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Foren > Grammophone > Reparatur
Reparatur, bzw. Aktualisierung Schalldose (unbekannter Typ)
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Ph0n0
So Nov 20 2016, 23:07 Druck Ansicht
Dabei seit: Mi Okt 26 2016, 17:41
Wohnort: Dreiländereck D/L/F
Einträge: 94
Hallo miteinander!

Mein Cremona-Grammophon hat eine verbastelte Schalldose.

In einer Sofort-Reparatur unter Zuhilfenahme der Informationen aus diesem Forum habe ich die Dichtungen ausgetauscht, die Glimmerscheibe mit Sekundenkleber repariert und die Dose wieder zusammen gebaut. Seitdem spielt sie wieder, wie ich finde mit einigermaßen annehmbarem Klang. Ob das zu hörende Klirren an den abgenudelten Platten oder an der verbastelten Schalldose liegt, weiß ich nicht. Vorläufig will ich mal bei dieser Schalldose bleiben. Allerdings wäre ein Update wohl nicht verkehrt.
Dazu gehört der Austausch der Glimmerscheibe. Das Original hat 50 mm Durchmesser. Es gibt fertig konfektionierte Scheiben mit 48 mm Durchmesser. Das müsste eigentlich passen, denn die Dichtungen sind groß und weich genug: Zwischen Schalldose und Glimmerscheibe liegt eine Silikondichtung, zwischen Glimmerscheibe und Abdeckring liegt eine Moosgummidichtung (auf dem Foto noch nicht, da waren es zwei Silikondichtungen).
Aber ich experimentiere ja gerne und original ist diese Schalldose ja schon längst nicht mehr. Was könnte ich alternativ als Membran nehmen? Hat schon jemand mit Kunststoffscheiben (welcher?) experimentiert? Könnte ich einfach eine Alumembran einsetzen?
Zum Update gehört ferner, dass die Gummidichtung zwischen Befestigungsstutzen für den Tonarm und Schalldose ausgetauscht wird. Diese dient wohl als vollständig ausgehärteter Klebstoff, denn die Dose ist mit dem Stutzen nicht mehr verschraubt. Das war schon beim Kauf so. Frage ist nur: Wo bekomme ich so feine passende Schrauben her?
Ein weiteres Update wäre das Austauschen der furchtbaren Kreuzschlitzschraube am Abdeckring. Die greift sowieso nicht richtig. Wahrscheinlich ist mit dieser Schraube das Gewinde in der Dose nachhaltig zerstört worden.
Zuguterletzt könnte ich diesen sperrhölzernen Abdeckring lackieren. Silbergrau mit einer Spur von Gold könnte einen Ton ergeben, der passt.
Aber eins nach dem Anderen. Also erstmal eine neue, unversehrte Membran...

Viele Grüße, Stephan
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krammofoon
Mo Nov 21 2016, 07:21
Schellack-Gnadenhof
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 1239
Servus :-)

Ich betreibe eine Experimentalschalldose mit Kunststoffmembran.

Dazu gibt es einen bebilderten Thread im Sender über deren Herstellung, welcher es sogar bis auf Facebook geschafft hat.

Mal abgesehen davon, dass das für manche damals sicher reine Blasphemie war, so was überhaupt in Betrieb zu nehmen, hat das gute Stück einen dermaßen vollen und runden Klang, dass es eine wahre Freude ist.

Bei Interesse suche ich den damaligen Thread nochmal raus.

Gruss
Georg
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krammofoon
Mo Nov 21 2016, 07:37
Schellack-Gnadenhof
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 1239
Servus :-)

Kleine Korrektur.....

im Sender hatte ich das damals doch nicht drin. Da ich allerdings auch auf Gesichtsbuch nicht vertreten bin, musst du das selber suchen.

Zu finden unter der Rubrik VIDEOS vom 25.02.2015.

Gruss
Georg

[ Bearbeitet Mo Nov 21 2016, 08:56 ]
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Ph0n0
Mo Nov 21 2016, 13:14
Dabei seit: Mi Okt 26 2016, 17:41
Wohnort: Dreiländereck D/L/F
Einträge: 94
Hallo Georg,

wo bitteschön finde ich die Rubrik Videos? Entweder bin ich doch nicht kompatibel mit der modernen EDV oder sie versteckt sich bestens!
Ich gehe mal davon aus, dass du die Schalldose selbst umgebaut hast. Welchen Kunststoff hast du verwandt?

