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Foren > Phonographen > Technik
Ersatzteil Edison Reproducer C & Bestimmung unbekannter Reproducer
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Schellack
So Mär 08 2020, 16:43 Druck Ansicht
Dabei seit: Mi Feb 29 2012, 18:09
Einträge: 70
Hallo in die Runde und an alle Phonographenspezialisten hier im Forum,

für einen Freund repariere ich gerade einige Schalldosen von Phonographen in dessen Sammlung und habe hier u.a. einen Edison Reproducer Model C liegen.

Leider fehlt bei diesem Modell die Verbindungsschraube am Scharnier. Kennt hier jemand eine Bezugsquelle für eine Ersatzschraube bzw. könnte mir die Maße dieser Schraube mitteilen?

Außerdem liegt hier ein Reproducer welcher mir völlig unbekannt ist. Er ist zwar ebenfalls als Edison - Reproducer markiert, ähnelt aber keinem mir bekannten Modell, auch konnte ich kein vergleichbares Modell im Internet finden.
Die Konstruktion wirkt auf mich für ein Edison-Modell doch etwas simpel, es scheint aber keine Bastelei zu sein. Am ehesten ähnelt mein Modell noch einem "Recorder"-Kopf, was aber nicht sein kann, da hier eindeutig "Reproducer" drauf steht.
Kennt jemand das Modell?

Vielen Dank.

Schellack











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gramofan
So Mär 08 2020, 17:14
Dabei seit: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Einträge: 999
Was Du für den ersten reproducer brauchst ist der sog. Hinge-Block. Leider bricht da gern mal die Schraube ab (Zoll-Gewinde!).
Versuchs mal hier Link - Hier klicken

Hatte mal 'ne englische Quelle, die ist aber seit Jahren im Ruhestand.

[ Bearbeitet So Mär 08 2020, 17:56 ]
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veritas
So Mär 08 2020, 19:27
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 510
Vermutlich ist die Schalldose in der Vergangenheit mal unglücklich heruntergefallen. Dabei kann der Hinge Block in der Tat sehr leicht abbrechen.

Die Reperatur ist da leider nicht sehr einfach, wenn man das Gewinde ausbohren muß. Dafür braucht man auf jeden Fall einen Mikrobohrer mit Bohrständer und eine ruhige Hand. Auf dem leider etwas zu dunklem Foto noch gut erkennen, daß hier schon gewisse Reperaturversuche unternommen wurden. Der Teil mit dem Gewinde schaut aus als hätte ihn jemand mit Lötzinn versucht auszubessern. Es kann also gut sein, daß eine Reparatur mit diesem Oberteil fehlschlägt.

Die Schraube des Hinge Blocks muß sich nachher möglichst wiederstandsarm bewegen können, um die notwendigen Toleranzen der Walze auszugleichen.

Die zweite Schalldose schaut mir sehr nach einem Eigenbau-Unterteil aus, nicht uninteressant und nachdem was auszumachen ist wohl auch recht ordentlich gemacht. Das Oberteil dürfte auch von eine C-, H- oder späten B-Schalldose stammen. Das Unterteil ist dem Prinzip einer aufliegenden Schalldose (sog. floating reproducer) nachempfunden, wie man ihn z.B. bei Columbia verwendet hat. Was die tatsächliche Nutzbarkeit angeht, insbesondere das Abnutzungsverhalten bei Wachswalzen, da wäre ich sehr vorsichtig. Nicht wenige Eigenbauten, die ich gesehen habe hätten jede Walzenöberfläche umgehend zerstört. Also besser erstmal mit etwas Unwichtigem testen.
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Webseite
Schellack
Di Mär 10 2020, 21:02
Dabei seit: Mi Feb 29 2012, 18:09
Einträge: 70
Hallo und danke für die Links.
Ich befürchte, die jetzigen Reparaturversuche mit Lötzinn gehen auf mein Konto.
Allerdings war an der Stelle bereits älterer Zinn sodass ich davon ausging, dass die Stelle ursprünglich gelötet war.
Ich hoffe, ich habe mit meinem Reparaturversuch das Gewinde nicht völlig ruiniert - werde aber wohl das Ersatzscharnier bestellen.

Die "Eigenbau"-Schalldose ist auf jeden Fall gut gemacht und scheint auch schon älteren Datums zu sein. Die Membrane besteht übrigens aus Kupfer.

