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Foren > Schellackplatten > Digitalisierung und Klangrestaurierung
Alternative zu Shure M75-Spezialnadeln
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Schellack
Mo Nov 25 2019, 20:41 Druck Ansicht
Dabei seit: Mi Feb 29 2012, 18:09
Einträge: 60
Einen schönen guten Abend.
Ich hätte eine Frage an alle "Audiorestauratoren" hier im Forum.

Zur Zeit bin ich dabei, mein aktuelles Phonoequipment so umzustellen, dass ich damit in Zukunft besser Schellackplatten hören und vor allem auch digitalisieren kann.

Bekannterweise gibt es für das M75-System eine Vielzahl an Nadeltypen, auch solche mit speziellen Nadelverrundungen wie 95µm oder 120µm.
Ist jemanden bekannt, ob es solche Spezialnadeln auch für andere Tonabnehmersysteme gibt? Vielleicht sogar für Mono-Systeme?

Vielen Dank.
Schellack
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berauscht
Mo Nov 25 2019, 21:49
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1529
Wenn du einen passenden Nadelträger hat kannst du ihn einschicken und einen Diamanten oder Saphir nach deinen Wünschen montieren lassen.
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snookerbee
Di Nov 26 2019, 11:41
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1796

In einer "unmenschlichen" Preisklasse gibts folgende Nadeln:

Inhalt, Bild oder Datei nur fuer angemeldete Mitglieder
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alang
Mi Nov 27 2019, 17:55
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 596
berauscht schrieb ...

Wenn du einen passenden Nadelträger hat kannst du ihn einschicken und einen Diamanten oder Saphir nach deinen Wünschen montieren lassen.


Wohin kann man so einen Nadeltraeger einschicken und wo laege man da preislich fuer so eine Spezialarbeit??

Danke
Andreas
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berauscht
Mi Nov 27 2019, 20:39
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1529
Da ich immer Shure-Systeme verwende kann ich zu den Preisen nichts sagen. Es gibt eine Firma in München die solchen Service anbietet, sie ist vermutlich nicht die einzige.
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Schellack
Fr Nov 29 2019, 20:13
Dabei seit: Mi Feb 29 2012, 18:09
Einträge: 60
Hallo und danke für die Informationen.
Wie bei so vielen Dingen, kann man ja auch im Phonobereich Unmengen an Euros versenken. Aber neben Sonderanfertigungen bzw. sehr teuren Komplettsystemen scheint das Shure M75 wohl doch die brauchbarste Alternative zu sein.
Ich habe es bislang auch für Schellackplatten verwendet (natürlich mit passender Nadel).

LG. Schellack
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veritas
Sa Nov 30 2019, 12:52
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 475
Das M75 ist für Schellack-Anwendungen eine absolut solide Lösung und wird auch im professionellen Bereich eingesetzt. Die Saphir-Nadeln mit den größeren Verrundungen sind in der Regel die von Herrn Naber, auf eBay als cleorec unterwegs.

Die von ihm angebotenen Nadelträger erlauben auch eine hinreichende Auflagekraft, was leider beim Nagaoka mit max. 2g das große Problem ist. Wenn die Platte nicht absolut plan ist, fliegt mir die Nadel sehr häufig aus der Rille. Mit etwa 4g läuft die überwiegende Anzahl der Schellacks aber sehr stabil.

Als wichtigste Universalgröße kann ich die 95µm empfehlen, diese funktioniert vor allem für Victor/Electrola-Schnitte der 20er und 30er sehr gut, da einer 75µm für deren Rillenprofile zu schmal ist.

Ich habe mir den Nadelträger auf einen Stanton 500 transplantiert und nutze diese Größe mit Abstand am meisten.
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Webseite
snookerbee
Sa Nov 30 2019, 17:24
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1796
veritas schrieb ...

... Als wichtigste Universalgröße kann ich die 95µm empfehlen, diese funktioniert vor allem für Victor/Electrola-Schnitte der 20er und 30er sehr gut, da einer 75µm für deren Rillenprofile zu schmal ist ...


Gibt es denn für den M75-Tonabnehmer 75µm-Nadeln? Die von Hr. Naber angebotenen N75-3 haben lt. Datenangabe nur 65µm und sind bei mancher Pressung der 1940er Jahr schon etwas zu dünn. Oder ist da tatsächlich so große Herstellungstoleranz anzunehmen?
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krammofoon
Sa Nov 30 2019, 18:12
Schellack-Gnadenhof
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 1195
Servus :-)

Ich habe Herrn Naber vorhin mal für die ATN78-Nadel in Sachen anderer Verrundungen angeschrieben.

Leider bietet er hier nichts an und man muss sich hier mit einer 65er Verrundung für alle Rillen begnügen.

Diese Nadel passt übrigens auf das ebenfalls weit verbreitete AT3600-System von Audiotechnica.

Gruss
Georg
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veritas
So Dez 01 2019, 14:19
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 475
Das Problem wird hier bestimmt sein, daß Herr Naber bei seinem Lieferanten jeweils eine Mindesmenge abnehmen muss. Das können z.B. 100, 500 oder auch 1000 Stück sein, die genauen Konditionen kenne ich nicht, aber sie sind durchaus üblich.
Und diese Summe muß man erst einmal investieren in der Hoffnung, daß man den Bestand in absehbarer Zeit mit entsprechender Gewinnmarge abverkauft bekommt. Die M75er-Reihe von Shure ist in Deutschland nachwievor der populärste Tonabnehmer für Schellacks, da er über sehr lange Zeit vor allem von Dual verwendet wurde. Beim AT3600 sieht das nicht ganz so treffsicher aus - auch wenn ich persönlich da anderer Meinung bin.

Das AT3600 dürfte das mit großem Abstand beste Preis-/Leistungsverhältnis auf dem heutigen Markt haben. Auch ist es absolut LP-tauglich ohne die Platte dabei übermäßig zu beanspruchen. Aus China kann man es inkl. Versand für unter €15 bekommen - mit LP-Nadel. Hierzulande wird es gern für über €60 auch als "Rega Carbon" angeboten, nur der Name und Preis sind anders.

US-Händler bieten hier immerhin auch 3mil-Nadeln an, was in etwa er 75µm-Verrundung entspricht. Für Victor & Co. leider immer noch zu klein. So ein Nadelträger sollte sich aber mit vertretbarem Aufwand auch von einer Naber-Shure-Nadel auf eine AT transplantieren lassen.
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