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Foren > Grammophone > Trichtergeräte
Unbekanntes Trichtergrammophon mit sehr hohem Gehäuse (Parlophon Duplex?)
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
DGAG
Mo Aug 27 2018, 17:10 Druck Ansicht
Dabei seit: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Einträge: 172
Unbekanntes Trichtergrammophon mit sehr hohem Gehäuse


Ich habe zwei Abbildungen des selben Trichtergrammophons, welches sich durch sein sehr hohes Gehäuse von üblichen Geräten unterscheidet. Grund für diese Bauweise ist sicherlich die Bauhöhe des Motors. Dieser hatte nach dem vollständigen Aufzug eine extrem lange Laufzeit, welche mit mehreren, hintereinander "geschalteten" Federn erreicht wurde.

Das Gehäusefront besteht aus einem Flachrelief, vermutlich ein geprägtes Metallblech, welches links und rechts von einer Säule flankiert wird. Auf dem folgenden Foto kann man die Vorderseite einigermaßen erkennen.


Der Trichter ist wahrscheinlich aus Messingblech. Vielleicht gelingt es mit Hilfe der Abbildungen den Hersteller und die Gerätebezeichnung dieses sehr ungewöhnlichen Grammophons aus der Zeit um 1910 heraus zu bekommen.

[ Bearbeitet Di Aug 28 2018, 18:24 ]
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PONOPHON
Mo Aug 27 2018, 20:18
Dabei seit: Sa Dez 12 2015, 17:45
Wohnort: Österreich
Einträge: 113
Ich habe kürzlich diese beiden Auktionen mit den Fotos dieses außergewöhnlichen Grammophons auch beobachtet. Das Gehäuse erinnert mich an ein Parlophon Gerät, das ich vor mindestens 2, wenn nicht 3 Jahrzehnten bei einem Sammlerkollegen gesehen habe. Ich habe nur mehr dieses eine Foto (stark vergrößerter Ausschnitt). Die beiden Säulen vorne sind zu erkennen. Es hatte einen Spiegel mit Facettenschliff vorne und einen im Deckel. Leider hat er das Gerät schon lange nicht mehr.


Der Trichter erinnert mich an ein Thorens Gerät aus meiner Sammlung, wegen der ausgeprägten Wölbungen der Segmente. Das Muster ist aber jedenfalls anders. Der Trichter ist aber sicher nicht Thorens, ich meine ihn schon einmal in der Phonographischen Zeitschrift gesehen zu haben, vielleicht kommt er mir einmal unter. Der ist auf jeden Fall aus deutscher Produktion.
Der Halter in seiner Schlichtheit hat auch eine gewisse Ähnlichkeit mit meinem Thorens, wenn auch nicht ganz derselbe. Ich würde fast meinen, dass es sich bei dem Halter auch um einen Parlophon handelt. Ich hatte einmal ein großes Parlophon, mit so einem schlichten Halter, der meiner Meinung nach so aussah. Er hatte diese beiden großen Rändelmuttern oben beim Trichteransatz und unterhalb, wo das große Ender des Tonarms in den Halter mündet. Ähnlich wie bei den Parlophon Junior Automaten.






[ Bearbeitet Di Aug 28 2018, 17:40 ]
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maestro
Mo Aug 27 2018, 21:12
Dabei seit: Mo Apr 04 2016, 20:04
Wohnort: Kharkov. Ukraine
Einträge: 31
look at this
biber.pdf
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maestro
Mo Aug 27 2018, 21:19
Dabei seit: Mo Apr 04 2016, 20:04
Wohnort: Kharkov. Ukraine
Einträge: 31
platten

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Vogtländer
Mo Aug 27 2018, 22:07
Dabei seit: Do Dez 24 2015, 00:14
Wohnort: Vogtland
Einträge: 112
...meine bescheidenen Russischkenntnisse sagen mir:
"Aron Biber" aus Warschau als Hersteller / Eigentümer der Marke "Sarja" (Dämmerung)
Mehr kann ich leider nicht beitragen.

Mit besten Grüßen aus dem Vogtland, Mario
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DGAG
Di Aug 28 2018, 18:23
Dabei seit: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Einträge: 172
Herzlichen Dank für die Hinweise, besonders von @Ponophon auf den Hersteller Parlophon. In deren Katalog von 1909 befindet sich ein Gerät, das Duplex 66, welches bis auf die etwas einfacher gehaltene Sockelzone dem gesuchten Grammophon entspricht. Es war damals mit einem Preis von 170 Mark eines der teuersten Parlophone. Bei intensiverer Recherche und den entsprechenden Parlophon-Katalogen, z.B. von 1910-11/12, würde man sicherlich noch näher ran kommen. Zur ziemlich sicheren Identifikation reicht das aber jetzt schon.
Inhalt, Bild oder Datei nur fuer angemeldete Mitglieder

Der Messingtrichter von @Ponophon ist großartig. Kein Vergleich zu den billigen Nachahmungen aus Indien und China. Ich werde mal nachsehen ob ich einen Trichter wie auf den vorgestellten Fotos in der Phonographischen Zeitschrift entdecken kann.

Die Ähnlichkeit der Bauart zu den Grammophonen aus dem Katalog von Aron Biber ist bemerkenswert. Ich kann den Text leider auch nicht entziffern, aber das hohe Gehäuse hat sicherlich ebenfalls mit einem besonders langlaufenden Motor zu tun.

Ich dachte mir schon, dass diese Fotos noch anderen aufgefallen sind. Vor 30 Jahren habe ich fast alle frühen Abbildungen mit Trichtergrammophonen gesammelt, heute konzentriere ich mich auf ungewöhnliche Gerätetypen bzw. Motive.
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PONOPHON
Di Aug 28 2018, 18:26
Dabei seit: Sa Dez 12 2015, 17:45
Wohnort: Österreich
Einträge: 113
Ich habe das Foto des Parlophon Apparates durch einen etwas besseren Scan ersetzt. Jetzt kann man ganz gut die Sockelleiste, die Säulen und den Spiegel erkennen. Auch der obere Teil des Halters dürfte mit dem in den beiden antiken Bildern übereinstimmen. Es sieht so aus als würde es ich um ein, bis auf den Deckel, baugleiches Parlophon Gerät handeln.
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maestro
Di Aug 28 2018, 19:51
Dabei seit: Mo Apr 04 2016, 20:04
Wohnort: Kharkov. Ukraine
Einträge: 31
1909










[ Bearbeitet Sa Sep 29 2018, 07:53 ]
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DGAG
Mi Aug 29 2018, 12:55
Dabei seit: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Einträge: 172
Toll! Vielen Dank für die Abbildungen aus dem Katalog!

Ich hätte mir den eingebauten Motor noch höher vorgestellt. Da war also noch Luft im Gehäuse. Interessant, dass die Motor/Getriebeeinheit zusätzlich am Gehäuseboden abgestützt ist. Damit zieht der schwere Motor nicht so stark an der Trägerplatte.
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