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Edison GEM Phonograph bei "Bares für Rares"
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
maxphenol
Mi Jun 24 2020, 14:43 Druck Ansicht
Dabei seit: Fr Feb 11 2011, 08:47
Einträge: 59
Bei "Bares für Rares" vom 17. Juni 2020 wurde ein Edison GEM Phonograph samt ein paar Walzen begutachtet und den Händlern angeboten.

Bei einigen Aussagen des Experten musste ich herzhaft lachen. Auch die Preisvorstellung des Verkäufers war ebenso amüsant wie die Schätzung des Experten. Richtig "lustig" wurde es aber erst, als ein Händler seiner Grobmotorik freien Lauf ließ ...

Link zur ZDF-Mediathek (online bis 23.09.2020, danach ggf. bei youtube danach suchen):
Link - Hier klicken
(Begutachtung ab 33:12 Min. und Händlerrunde ab 43:30 Min.)
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Webseite
gramofan
Mi Jun 24 2020, 17:43
Dabei seit: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Einträge: 1021
Das tut schon extrem weh, wie einer der Händler gleich durch falsches Aufsetzen der Walze einen Totalschaden verursacht. Von Dingen, von denen man keine Ahnung hat, sollte man halt die Finger lassen.
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Grammo-Klaus
Mi Jun 24 2020, 21:05
Dabei seit: Mo Jan 27 2014, 11:46
Wohnort: Im sonnigen Westfalenland
Einträge: 376
Au Backe. Hab mir auch mal die Folge mit dem Edison GEM-Phonographen und der Kaiser-Wilhelm-Schellackplatte angeschaut. Die Kaiser-Platte ist schon ein dolles Teil, keine Frage, aber der Anbieter war wohl high auf irgendwelchen Substanzen, bei seiner Preisvorstellung.
Besonders weh hat auch mir die Folge mit dem Edison-Phonographen getan.
Der Experte: Sie haben das Gerät in England erworben. Da steht Gem drauf. Hmm, Edison hatte doch auch in Deutschland eine Niederlassung Gem. Oh my God.
Das es sich um das Model GEM handelt, wusste der liebe Sven wohl auch nicht. Besonders schlimm war einer der Aufkäufer oben im Raum als er die Walzen auch falschherum aufgesteckt hatte, und PLING, schon war eine kaputt.
Meine ehrliche Meinung zu dieser Sendung. Totaler Bullsh....t. Ich habe schon bei der ersten Folge hin- und her gegrübelt, wie die Händler so mit ihren Kohlen hin und herwarfen, nur um die Sachen zu kaufen. Nur wie wollen die das denn alles wieder weiterveräussern incl. Gewinn ??? Das verzerrt total die Wirklichkeit im Antik-Handel. Das hat mir auch ein guter Bekannter, welcher einen Antikhandel mit Pfandleihhaus betreibt auch immer wieder bestätigt.
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gramofan
Mi Jun 24 2020, 22:08
Dabei seit: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Einträge: 1021
Es ist bekannt, dass Interessenten für die Sendung gecastet und nach ihren Objekten ausgesucht werden. Für den ganzen Ablauf gibt es ein Drehbuch, soweit ich gehört habe. Nichts sei dem Zufall überlassen. Auch die Experten sehen die Objekte mitnichten bei Eintreffen der Möchtegernverkäufer das erste mal. Ich will jetzt nicht soweit gehen, die "Händler" für Schauspieler zu halten, die einen Händler spielen. Aber da sind ja viele Varianten vorstellbar, die eine Mitwirkung attraktiv erscheinen lassen, ohne dass der einzelne Ankauf sich nach der reinen Differenz von An- und Verkaufspreis rechnen müsste...
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Schellack
Fr Jun 26 2020, 17:42
Dabei seit: Mi Feb 29 2012, 18:09
Einträge: 88
Hallo,