Viele Grüße, Stephan
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krammofoon
Mo Nov 21 2016, 13:55
Schellack-Gnadenhof
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 1239
Servus :-)

Geh am besten über den Link vorne auf der Startseite des Forums auf FB.....
Dort ist rechts eine Spalte mit den Videos..... dort auf "Mehr anzeigen" und runterrollen. Ggf. dies nochmal wiederholen.
Irgendwann taucht dann eines auf mit dem Titel "Soundbox repair"..... das isses.

Gruss
Georg
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Ph0n0
Mo Nov 21 2016, 14:10
Dabei seit: Mi Okt 26 2016, 17:41
Wohnort: Dreiländereck D/L/F
Einträge: 94
Hallo Georg,

auf FB findet man mich allerdings auch nicht. M.a.W.: Ich finde dort ebenfalls nichts. Zudem sperrt mein Arbeitgeber diese Seiten. Also werde ich dumm sterben müssen.
Trotzdem wiederhole ich noch mal die Frage: Welcher Kunststoff empfiehlt sich als Membran? Er muss ja recht leicht und dünn, dabei aber völlig formstabil sein.

Viele Grüße, Stephan
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gramofan
Mo Nov 21 2016, 14:23
Dabei seit: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Einträge: 1058
Was befindet sich denn unter der Randabdeckung auf der Schallldosenfrontseite? Die sieht so ziemlich selbstgemacht aus (Sperrholz?) und ist sicher nicht original. Falls dort noch der Metallring vorhanden sein sollte, der bei solchen Alu-Dosen üblicherweise den vorderen Dichtungsgummi hält, würde ich die Holzabdeckung wegnehmen. Eine Alumembran wird hier (abgesehen davon, dass sie bei solchen Dosen nicht üblich waren) wohl nicht passen, da sie zwecks Versteifung regelmäßig mit einer Prägung versehen waren, die hier dazu führen würde, dass der Nadelträger (ohne Modifikation) schief steht. Ich würde nach einer Glimmermembran Ausschhau halten. Sie sollte ca. 1 - 2 mm weniger Durchmesser haben, als der Innendurchmesser der Schalldose. Wenn das wirklich 50 mm sind, wirst Du im englischen ebay fündig (Stichwort "mica"). Als Lagerung wären oben und unten i.d.R. je ein Silikonschlauch mit 3 mm Außendurchmesser korrekt. Gibt's z.B. im Medizinbedarf als Infusionsschlauch (oder auch hier Link - Hier klicken
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Ph0n0
Mo Nov 21 2016, 14:29
Dabei seit: Mi Okt 26 2016, 17:41
Wohnort: Dreiländereck D/L/F
Einträge: 94
Hallo Martin,

unter dem Sperrholzring befindet sich direkt die Dichtung zur Glimmerscheibe. Die habe ich, entgegen dem Foto oben, inzwischen durch eine Moosgummidichtung ersetzt. Die Dichtung zwischen Glimmerscheibe und eigentlicher Schalldose ist ein 3-mm-Silikonschlauch aus dem Elektrobereich. Das Ganze ist mit etwas Fett luftdicht gemacht. Wie gesagt, die Schalldose funktioniert, ist aber optisch nicht wirklich der Bringer. Zudem könnte es ja sein, dass die Schalldose mehr hergeben könnte... Versuch macht kluch!
Glimmer wäre natürlich einfach: bestellen, einbauen. Aber ich will ja experimentieren. Glimmer kann ich dann immer noch ordern, falls es nix wird.

Viele Grüße, Stephan
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Ph0n0
Mo Nov 21 2016, 22:15
Dabei seit: Mi Okt 26 2016, 17:41
Wohnort: Dreiländereck D/L/F
Einträge: 94
Hallo!

