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Foren > Grammophone > Schalldosen
Adapter für Edison Diamond Disc Player um normale Schellacks abzuspielen. Wie soll das gehen?
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
Da_Anda
So Okt 21 2018, 08:47 Druck Ansicht
Dabei seit: Fr Jan 06 2017, 19:24
Wohnort: Starnberger See
Einträge: 97
Servus beinand,
vor allem in US werden immer wieder Adapter angeboten, um auf einem Edison Diamond Disc Player herkömmliche Seitenschrift-Schellacks abzuspielen. Nun verstehe ich nicht, ob und wie das funktionieren soll.
Ein Edison DD-Player ist spindelgetrieben, hat also eine feste, nicht veränderbare Geschwindigkeit von außen nach innen. Normale Schellackplatten werden abgespielt, indem die Nadel den Tornarm über die Platte zieht. Voraussetzung das man nun eine normale Schellackplatte auf einem DD-Spieler abspielen kann, wäre doch, dass der Abstand der Rillen - ja, ich weiß, dass es nur eine spiralförmige Rille ist :-) - dem Spindelmaß des DD-Players entspricht. Und das kann ich mir beim bestenn Willen nicht vorstellen.
Weiß jemand im Forum mehr dazu? Weil wenn das funktioniert, dann würde ich mir sogar mal so einen eher teuren, da seltenen Adapter besorgen.
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DGAG
So Okt 21 2018, 10:52
Dabei seit: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Einträge: 169
Ich besitze keinen Edison Diamond Disc Phonographen, deshalb habe ich es selbst nicht probiert, aber hier ist eine Anleitung aus dem amerikanischen Forum wie man das Problem umgeht:

There is a simple solution to this problem, which I adopt on my C-19 Chippendale disc phonograph. Never use the feed-screw mechanism when playing regular 78s -- disengage it completely by leaving the lifting lever in its down position. With the adaptor and soundbox for lateral-cut discs installed, place a 78 on the turntable, set it in motion, wind up the motor, move the arm assembly and re-position the soundbox if necessary until the needle point is a fraction past the centre spindle of the turntable. Holding the arm in that position, so you have as near-perfect a playing arc as possible, swing the lower half of the adaptor to the beginning of the record and play it. I obtain excellent reproduction by using a Goldring Luxus Electro box. Three inches in diameter, it has a mica diaphragm and pivoted stylus bar. All 78s sound just as good as when played on a top quality gramophone.

Quelle: Link - Hier klicken


PS: Es gibt aber auch konträre Meinungen. Einige Sammler empfehlen dringend, dass man die Leitspindel nicht außer Funktion setzen darf und raten Folgendes:

When the set-up is placed properly, the feed mechanism will keep the steel needle vibrating at right-angles to the groove at point of contact. (Or as close as possible.)

Without the feed-screw engaged, the horn neck can "float", and perhaps swing unpredictably.

Also, if the horn / neck are stationary, and we rely on the joint of the lateral adapter to provide the tracking swing, the farther the needle gets from the starting point, the worse the tracking angle becomes, increasing wear on the record.

If we place the horn/neck all the way to the outside of the machine, the tracking angle may start-out okay, but will worsen towards the center of the record. If we center the horn / neck in its range of travel, the tracking angle will be best in the middle of the record, but worst at the beginning and end. If we place the horn / neck at the inside end of its range, tracking will be worst at the beginning of the record, and least-worst at the end.

The above is based on my observations with a couple of lateral adapters: one a Kent with a long arm, the other two with "short" arms...

Unfortunately, I have no instructions for any of them, so I do not know what the original manufacturer's suggestions are for placing the feed and reproducer.

When playing laterals on my DD player, I try to set-up the reproducer so that there is a straight line through axis of the reproducer diaphragm and the horn neck. If this is not possible, I try to start the record so that the axes through the horn neck and the reproducer diaphragm are parallel to each other. In both cases I have the feed is engaged.

This keeps the geometry pretty decent through the record.

Your results may vary.

I save playing laterals on a DD mostly as a demonstration for guests, not as a regular means of listening.

Quelle: Link - Hier klicken

[ Bearbeitet So Okt 21 2018, 13:10 ]
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Da_Anda
So Okt 21 2018, 14:42
Dabei seit: Fr Jan 06 2017, 19:24
Wohnort: Starnberger See
Einträge: 97
Vielen Dank für die ausführliche Antwort und die diesbezüglichen Quellen. Ich glaube, das lass ich dann lieber mal, bevor ich etwa 150,-€ ausgebe und ich damit egal in welcher Konfiguration meine Platten ruiniere. Hat mich nur interessiert, ob bzw. wie's geht.
Glücklicherweise habe ich genügend Grammophone zu Hause, um Seitenschnittplatten ganz normal zu hören :-)
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alang
So Okt 21 2018, 18:55
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 554
Ich habe zwei verschiedene solche Adapter und betrachte sie nur als Sammlerstücke. Ja, sie funktionieren wie oben beschrieben, aber halt mit entsprechender Plattenabnutzung. Das war damals warscheinlich nicht unbedingt ausschlaggebend, keiner wollte seine Platten 100 Jahre lang aufheben. Zusaetlich hat man das problem, dass der Edison ja mit 80 Umdrehungen laeuft und oft keine Geschwindigkeitseinstellung hat. Es gibt umgekehrt auch Adapter um Edison Diamond Discs auf normalen Grammophonen abzuspielen. Auch die funktionieren, aber auch mit erhoehtem plattenverschleiss. Wie gesagt, alles interessante Sammlerstücke und Zeitzeugen, aber nicht fuer den taeglichen gebrauch zu empfehlen.

Gruss
Andreas
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Da_Anda
Fr Okt 26 2018, 08:24
Dabei seit: Fr Jan 06 2017, 19:24
Wohnort: Starnberger See
Einträge: 97
alang schrieb ...

Ich habe zwei verschiedene solche Adapter und betrachte sie nur als Sammlerstücke.


Ich werde mir wohl auch einen aus Sammlerinteresse besorgen.

Was auch einigermaßen leidlich geht, ist, Edison Diamond Discs auf einem Pathé mit Tiefenschrift-Saphir abzuspielen. Ich hab's auf meinem Night & Day ausprobiert und es hat funktioniert. Der Klang ist jetzt zwar nicht berauschend, aber man kann die Platten anhören. Und Beschädigungen der Platte und des Saphirs konnte ich auch keine feststellen.
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alang
Sa Okt 27 2018, 01:13
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 554
Dafür gibt es spezielle Nadeln, die an der Spitze anstatt der Saphirkugel eine konische Spitze mit Diamant haben. Das passt dann in die DD Rille besser rein.

Andreas
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