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Foren > Phonographen > Geräte, Werbung und Schriftmaterial
Lenzen Phonograph 2 Min.
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
-Juergen-
Di Apr 02 2019, 20:58 Druck Ansicht
Dabei seit: Di Dez 25 2018, 08:26
Wohnort: Rhein-Main
Einträge: 37
HERSTELLER: Lenzen
MODELL: Derby
SERIENNUMMER: --
JAHR: 1904
DAMALIGER PREIS: ??
WALZENTRÄGER: Konus
TRICHTER: Aluminium oder Messing
MOTOR: siehe Bilder
SCHALLDOSE: Lenzen Koncert 2 Minuten


Nachfolgend ein paar Bilder eines Lenzen Phonographen. Lenzen hat Reste der Konkurs gegangenen Allgemeinen Krefelder Phonographen Gesellschaft übernommen und die Geschäfte unter Lenzen weitergeführt. Später wurde daraus Lenzola.

Der Phonograph ist 1904 zu datieren und hat klar erkennbare Anleihen Die Beschriftung Edison ist zeitgemäß und sollte vermutlich eine bessere Vermarktbarkeit garantieren. Ein zweites Belegexemplar mit gleicher Beschriftung ist vor Jahren aufgetaucht.
Mehr als zwei Exemplare sind mir bislang nicht bekannt. In der Literatur können bauähnliche Varianten bis 1908 belegt werden.
Aussergewöhnlich ist die Schalldose die deutliche Anleihen zu Edison Schalldosen aufweist. Der Durchmesser und die Aufnahme der Schalldose sind identisch zu Edisonarmen.
Deutsche Schalldosen für derlei Tonarme sind recht selten und gelegentlich taucht mal was von Cleopatra oder von Argosy auf.

Kennt jemand noch weiter Beleg oder Folgeexemplare von Lenzen bzw. zu ähnlichen Schalldosen?




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Arto
Di Apr 02 2019, 23:24
Dabei seit: Di Jan 07 2014, 01:33
Wohnort: z.Z. Dänemark
Einträge: 188
Ein schwarzer Strich (Photoshop?) verbirgt hier etwas. Nicht-autentische Muttern?

Mit freundlichen grüssen,

Arto
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-Juergen-
Mi Apr 03 2019, 07:26
Dabei seit: Di Dez 25 2018, 08:26
Wohnort: Rhein-Main
Einträge: 37
Ein Sammlerzeichen........
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DGAG
Mi Apr 03 2019, 14:02
Dabei seit: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Einträge: 257
Sehr interessant. Ich habe von Johann (bzw. Jean) Lenzen gelesen, aber noch nie einen seiner Phonographen gesehen.

Ich dachte, dass Lenzen erst als Geschäftsführer der Allgemeine Phonographen - G.m.b.H., Krefeld, gegründet im Oktober 1905, eigene Geräte produzierte. Jedenfalls nennt die Phonographische Zeitschrift (6. Jahrgang, No. 39, 27. September 1905, S. 849) die im Juli 1904 gegründete Phonographen-Gesellschaft Lenzen & Co. K.G., Krefeld-Königshof, nur als Walzenhersteller.

Stammt Deine Datierung daher vom (Ver-)Kauf der Lagerbestände des bankrotten Vorläufers im Jahr 1904 oder gibt es einen Katalog oder eine Werbeanzeige mit diesem Phonographen die auf Lenzen & Co. hinweist?
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-Juergen-
Mi Apr 03 2019, 19:48
Dabei seit: Di Dez 25 2018, 08:26
Wohnort: Rhein-Main
Einträge: 37
Bzgl. der Datierung orientiere ich mich an der Werbeanzeige in der Phonographischen Zeitschrift. Ich habe noch eine Werbung eines Berliner Händlers der eine baulich leicht abweichende Variante (ohne Endgate) zeigt. Diese ist dann allerdings etwas später datiert.

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DGAG
Mi Apr 03 2019, 20:27
Dabei seit: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Einträge: 257
Vielen Dank. Die Anzeige nennt Lenzen & Co. tatsächlich schon im August 1904 als Phonographenhersteller. Das abgebildete Modell unterscheidet sich jedoch deutlich von Deinem. Hast Du Dein Gerät in einer anderen Lenzen & Co. Anzeige gefunden?
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-Juergen-
Do Apr 04 2019, 17:31
Dabei seit: Di Dez 25 2018, 08:26
Wohnort: Rhein-Main
Einträge: 37
Nun, da muss ich Mehrschichtig antworten.
Ja, es gibt eine bauliche Varianz zur Werbung und auch zu späteren Geräten. Dies war bereits bei der APG Üblich. Unabhängig davon lassen sich aber auch viele Komponenten wie Aufbau, Grundgehäuse, Anordnung von Drehzahlregler und Abschalthebel sowie Verschlussmechanismen zu bekannten APG-Geräten zuordnen.
Bei vielen Herstellern von Phonographen und auch Grammophonen gibt es keine lückenlose Dokumentation in Katalogen oder Werbeanzeigen.
Häufig wurde die Serie in der Produktion optimiert, sodass sich eine gewisse bauliche Varianz bei ergibt. Was in der Seite der Phonographischen Zeitschrift noch sehr schön auf APG hindeutet ist zum Beispiel der Versatz der Halteschließen des Deckels. In Folgeversionen findet sich dann auch irgendwann der Drehschließmechanismus zum Halten des Deckels.
Edison hat nach der experimentellen Phase da klare Typen und Bauserienabgrenzungen (z. B. Edison Standard A-XX) eingeführt.
So strikt war das in der Regel in Deutschland nicht. So gibt es von dem Lenzenvorläufer APG zum Beispiel in der Phonographischen Zeitschrift nur wenige Abbildungen von Geräten der TipTop Serie. Alle Bilder zeigen so zum Beispiel eine einzige Variante des Modell 1900 Gerätes. Bekannt sind aber mindestens 4 baulich zum Teil sehr unterschiedliche Varianten, die alle noch im 3-Stelligen Bereich der Seriennummern dieses Gerätetypes sind.
Ähnlich ist es bei Phonographen von Czempin und Krug in Holzgehäuse. Auch diese Geräte wurden im Produktionsprozess immer weiter entwickelt und die Werbung spiegelt dies nicht wieder. Mit dem Themenfeld hat sich gerade ein Britischer Sammlerkollege für eine Publikation abgemüht.
Mitunter ist die Zuordnung auch nur möglich wenn die Geräte physisch miteinander verglichen und die Baugruppen vermessen werden können.


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-Juergen-
Do Apr 04 2019, 17:33
Dabei seit: Di Dez 25 2018, 08:26
Wohnort: Rhein-Main
Einträge: 37
Nachtrag: Erkennbar hier eine Variante ohne Endgate
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