Dieses Grammophon ist genau das Richtige für mich als experimentierfreudiges Spielkind
Beim Verpackungsmaterial von Scheibenwischergummis war ein klarer festerer Kunststoff, den ich zu einem ersten Test recycelt habe. Mit einem Zirkel habe ich den Kreis von 4,8 cm aufgezeichnet, ausgeschnitten, die marode Glimmerscheibe aus der Schalldose herausgenommen und mein Plastikscheibchen eingelegt. Die Schalldose war auch ohne Verwendung von Wachs sofort luftdicht und musste sich einer Hörprobe stellen. Zum Glück nahm ich eine von den leisen (genauer extra leisen) Nadeln (Stärke 0,6mm). Selbst damit spielt mein Grammophon jetzt so laut wie vorher nur mit den lauten Nadeln (Stärke 1,5mm). Vollkommen zufrieden bin ich noch nicht, denn es verzerrt noch deutlich an lauten Stellen. Aber dadurch wird mein Spieltrieb erst recht geweckt...
Die Optik hat schon mal gewonnen:

Hier sieht man auch die Moosgummidichtung zwischen Membran und Holzring. Vielleicht sollte ich aber nochmal eine zweite Silikondichtung versuchen... Nur nicht mehr heute.

Viele Grüße, Stephan
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snookerbee
Di Nov 22 2016, 01:34
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1820
Hier ist das oben erwähnte Video.
Bei Auftauchen der Anmeldemaske auf "Jetzt nicht" klicken!

Link - Hier klicken
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Ph0n0
Di Nov 22 2016, 08:13
Dabei seit: Mi Okt 26 2016, 17:41
Wohnort: Dreiländereck D/L/F
Einträge: 94
Hallo Claus,

vielen Dank für den Link. Gibt es eigentlich einen Grund, weshalb mir die Verbindung zu FB nicht auf der Startseite angezeigt wird? Weder daheim (Mozilla Firefox), noch im Büro (Microsoft IE)...

Viele Grüße, Stephan
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snookerbee
Di Nov 22 2016, 11:42
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1820
Bei mir wird der Link nur angezeigt, wenn ich NICHT im Forum eingeloggt bin. Ansonsten auch nicht.

VG Claus
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Ph0n0
Di Nov 22 2016, 13:42
Dabei seit: Mi Okt 26 2016, 17:41
Wohnort: Dreiländereck D/L/F
Einträge: 94
Hallo Claus,

that's it! Ich habe bereits an meiner Sehfähigkeit gezweifelt...

Viele Grüße, Stephan
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Ph0n0
Mi Nov 23 2016, 10:07
Dabei seit: Mi Okt 26 2016, 17:41
Wohnort: Dreiländereck D/L/F
Einträge: 94
Hallo!

Gestern abend habe ich noch ein wenig experimentiert. Diesmal in Alu. Der Boden eines Maxi-Teelichtes schien mir geeignet. Ich schnitt also eine entsprechend große Membran aus und implantierte sie in die Schalldose. Klangergebnis: Noch lauter, aber kaum hohe Frequenzen, also insgesamt recht dumpfer Ton. Und plötzlich fing es fürchterlich an zu Klirren. Vermutlich war noch ein Alu-Span irgendwo hingelangt, wo er nicht hinsollte. Leider habe ich von dem Experiment kein Bild gemacht. Aber der Teelicht-Boden ist zu nachgiebig. Bei einem Seitenschlag der Platte sieht man den Nadelträger an der Membran regelrecht "atmen".
Ich baute also wieder zurück auf Kunststoff und nahm mich des Tonarmstutzens mit seiner ausgehärteten Gummischeibe an.
Dieser Stuten war nur noch mittels der Gummischeibe an die Schalldose geklebt. Es fehlt völlig die zweite Gummischeibe und der Abdeckring, der durch das ganze Konstrukt an der Schalldose festgeschraubt wird. So kann das ja nichts werden mit der Entkopplung.
Da ich bereits ein Schlauchstück als "lifebelt" installiert hatte, war das aber nicht so dramatisch. Wenn ich jetzt den Stutzen neu entkopple, werde ich die fehlende Kröpfung zur Verringerung des Trecking Errors gleich mit einzubauen versuchen.
Aber zu allererst muss ich auf die Suche nach passenden Schrauben gehen, denn irgendwie muss der Stutzen ja wieder an die Schalldose...

