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Foren > Musik, Tanz, Theater und Tonfilm > Jazz, Swing und Ragtime
Original Memphis Five
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
bluesserenader
Di Jun 06 2017, 17:37 Druck Ansicht
Dabei seit: Mi Mai 13 2015, 11:27
Wohnort: Heidelberg
Einträge: 5
Hallo liebe Freunde des frühen Jazz,

hiermir erlaube ich mir, auf den kürzlich in "Vintage Jazz Mart" erschienenen ersten Teil meines 4-teiligen Artikels hinzuweisen, welcher die "Original Memphis Five" zum Thema hat, eine der wichtigsten Gruppen des frühen Jazz. Verwendet habe ich dabei ausschließlich zeitgenössische Primärquellen.

Link: Link - Hier klicken

Für Anregungen, Ergänzungen, etc. wäre ich dankbar...

Mit bestem Gruß,
Ralph Wondraschek, Heidelberg



[ Bearbeitet Di Jun 06 2017, 17:39 ]
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snookerbee
Di Jun 06 2017, 20:48
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1699
Wow, was steckt da für Arbeit drin!!!

Danke fürs Teilen des Ergebnisses. Leider kann ich nichts ergänzen, aber vielleicht gibt es Mitglieder hier, die etwas beisteuern können. Ich drücke die Daumen.



Beste Grüße
Claus
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krammofoon
Di Jun 06 2017, 21:16
Schellack-Gnadenhof
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 1119
Servus :-)

Meinen allergrößten Respekt vor dieser Fleißarbeit!

Musste ich grad mal loswerden.....

Gruss
Georg
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bluesserenader
Mi Jun 07 2017, 11:52
Dabei seit: Mi Mai 13 2015, 11:27
Wohnort: Heidelberg
Einträge: 5
Danke für die freundlichen Worte!
Ja, habe über drei Jahre intensiver Forschungsarbeit gebraucht, um den Artikel schreiben zu können.
Habe mich dabei auf den historisch-chronologischen Part beschränkt, und musikanalytische sowie diskographische Aspekte außen vor gelassen (beschränkter Platz in VJM).
Was nicht online zu finden ist, kann man sich auf Mikrofilmen per Fernleihe, oder per Bestellung von Kopien der Filmrollen, kommen lassen.
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Starkton
Mi Jun 07 2017, 15:56
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Man sieht sofort, hier war ein absoluter Fan dieser Gruppe am Werk, der jeden Schnipsel und jeden Tonträger mit großem Fleiß zusammen trägt. Gäbe es die Original Memphis Five heute noch, Du würdest zu jedem Konzert reisen.

Das erinnert mich daran, dass ich einen großen Haufen von Sammelalben mit Zeitungsausschnitten, dazu Briefen, Fotos, Konzertprogrammen, Urkunden ... der österreichischen Sopranistin Irene Abendroth zuhause habe. Diesen Schatz wollte ich schon seit Jahren digitalisieren, aufarbeiten, analysieren ... Bloß, ich kann mich nicht aufraffen. Das hat nicht zuletzt auch damit zu tun, dass es nur ganz, ganz wenige Spezialisten gibt, die meine Kärrnerarbeit zu würdigen wüssten.

Ich befürchte, so ähnlich wird es diesem Werk gehen, das in dieser Form, das heißt als Materialsammlung von (hauptsächlich) Zeitungsartikeln, einfach zu sperrig ist. Zudem, Artikel von (vorzugsweise) Tageszeitungen sind für das Datierungsgerüst sowie für Ortsangaben eine der wichtigsten Quellen. Der redaktionelle Inhalt ist allerdings mit Vorsicht zu genießen. Wenn man die Zeitungsprosa weglässt bleibt nur wenig übrig was man als "harte Fakten" bezeichnen könnte. Die wirklich interessanten Hintergründe und historischen Fakten stehen, damals wie heute, nur selten in der Zeitung.

