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Foren > Phonographen > Geräte, Werbung und Schriftmaterial
Phonograph Puck Lyra unbekannter Bauart
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
-Juergen-
Di Jan 12 2021, 15:00 Druck Ansicht
Dabei seit: Di Dez 25 2018, 08:26
Wohnort: Rhein-Main
Einträge: 97
HERSTELLER: Berliner Elektromechanische Werkstätten?
MODELL: ?
SERIENNUMMER: keine
JAHR: ?
DAMALIGER PREIS: ?
GEHÃUSE: Eisenguss
TRICHTER: Zinkblechtrichter in Drehgabel
MOTOR: 1 Feder
SCHALLDOSE: Ebonit
MANDREL/ Walze: Holz zylindrisch

Hallo Zusammen,

ich bräuchte mal etwas fachliche Unterstützung bei der Zuordnung der hier gezeigten Lyra.

Ich war zunächst der Annahme der kommt auch von den Berliner Elektromechanischen Werkstätten, aber ich finde dazu nichts und Lackierung und Gewicht weichen da etwas ab.

Interessant ist hier, daß der Motor auf der anderen Seite als bei Lyren üblich sitzt und das Gerät eine Art Griff an der Grundplatte hat. Auch die sehr kurze Aufnahme für den Trichterhalter ist etwas unüblich.

Besten Dank für Zeit und Mühe schon mal









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DGAG
Mi Jan 13 2021, 03:24
Dabei seit: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Einträge: 505
Ein Holzzylinder an Stelle eines Walzenkonus zur Umgehung des Edison-Patents war das Merkmal der ersten Phonographen vom Typ Puck, welche ab ca. 1898 nach England exportiert und nicht von Edison Bell lizenziert wurden.. Am "breiten Ende" des Innenkonus der Walze klemmte man Pappschnipsel ein, damit die Walze auf dem Zylinder festsaß. Eine simple, aber wenig elegante Lösung.



In der Bohrung des kleinen Fortsatzes (siehe Pfeil) der Trägerplatte steckte ursprünglich ein Metallstäbchen mit einer Laufrolle am oberen Ende. Das verschiebbare Stäbchen war mit einer, hier noch vorhandenen, Schraube gesichert und diente dazu, die Antriebsschnur zu führen und zu spannen.

Das Schutzblech für die Antriebsschnur ist eine spätere Zutat. Sieht mir eher nach einer Bastelarbeit aus.

Der Federmotor auf der "falschen" Seite ist eine rare Besonderheit. Als Rechtshänder steht man beim Aufziehen des Motors deshalb hinter der Trichteröffnung. Das macht diesen Puck geeignet als einfaches Vorführgerät für Aussteller.

Es wird nicht einfach sein den Hersteller zu identifizieren, wenn man nicht zufällig eine historische Abbildung findet. Ich sehe nämlich kein besonderes Merkmal, das man in einem Gebrauchsmuster wiederfinden könnte. Aber ich kann mich täuschen.
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-Juergen-
Mi Jan 13 2021, 19:38
Dabei seit: Di Dez 25 2018, 08:26
Wohnort: Rhein-Main
Einträge: 97
Hallo Stephan,

danke für Deine Mühe und Rückmeldung. Habe das Schutzblech mal abgenommen und teile Deine Einschätzung. Da scheint einer der Vorbesitzer improvisiert zu haben.
Bin nochmal durchs Regal gegangen und habe da einen Puck der Berliner Elektromechanischen Werkstätten der eine ähnliche Spannrolle hat wie Du sie beschreibst.

Sowas meintest Du?
Daraus kann man vermutlich nicht Rückschließen daß es sich um den gleichen Hersteller handelt.

Viele Grüße

Jürgen

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DGAG
Mi Jan 13 2021, 21:18
Dabei seit: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Einträge: 505
Vom Prinzip her ist es das was ich meine. Die weit auskragende Konstruktion des Schnurspanners der Berliner Elektro-Mechanischen Werkstätten zeigt schon, warum Dein Puck so einen Fortsatz an der Bodenplatte hat.

Im Detail sind die konstruktiven Ideen aber doch unterschiedlich: Im einen Fall ist die Rolle an einem Zylinderschaft auf dem (fest montierten) Stäbchen verschiebbar, im anderen Fall das Stäbchen (mit fest montierter Rolle) in der Bohrung des Fortsatzes. Beide Versionen führen zum Ziel, sind aber so grundlegend verschieden, dass ich nicht glaube, dass der gleiche Produzent dahinter steckt.

Vielen Dank übrigens für die großen Bilder, auf denen man Details viel besser erkennen und diskutieren kann.
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-Juergen-
Do Jan 14 2021, 18:54
Dabei seit: Di Dez 25 2018, 08:26
Wohnort: Rhein-Main
Einträge: 97
Ich habe zu Danken. Viele Grüße nach Berlin
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