Ein kleiner Hinweis sei mir hier noch erlaubt: Normalerweise würde ich an solch einer Antiquität nicht so herumbasteln, sondern sie im Originalzustand belassen. Aber im Fall meiner Schalldose ist die Originalität ja längst nicht mehr gegeben. Da ist Basteln erlaubt. Auch wird es in früheren Jahrzehnten immer wieder findige Köpfe gegeben haben, die den Originalzustand ihres Equipments nach allen Regeln der damaligen Kunst getunt oder auch tatsächlich verbessert haben. Von daher ist der Originalzustand (Auslieferungszustand nach Herstellung) sicher oft nicht mehr feststellbar.

Viele Grüße, Stephan
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Ph0n0
Mi Nov 23 2016, 23:27
Dabei seit: Mi Okt 26 2016, 17:41
Wohnort: Dreiländereck D/L/F
Einträge: 94
Update: Ich habe einen anderen Kunststoff gefunden. Der ist etwas dicker. Damit taste ich mich jetzt an die optimale Einstellung von der Andruckstärke des Holzrings auf die Dichtungen und des Nadelträgers.
Ich habe zwar Schrauben gefunden, die dasselbe Gewinde haben, wie die benötigten Schrauben des Tonarmstutzens. Leider sind sie viel zu kurz. Als heutige Endlösung habe ich damit den Stutzen unmittelbar an die Schalldose geschraubt und selbige wieder in den Lifebelt gesteckt. Auch hier könnten die Höhen etwas stärker wiedergegeben werden. Aber besser als das Gescheppere mit der geflickten Glimmer-Scheibe.

Viele Grüße, Stephan
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Ph0n0
So Dez 11 2016, 00:39
Dabei seit: Mi Okt 26 2016, 17:41
Wohnort: Dreiländereck D/L/F
Einträge: 94
So, der Lifebelt ist Geschichte. Problem dabei: Wenn man die Schalldose abnimmt und wieder aufsteckt, ist die Position möglicherweise eine andere als die vorherige. Und auch mit dem Tracking Error gibt es da keine permanente Einstellung.

Am Anfang war ein keilförmiges Stück Holz (von einem Stück Holzleiste 4x2 cm abgesägt). Das bekam mit einem 2-cm Forstner-Bohrer ein mittiges Loch. Aus schwarzem Moosgummi (2mm) schnitt ich 2 Dämpfungsgummis. Die klebte ich mit einem hochmodernen Polymer-Kleber (Soudal Fix All - verwende ich im, am und ums Haus in allen Lebenslagen für Verklebungen, die halten sollen). Dieser Kleber bleibt dauerelastisch, unterstützt also noch das Moosgummi. Und an die Moosgummis klebte ich direkt den Tonarmstutzen und die Schalldose. Der Kleber klebt zwar wie Hölle, lässt sich aber mechanisch (z.B. mit einer Klinge) auch wieder lösen.

Der erste Klangtest stellte bereits zufrieden: Besser als mit dem Schlauchgürtel (der war deutlich starrer), weniger Verzerrungen (sofern man das bei den teilweise stark abgenudelten Platten noch feststellen kann) und vom Empfinden her noch ein Tick mehr Lautstärke, selbst bei leisen Nadeln. Die Kontrolle des Tracking Errors ergab 3°C am Anfang der Platte und -2° am Ende. Ein, wie ich finde, guter Wert.
Um diese Konstruktion optisch etwas anzupassen habe ich sie mit Zinkfarbe angepinselt.

Damit ist die Überarbeitung der Schalldose vorläufig abgeschlossen. Eine Veranlassung zur neuen Glimmerscheibe sehe ich nicht.
Ja, mit dieser Überarbeitung entferne ich mich noch etwas vom Original. Aber das ist meines Erachtens gerade bei dieser Schalldose vertretbar. Vielleicht läuft mir irgendwann eine andere passende (und unverbastelte!) Schalldose über den Weg. Die darf dann original bleiben. Obwohl: das mit dem Keil zwischen Tonarmstutzen und Schalldose würde ich vielleicht doch...
...anders ausführen .

Viele Grüße, Stephan
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