Vor wenigen Tagen gab es im Biography Forum Link - Hier klicken einen interessanten Meinungsaustausch zum oben verlinkten Artikel. Zwei Dinge fallen mir dazu ein. Aufgrund eigener Erfahrung kann ich zum einen feststellen, dass es die Sprachbarriere für Nicht-Muttersprachler außerordentlich schwierig macht, mit US-Amerikanern über heikle Themen zu diskutieren. Zum anderen fand ich die Kritik des Autors an Richard M. Sudhalters Forschungsfähigkeit ("ignorance for original research") übertrieben scharf formuliert und als Diskussionseinstieg nicht hilfreich.
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bluesserenader
Fr Jun 09 2017, 12:29
Dabei seit: Mi Mai 13 2015, 11:27
Wohnort: Heidelberg
Einträge: 5
Hallo Starkton,

danke für Deine Antwort.
Den Artikel über die OM5 habe ich geschrieben, nicht weil ich ein absoluter Fan dieser Gruppe wäre (da gefällt mir die Musik der schwarzen Bands doch besser), sondern weil es mein Bestreben war, einen weißen Fleck in der Jazzgeschichte zu schließen. Insofern ist es mir auch egal, ob und wieviele Leute mein Artikel interessiert - jedenfalls ist die OM5 nun aus der Obskurität der Geschichte gehoben.
Meiner Meinung nach ist mein Artikel / Materialsammlung (aufgrund der "in extenso" - Zitate aus zeitgenössischen Quellen) nicht zu sperrig, sondern im Gegenteil höchst unterhaltsam, und sehr gut geeignet, den damaligen Zeitgeist und die damalige Rezeption der neuen Musik zu erfassen.
Mir war klar, dass das Bixography Forum etliche Fans von Sudhalter beheimatet, welcher ja recht umstritten ist (siehe z.B. sein Zerwürfnis mit dem Bix-Forscher Philip Evans). Trotzdem bleibt meine Kritik an Sudhalter's Forschungs-"methoden" sachlich richtig, und somit notwendig.

[ Bearbeitet Fr Jun 09 2017, 12:37 ]
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Starkton
Sa Jun 10 2017, 00:26
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
bluesserenader schrieb ...

Trotzdem bleibt meine Kritik an Sudhalter's Forschungs-"methoden" sachlich richtig, und somit notwendig.

Gut, aber meiner Meinung nach hättest Du Deine Kritik zurückhaltender formulieren, und Deine Korrekturen als wertvolle Ergänzung zu seinem Werk präsentieren sollen. Das wäre sicherlich positiver aufgenommen worden. Sudhalter standen nicht die heutigen technischen Suchmöglichkeiten zur Verfügung, zudem war es nicht seine Intention eine Monographie über die Memphis Five zu verfassen.

Fast zwanzig Jahre nach der Veröffentlichung seines Buch macht die Digitalisierung die (z.B. Zeitungs-) Recherche fast zum Kinderspiel. Dass ich zahllose Ausgaben der letzten Jahrhunderte heute von zuhause aus in Windeseile auswerten kann, erlaubt mir noch lange nicht mich über andere zu erheben, welche in vordigitalen Zeiten nicht diese Möglichkeit hatten, sich beschränken mussten, stattdessen (sofern vorhanden) sekundäre Quellen heranzogen und damit manchmal falsch lagen.
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bluesserenader
Sa Jun 10 2017, 01:08
Dabei seit: Mi Mai 13 2015, 11:27
Wohnort: Heidelberg
Einträge: 5
Digitales Zeitalter hin oder her, Sudhalter wohnte in New York City, und ein simpler Check z.B. von Variety's "bills for next week" - Kolumne in der New York Public Library (die haben die Variety-Magazine im Original) hätte Sudhalter die Vie Quinn Tour (19/20) nicht auf 17/18 datieren lassen, was nicht nur eine Verfälschung der historischen Fakten bedeutet, sondern auch einen Einfluss auf die letzliche Qualität der musikalischen Analyse mit sich bringt (die Jazzstile änderten sich rasant schnell in diesen zwei turbulunten Jahren [17/18 bis 19/20]).
Nein, er erlaubt es sich sogar sich zu der Bemerkung zu versteigern, dass: "With all the principals long dead and little early documentation, it is hard to pinpoint dates and places with certainty" - Es gibt, wie gesagt, über 1500 zeitgenössische Quellen über die OM5. Ein paar Besuche in der NYPL hätten sicherlich einige hundert davon jedenfalls zu Tage gefördert. In jedem Fall so bzgl. der Vie Quinn Tour.

