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Foren > Elektrisches Grammophon und anderes > Was sonst noch so tönte
Mechanischer Sprechapparat aus den 60er Jahren (?) für Reklamezwecke
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
bavariola
Sa Sep 02 2017, 00:46 Druck Ansicht
Dabei seit: Sa Jan 12 2013, 00:38
Einträge: 137
Das nachfolgend beschriebene Geraet (wenn man es denn ueberhaupt so nennen mag) duerfte in der Rubrik "Was sonst noch so toente" wohl besser aufgehoben sein als bei den Spielzeuggrammophonen: Erstens ist es kein Grammophon, ja nicht einmal eine Sprechmaschine (obwohl der Apparat freilich spricht); mit dem Wort Maschine assoziiert man doch einen Motor oder wenigstens einen gewissen mechanischen Aufwand. Zweitens ist es kein Spielzeug, sondern es ist Werbematerial (und zwar für die Firma Linde).

Hier ist das gute Stueck:
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Auf einem Pappbogen im Format 21 cm x 30,7 cm ist eine Schallfolie mit Durchmesser 12,3 cm drehbar aber nicht abnehmbar befestigt. In der Mitte des Pappbogens wird eine wiederum aus Pappe hergestellte Lasche aufgeklappt, an deren Unterkante mittels einer Halterung aus Kunststoff eine klassische Sprechmaschinennadel fixiert ist. Die aufgestellte Lasche dient somit, wenn man die Nadel in die Rille setzt und die Schallfolie mit der Hand dreht, als Membran und - wenn man so will - im allerweitesten Sinne als Tonarm. Eine in die Folie integrierte Griffmulde aus Kunststoff dient dem Finger zu sicherem Halt beim Drehen.

Die beiden folgenden Bilder zeigen Vorder- und Rückseite des Karton-Bogens. (Der schwarze Rand gehoert nicht dazu, das ist der Hintergrund, vor dem ich den Apparat fotografiert habe.)





Mit zum Sortiment gehört eine herkoemmliche Vinyl-Single:



Das Ganze ist ja, wie eingangs erwaehnt, Werbung der Firma Linde (Kaeltemaschinen). Es sieht so aus, als habe man diesen Spass anlaesslich von Messen an Geschaeftskunden abgegeben, die man damit und mit dem Sammeln sogenannter goldener Blaetter (Assoziation: Linde) an die Firma binden wollte. Ein solches goldenes Blatt muss auch diesem Sortiment beigelegen haben, aber es fehlt. Jedenfalls erklaert sich daraus der auf dem Pappbogen aufgedruckte Satz: "Hier sendet Ihnen der Linde-Baum ein zweites Blatt". Und wer zwei hatte, bekam von Linde ein drittes, und das war aus Gold... So steht es jedenfalls auf der Rueckseite.

Verpackt ist das Ganze in einem Umschlag mit Firmeneindruck. Der Vollstaendigkeit halber sei auch der hier abgebildet:



Das vorliegende Exemplar wurde nicht mit der Post versandt (daher die Annahme, es sei auf Messen an Geschäftskunden abgegeben worden), ist aber durch den Aufdruck "Drucksache" dafür vorbereitet. Im Umschlag liegt das Sortiment zum Schutz gegen mechanische Beschädigungen zwischen zwei Lagen solider Maschinenpappe - die habe ich aber nicht fotografiert...

Interessant ist ein Vergleich dieser Apparatur mit: Link - Hier klicken

Zur Beachtung: Ich habe bisher darauf verzichtet, meine Bilddateien mit einem Wasserzeichen zu schuetzen, denn dadurch werden sie in aesthetischer Hinsicht unansehnlich bis unbrauchbar, und ich wuerde auch weiterhin gerne so verfahren. Umso mehr bitte ich die werten Leser/Nutzer, sollten sie beabsichtigen, meine Bilddateien weiterzuverwenden (gleichgueltig ob gewerblich oder nicht), zuvor mit mir Ruecksprache zu nehmen (PN), zumal ich, sollte ich erstmalig meine Arbeiten an anderer Stelle (Dissertation, Chronik, Fachbuch oder was auch immer) wiederfinden, augenblicklich die unschoene Wasserzeichen-Methode verwenden oder - was wahrscheinlicher ist - meine Arbeit konsequent ganz einstellen wuerde, und das ginge dann zu Lasten aller. Ich bitte um Verstaendnis und Beachtung. Vielen Dank!

Beste Gruesse an alle!
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gramofan
Sa Sep 02 2017, 19:23
Dabei seit: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Einträge: 916
An solche Reklame, die nach diesem Prinzip funktionierte kann ich mich auch noch erinnern. Das war bei mir etwa 1969. Ich war damals 12. Die akustischen Grundlagen hatten wir in Physik schon besprochen. Als Widergabegerät funktionierte einfach eine Plastikscheibe mit eingegossener Nadel, die man mit Daumen und Zeigefinger halten sollte. Der Klang war erwartungsgemäß bescheiden. Ich fühlte mich deshalb inspiriert aus Pappe, Nähnadeln und Butterbrotpapier als Membran bessere Widergabeienrichtungen zu basteln, was in gewissem Rahmen erfolgreich war.
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veritas
So Sep 10 2017, 11:25
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 456
Eine solche Karte mit anderem Inhalt habe ich auch schon in Niederländisch gehört. Für eine Zeit muß das in ganz West-Europa verbreitet gewesen sein. Ich würde mich nicht wundern, wenn es dafür nur ein oder zwei Hersteller gab.
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