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Victor Royal mit Rigid Arm (Victor the First) von 1902-03
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
DGAG
Do Aug 13 2020, 01:18 Druck Ansicht
Dabei seit: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Einträge: 447
Victor Royal mit Rigid Arm (Victor the First) von 1902-03

Das Modell "Royal" oder "R" mit Einfedermotor, einem Motorkasten aus Eiche mit Zierblechen aus oxidiertem Metallblech an den Gehäuseecken und oxidierter, gegossener Deckplatte, kostete im Jahr 1902 nur $ 15 und war damit das billigste Grammophon der Victor Talking Machine Company. Es hatte, wie damals alle Trichtergrammophone, einen Auslegerarm, der auch als Trichterstütze diente.

Bereits ab Ende 1902 bekam man das Victor Royal gegen Aufpreis mit dem damals brandneuen Tragarm für den drehbaren Trichter - samt dem ersten Tonarm der Welt, dem so genanntem "Rigid Arm". Der Preis stieg auf $ 22.50. In einem Victor Katalog von 1903 wurde die Typenbezeichnung in dieser Ausführung auf "Victor I" geändert, anderer Name "Victor the First". Grammophone mit Rigid Arm, erst recht am Victor Royal, sind auch in den USA ziemlich selten. Ein damit ausgestattetes DGAG-Gerät, zum Beispiel ein No. 15a von 1903, habe ich überhaupt noch nicht gesehen. Würde ich für meine Sammlung noch suchen.



Historische Abbildungen des ersten Tonarms der Welt, wie diese hier aus dem Besitz einer dänischen Familie, welche sich längere Zeit in Mexiko aufgehalten hat, sind bestimmt ungewöhnlich. Kennt jemand weitere? Auf dem 7 Zoll Plattenteller dreht sich auf beiden Bildern eine 10 Zoll Schallplatte. Der Motor war stark genug eine ganze 10 Zoll Platte abzuspielen.




[ Bearbeitet Sa Aug 22 2020, 19:17 ]
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alang
Do Aug 13 2020, 20:39
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 629
Ja, so ein Victor R mit Rigid Arm wäre schon toll. Aber die wurden ja nur für ein paar Monate hergestellt und sind deshalb sehr selten und teuer. Auch das Trichterkniecwar bei denen viel zu schwach und ist oft verformt oder gebrochen. Hier ein Bild von meinem front Mount Victor R.

Danke für die tollen Bilder.

Andreas


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DGAG
Sa Aug 22 2020, 19:15
Dabei seit: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Einträge: 447
Vielen Dank, Andreas, für die Vorstellung Deines Victor Royal im Original. Es fällt gegenüber den historischen Fotografien auf, dass die oxidierten Metallteile stark nachdunkeln. Das bruch- und verbiegungsanfällige Trichterknie des "Rigid Arm" hat bestimmt für viel Frust gesorgt. An dem in den Raum hineinragenden Trichter bleibt man ja gerne mal hängen. Ist mir auch schon oft genug passiert.

Die älteste Abbildung eines Grammophons mit Rigid Arm in Deutschland habe ich in der Ausgabe vom 8. April 1903 der Phonographischen Zeitschrift gefunden. Zu dieser Zeit wurde im deutschen Sprachraum sicher zum ersten Mal das Wort "Tonarm" im Zusammenhang mit Tonwiedergabe verwendet.


Ich finde den Rigid Arm noch im September 1903 in englischen Werbeanzeigen. Ab Dezember 1903 ist dann offenbar ausschließlich der verbesserte, konisch geformte "Tapered Arm" abgebildet.

[ Bearbeitet Sa Aug 22 2020, 21:13 ]
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alang
Sa Aug 22 2020, 22:37
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 629
Ja, mit den oxidierten Metallteilen ist es oft so, dass sie entweder fast ganz schwarz, also nach-oxidiert sind, oder aber sie wurden von einem wohlmeinenden Besitzer auf's glaenzende Kupfer runterpoliert. Bei meinem Motorboard war das um den Plattenteller der Fall, so musste ich das so gut es ging nachempfinden.Es sieht jetzt altersentsprechend OK aus, die kupfernen Zierstreifen sind in echt etwas besser zu erkennen als auf den Photos.

Das letzte Bild von Dir scheint aber dem Gehaeuse nach ein "fancy case" Victor MS (Monarch Special) mit Rigid Arm zu sein. Das ist gut an den runden Ecksaeulen zu erkennen. So eins mit Taper Arm ist auf meiner Traum-Wunschliste mit ganz oben.
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Telraphon
So Aug 23 2020, 20:26
Dabei seit: Mo Apr 03 2017, 18:57
Einträge: 222
Das letzte Bild von Dir scheint aber dem Gehaeuse nach ein "fancy case" Victor MS (Monarch Special) mit Rigid Arm zu sein. Das ist gut an den runden Ecksaeulen zu erkennen.


Da es eine deutsche Hülle zu sein scheint, würde ich hier der Darstellung nach eher ein Modell Monarch No. 15 oder 11 mit hellem Eichengehäuse vermuten - DGAG hat ein solches Exemplar ja auch mal vorgestellt.

Vor 3 oder 4 Jahren war bei EbayKleinanzeigen im Brandenburgischen nahe Berlin mal ein deutsches Gerät in Fragmenten mit Rigid Arm im Angebot, der in drei Teile zerbrochen war - das Gehäuse war sehr schlicht, vermutlich ein Monarch Junior o.ä. - der Trichter fehlte auch - die ganzen Teile lagen lose in einem großen alten Karton und sahen aus wie frisch vom Boden. Aufgerufen wurden damals 320 Euro, und innerhalb von wenigen Minuten war die Bastelkiste verkauft. Leider zu schnell für mich...
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