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Foren > Grammophone > Tischgeräte
Spätes Mammut Tisch-Grammophon
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
PONOPHON
Di Nov 10 2020, 17:32 Druck Ansicht
Dabei seit: Sa Dez 12 2015, 17:45
Wohnort: Österreich
Einträge: 189
HERSTELLER: Carl Below Leibzig ? Oder jemand der Name und Teile aufkaufte.
MODELL: Mammut Tischgrammophon
SERIENNUMMER:
JAHR: Offensichtlich 20er Jahre, eher 2. Hälfte
DAMALIGER PREIS: ?
GEHÄUSE: Eiche
PLATTENTELLER: Ø 30 cm
TRICHTER: Innenliegender Holztrichter mit typischen Türchen
MOTOR: Doppelfedermotor, Stahlplatinen, vermutlich deutsches oder Schweizer Erzeugnis
SCHALLDOSE: Mammut-Orchester-Schalldose

INTERESSANTE DETAILS:
Spätes Mammut Grammophon mit dem typischen Mammut-Tonarm und der Mammut-Orchester-Schalldose. Der Schwanenhals am Tonarm ist verschraubt, nicht verlötet wie bei den frühen Tonarmen, siehe Foto Nr. 3.
Mammut Markenzeichen im Deckel. Der schwarze Halter für den Tonarm dürfte von der DGAG stammen. Motor und Beschläge sind Zukaufteile.

Ich habe dieses Gerät erworben, weil ich auf den ersten Blick dachte es ist eine Mariage unter Verwendung eines Mammut-Tonarmes, den ich als Ersatzteil aufheben wollte. Bei genauer Betrachtung stellte sich heraus, dass das Grammophon im Deckel ein zuvor noch nie gesehenes Mammut Abziehbild trägt. Es weist keinerlei Bastelspuren auf und ist original so wie es ist.

Entweder es ist ein sehr spätes Mammut Erzeugnis, oder ein Teileverwerter hat es unter dem Namen Mammut, basierend auf dem Ruhm des Mammut-Tonarmes aus aufgekauften Restbeständen an Teilen produziert. Da wäre ich gespannt wenn dazu jemand etwas wüsste.









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DGAG
Di Nov 10 2020, 19:19
Dabei seit: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Einträge: 468
Ich würde davon ausgehen, dass es ein spätes Mammut-Grammophon ist. Ziemlich unspektakulär, aber trotzdem interessant. Speziell, dass die typische Form des Tonarms beibehalten wurde.

Carl Below, Mammut-Werke, Leipzig erlosch erst 1932 und das "Mammut"-Warenzeichen, angemeldet 1902, blieb bis zum Schluss im Besitz der Firma. Spricht also erstmal nichts gegen Dein Grammophon als echtes "Mammut".
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-Juergen-
Di Nov 10 2020, 19:30
Dabei seit: Di Dez 25 2018, 08:26
Wohnort: Rhein-Main
Einträge: 68
Hallo Christian,

ich habe so ein Gerät schon mal in Brandenburg in einem Heimatmuseum gesehen. Einziger Unterschied war, die Plakette. Bei dem Gerät in Brandenburg war die bekannte Runde Mammutcellulioidscheibe.
Halte es hier mit Stephan und würde es als "letztes Aufbäumen" des Mammuts deuten. Auf jeden Fall ein interessantes Belegexemplar.
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PONOPHON
Di Nov 10 2020, 20:29
Dabei seit: Sa Dez 12 2015, 17:45
Wohnort: Österreich
Einträge: 189
Vielen Dank Stephan und Jürgen für Eure Kommentare. Umso besser wenn es noch ein echtes Mammut ist. Ich wusste nicht das Mammut bis 1932 existierte. Der Teile Bezug von der Grammophon Gesellschaft wurde dann scheinbar auch wieder aufgegriffen, wie zu Beginn bei den frühen Modellen. Die Grammophon Gesellschaft war vermutlich froh die um 1930 veralteten Tonarm-halter los zu werden.
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