in sich dicht ist, weil ich der Ansicht bin, dass jede Schallenergie, die sich irgendwo Bahn bricht und nicht an der Trichteröffnung ankommt, verloren ist.
Der Effekt ist jedenfalls deutlich hörbar. Nicht nur die Lautstärke hat deutlich zugenommen, auch die Wiedergabe tiefer und hoher Frequenzen ist verbessert.
Sicher stellt dieses Erstlingswerk von mir noch nicht das Optimum dar. Über der Bastelarbeit kamen mir noch einige nette Gedanken, wie der Trichter auch noch aufgebaut werden könnte. Inspiriert wurde ich nach weiterem Studium der Seiten dieses Forums, wo es zu einer Frage "Kann man einen Trichter selbst bauen?" die Antwort gab, dass man mal nach "Hornlautsprecher Selbstbau" suchen soll. Wirklich inspirierende Bilder dabei. Und für mich die Erkenntnis: Der Trichter ist einfach nicht totzukriegen.

Viele Grüße, Stephan
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