bzgl. des Ablaufs einer solchen Sendung kann ich gramofan zustimmen. Ich selber war vor Jahren mal Gast in der Sendung "Lieb und teuer" vom NDR. Etwa ein halbes Jahr vor Sendungsaufzeichnung findet eine öffentliche Begutachtung statt. Man meldet sich an und wird den Experten entsprechend deren Fachgebiet zugeordnet. Diese geben einem allgemeine Informationen zu den Objekten, können aber natürlich nicht ins Detail gehen. Wenn ein interessantes Objekt dabei ist, in meinem Falle war es eine Spieluhr, signalisiert das der Experte einem der Organisatoren und man wird entsprechend gefragt, ob man bei der Sendung dabei sein will. Der Experte macht dann ein paar Fotos und macht sich erste Notizen. Wenn dann die Sendung aufgezeichnet wird hat der Experte schon recherchiert und kann dann natürlich genauere Infos und ggf. einen Marktpreis nennen. Das Gespräch wird am Stück aufgenommen, Detaileinstellungen danach, in meinem Falle auch noch eine separate Tonaufnahme der Spieluhr um dies nachträglich einschneiden zu können. Während der Detailaufnahmen muss man ruhig hinter dem Objekt stehen bleiben, damit es keine Schnittfehler gibt. Ich kann mir vorstellen, das dies hier ähnlich gehandhabt wird. Was mich bei diesen Sendungen am meisten stört ist, dass hier der Eindruck erweckt wird, die Experten wüssten dies alles aus dem Kopfe sowie die konsequente Vermischung von Ankaufs- und Verkaufspreis. Wobei ich mir schon vorstellen kann, dass hier ein gewisses Fachwissen vorherrscht, gerade im Bereich Schmuck und Edelmetall. Soweit ich weiß, sind die Händler schon echt und im Handel tätig, ein befreundeter Sammler hat schon bei Susanne Steiger auf einem Antikmarkt ein Objekt erwerben können. Auf Youtube findet sich auch ein Interview mit „Waldi“ Walter Lehnertz in dem er sagt, dass hier schon gerne mal ein zu hoher Preis gezahlt wird als es auf dem Markt üblich wäre, einfach damit die Leute nicht enttäuscht werden und die Sendung ins gemütliche Samstag Nachmittag Programm passt. Leider musste ich schon feststellen, dass durch die teils überzogenen Preisangaben bei Bares für Rares die Preise für gewisse Antiquitäten auf Ebay-Kleinanzeigen nach einer solchen Sendung stark gestiegen sind. Es ist zwar bei Weitem nicht der Schund wie das RTL Pandant "Die Superhändler", ich würde "Kunst und Krempel" vom BR aber für das seriösere Format dieser Art halten. LG. Schellack
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Grammo-Klaus
Fr Jun 26 2020, 19:10
Dabei seit: Mo Jan 27 2014, 11:46
Wohnort: Im sonnigen Westfalenland
Einträge: 376
An Schellack, genau so sehe ich das auch. Kunst und Krempel hat auf jeden fall was.
Diese anderen Sendungen oder Shows sind schon ein bissel reisserisch aufgemacht.
Das die Händler bei Bares für Rares keine Schauspieler sind, sondern echt etablierte Händler mit wohl gutem Renomee und finanziell auch sehr potent, war mich auch schon klar. Einen gewissen Lerneffekt hat diese Sendung ja auch, wenn die Experten zu Wort kommen, klar ist es auch unterhaltend. Mich stört eben, das die Marktverzerrung in dieser Sendung deutlich zu erkennen ist, also was eine Ware wirklich für einen Wert haben mag. Da sehe ich eben keine Authentizität.
PS: Ein Bekannter von mir, welcher auch regelmäßig auf Trödelmärkte zum Verkaufen geht, kennt den Sven sehr gut.
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veritas
Sa Jun 27 2020, 16:22
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 548
Da muß ich Euch enttäuschen:

"Kunst und Krempel" des BR hat ebenfalls wenig Seriösität bewiesen, als man in der Ausstrahlung vom 28.03.2010 einen ähnlichen Moment erleben durfte:

Hier ging es um ein Columbia AT Graphophone, also einen auch relativ häufig aufzufindendes Phonographen-Modell, vergleichbar mit dem Edison Standard. Das Gerät wurde in dem gezeigten Zustand preislich auch überteuert eingeschätzt. Eine braune Wachswalze mit einigen Schimmelflecken war auch noch auf dem Walzenträger vorhanden, der erste Kardinalsfehler, da man Wachswalzen nie auf dem Träger aufbewahren soll - Platzgefahr!

Als der "Experte" dann aber auch noch mit den bloßen Fingern auf die Wachswalze patschte, platzte mir fast der Kragen. Soviel Unwissen war nicht nur peinlich, es tat schon wirklich weh.

Falls jemand Interesse hat, sich dieses TV-Debakel anzusehen: Die Sendung habe ich noch als abschreckendes Beispiel aufgehoben.
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