LG. Schellack
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gramofan
Di Mär 10 2020, 22:02
Dabei seit: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Einträge: 999
Na ja, das Aufbringen von Lötzinn dürfte natürlich das entfernen des abgebrochenen Stiftes des Hinge-Blocks erschweren (sofern er noch drin steckte). Eine gründliche Entfernung des Lötzinns mit Entlöt-Litze sollte zumindest alle Reste auf der Bohrung soweit entfernen könenn, dass man klarer sieht, was drunter ist. Wenn mann dann ausbohren muss wird es fummlig, ist aber zu schaffen.
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Schellack
Mi Mär 11 2020, 19:16
Dabei seit: Mi Feb 29 2012, 18:09
Einträge: 70
Tatsächlich ist der ganze Stift nicht mehr vorhanden sodass ich auf jeden Fall einen Ersatz brauche. Der fehlende Stift und das alte Lötzinn ließen mich dann auch vermuten, dass die Stelle bereits bei der Produktion gelötet wurde.
Die Bohrung konnte ich inzwischen wieder freilegen.
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gramofan
Mi Mär 11 2020, 19:41
Dabei seit: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Einträge: 999
Da hast Du ja Glück. Wenn die Bohrung leer ist, sollte sich das Ersatzteil (vorsichtig) leicht reindrehen lassen. Zum Schluss bloß nicht mit Gewalt versuchen, noch eine Umdrehung mehr zu schaffen, sonst bricht der Stift (wieder) ab.
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veritas
Mi Mär 11 2020, 19:56
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 510
Gelötet wurde werkssetig an so einer Schalldose nicht, das kann ich Dir versichern, allerdings habe ich viele Reperaturen und -versuche mit Lötzinn schon gesehen. Wenn sich nichts mehr machen läßt, kann man auch ein anderes Oberteil besorgen und dieses verwenden. Diese gibt es auch neue Repro-Teile. Beim Eigenbau würde mich das Auflagegewicht interessieren, ob dieses nicht zu schwer ist.
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Webseite
Schellack
Mo Mär 16 2020, 20:36
Dabei seit: Mi Feb 29 2012, 18:09
Einträge: 70
Hallo nochmal,

für die Reparatur habe ich nun aus den USA das passende Ersatzteil besorgt. Danke nochmals für den Link.

Das Auflagegewicht der Eigenbau-Schalldose kann ich aktuell nicht ermitteln da das dazu gehörige Gerät nicht mir gehört und ich mich aufgrund der aktuellen Geschehnisse auch nicht so schnell mit dem Besitzer treffen werde.

Die Schalldose hat ein Eigengewicht von 71,5g.
LG. Schellack
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gramofan
Di Mär 17 2020, 17:38
Dabei seit: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Einträge: 999
Teile doch mal, sobald das Ersatzteil angekommen ist, Deine Erfahrungen mit (Abwicklung, passt es usw.)
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Schellack
Fr Apr 03 2020, 18:35
Dabei seit: Mi Feb 29 2012, 18:09
Einträge: 70
Hallo nochmal,

wie gewünscht, will ich hier kurz von meiner Erfahrung mit dem Kauf und dem Einbau des Ersatzteils berichten.
Ich habe das Scharnier über den oben geteilten Link bei dem Händler (Gettysburg Antique Phonographs in Orrtanna) über Ebay gekauft. Zahlungsabwicklung über PayPal, Bestellung und Versand verliefen ohne Probleme. Die Lieferzeit liegt bei etwas mehr als einer Woche. Das Bauteil lag also schon etwas hier bei mir, bevor ich dazu gekommen bin es einzubauen und hier zu schreiben.

Über die Qualität des Bauteils kann ich nicht viel schreiben außer, dass es nicht in die Bohrung der Schalldose passte - der untere Teil mit dem Gewinde war zu klein, das Scharnier hielt nicht. Ich kann nun allerdings nicht sagen, ob dies an der Qualität des Ersatzteils lag oder daran, dass das Loch mit der Gewindebohrung beschädigt war. Da dem orignalen Scharnier dieser Teil fehlte, konnte ich dies nicht nachmessen. Theoretisch wäre nun die beste Lösung gewesen, die Bohrung mit einem Material zu verschließen, ein neues Loch zu bohren und das Gewinde neu zu schneiden, da es sich aber um ein Feingewinde handelt mit amerikanischer Metrik fehlten mir dazu die Werkzeuge. Ich habe stattdessen das Loch mit selbsthärtender Modelliermasse ausgefüllt und das Scharnier damit so zu sagen eingeklebt, währen des Aushärtens der Modelliermasse habe ich die Schraube immer etwas bewegt, damit sie etwas Spiel hat. Bis jetzt sitzt das Scharnier wieder fest in der Schalldose und kann sich trotzdem etwas bewegen, was ja bei dieser Konstruktion notwendig ist.

Zusammenfassend würde ich schon sagen, dass die Qualität des Ersatzteils für eine Reparatur brauchbar ist.

LG. Schellack
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