Wenn man historische Fakten nennt, sollten diese korrekt sein. Ein Doktorand jedenfalls hätte auch zu jener Zeit, als Sudhalter sein "Lost Chords" verfasste, ganz anders geforscht als letzterer - und das wäre auch ohne die heutige digitale Technik, damals schon sehr gut möglich gewesen.

Ein wunderbares, real existierendes Beispiel von "true scholarship" - Büchern stellt meiner Meinung nach W. C. Allen's "Hendersonia" dar. 26 Jahre vor Sudhalter's "Lost Chords" veröffentlicht hier jemand ein Buch, zu dessen Zustandekommen es der Autor nicht versäumt hat, jede auch nur greifbare Quelle aufzuspüren und auszuwerten, und zwar auch über einen Zeitraum (im Buch) von 30 Jahren. Die Ergebnisse sprechen für sich.

Man darf es eben nicht, dass man die Primärquellen einfach links liegen lässt. Der Aufenthalt in einer öffentlichen Bibliothek kann auch was sehr schönes sein, Herr Sudhalter!

[ Bearbeitet Sa Jun 10 2017, 01:17 ]
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berauscht
Di Jun 26 2018, 18:14
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1339
bluesserenader schrieb ...

Hallo liebe Freunde des frühen Jazz,

hiermir erlaube ich mir, auf die kürzlich in "Vintage Jazz Mart" erschienenen Teile 1, 2 und 3 meines 4-teiligen Artikels hinzuweisen, welcher die "Original Memphis Five" zum Thema hat, eine der wichtigsten Gruppen des frühen Jazz. Verwendet habe ich dabei ausschließlich zeitgenössische Primärquellen.

Link 1. Teil: Link - Hier klicken

Link 2. Teil: Link - Hier klicken

Link 3. Teil: Link - Hier klicken

Für Anregungen, Ergänzungen, etc. wäre ich dankbar...

Mit bestem Gruß,
Ralph Wondraschek, Heidelberg
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Remirus
Fr Jun 29 2018, 18:53
Dabei seit: Mi Jul 12 2017, 16:12
Wohnort: Heide (Holstein)
Einträge: 13
Hallo Ralf,

vielen Dank für diese wirklich absolute "Fleißarbeit". Ich habe sie mir gleich mal runter geladen. Zum Lesen fehlt mir ad hoc hier in der Kneipe, in der ich sitze, einfach die Zeit. Immerhin habe ich auch ein paar Platten mit den "Original Memphis Five" bzw, den "Cottenpickers", was nach meinen Informationen ja wohl dieselbe Band ist.

Herzliche Grüße!
Remirus
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Webseite
bluesserenader
Do Jul 12 2018, 17:10
Dabei seit: Mi Mai 13 2015, 11:27
Wohnort: Heidelberg
Einträge: 5
Hallo Remirus,

danke für die netten Worte.
Ja, die Cotton Pickers waren eine erweiterte Original Memphis Five (typischerweise mit Saxophon [Bennie Krueger], Banjo und Tuba).

Jetzt, nach der Lektüre meiner Artikel, hast Du noch weitere Kommentare ???

Gruß,
Ralph
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