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FSD Fortephon - welcher Motor und frage zur Schalldose
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Mystic-X
Do Nov 23 2023, 20:25 Druck Ansicht
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Nov 23 2023, 15:29
Wohnort: Tal der Ahnungslosen
Beiträge: 6
Hallo zusammen!

Ich habe mich hier mal angemeldet da mir ein unvollständiges Fortephon zugelaufen ist.
Normalerweise beschäftige ich mich eher mit elektronisch-tönenden Geräten (vornehmlich mit Röhren) aber einem geschenkten Gaul schaut man ja bekanntlich nicht ins Maul…

Ich habe bisher das Schränkchen schon etwas überarbeitet. Den alten Lack abgeschabt, leicht angeschliffen und dann etwas Schellack aufgebracht. Schaut so schon wieder ganz ansehnlich aus.

Irgendwer hat dem Gerät mal den Federmotor entnommen und nicht wieder eingebaut. Unterm Trichter fand ich ein Gewicht vom Fliehkraftregler das dürfte wohl der Grund gewesen sein…

Kann mir an Hand der vorhandenen Teile und meiner Skizze mit den Maßen evtl. Jemand identifizieren was hier mal für ein Motor verbaut war?
Ich nehme nicht an das diese kleine Firma hier wirklich eigene Motoren gefertigt hat. Alle Geräte dieser Firma die ich im Internet aufspüren kann haben für den Geschwindigkeitsregler andere Armaturen verbaut als meines. Die Bremse ist teilweise identisch ausgeführt.

Die Schalldose identifiziert sich als Fortephon Extra und macht so einen ganz gesunden Eindruck.
Ich möchte hier die Gummiteile austauschen da diese eher die Konsistenz eines alten Kaugummis haben als einer schönen flexiblen Dichtung.

Ich tendiere aktuell zu EPDM mit Shore Härte von ~65.
Silikon möchte ich der Optik wegen (transluzent) eigentlich vermeiden zumal die meisten Angebote keine sinnvollen Angaben zur Shore Härte enthalten oder der Wert im Bereich dessen liegt was ich als EPDM beschaffen kann.
Ist das zu fest oder gar zu weich?

Ich würde versuchen diese Aufgerollte 1mm Gummiplatte auch wieder so für die Dichtung zur Membrane zu verwenden. Vielleicht unter Zuhilfenahme von etwas Vulkanisierlösung o.Ä..
Nur wenn es gar zu widerspenstig wird kommt hier eine Dickere Platte als Dichtung zum Einsatz.

Liege ich mit meiner Einschätzung richtig das der Apparat so um 1925 gebaut ist?

Grüße
Markus
























HERSTELLER: FSD Fortephon-Sprechmaschinen-Werke Dresden
MODELL: ?
SERIENNUMMER: 2354 (unter dem Plattenteller ins Holz eingeschlagen)
JAHR: 1925 ?
DAMALIGER PREIS: ?
GEHÄUSE: Holzleisten, Leimholz und teils furniertes Sperrholz, HxBxT: 900x400x430 mm
PLATTENTELLER: Gusseisen mit runden Durchbrüchen, vernickeltem Stahlblechrand und roter Samtauflage
TRICHTER: Sperrholz, eingebaut mit Holzrohren als Anbindung an den Tonarm
MOTOR: fehlt
SCHALLDOSE: Fortephon Extra

INTERESSANTE DETAILS: keine
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LoopingLoui
Sa Nov 25 2023, 16:23
"Moderator"

⇒ Mitglied seit ⇐: So Sep 26 2021, 19:14
Wohnort: Altkreis Bersenbrück
Beiträge: 648
Moin!
Der Motor wird mal ein Typ von Nirona gewesen sein, anhand des Geschwindigkeitsreglers. Nähere Angaben oder die Suche danach wird schwierig…da bleibt eigentlich nur der Einbau eines ähnlichen Werks. Einen großen Sammlerwert hat der Schrank ohnehin nicht.

Gruß
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Mystic-X
Sa Nov 25 2023, 16:50
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Nov 23 2023, 15:29
Wohnort: Tal der Ahnungslosen
Beiträge: 6
Danke. Dann habe ich doch zumindest etwas wonach ich längerfristig mal Ausschau halte.
Ich habe schon einen günstiges Federwerk ergattert das hier in kürze ankommt. Ich werde versuchen den so zu verbauen das ich keine weiteren Löcher bohren muss.
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PONOPHON
Mo Dez 18 2023, 20:23
⇒ Mitglied seit ⇐: Sa Dez 12 2015, 17:45
Wohnort: Österreich
Beiträge: 246
Hallo Markus, könnte dieser Motor passen?
Link - Hier klicken
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Mystic-X
Di Dez 19 2023, 18:29
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Nov 23 2023, 15:29
Wohnort: Tal der Ahnungslosen
Beiträge: 6
Der könnte in der Tat passen.
Frage ist jetzt ob ich dafür meinen nun sehr gut laufenden Gebrüder Steidinger "51" dafür wieder ausbauen will. Der schafft immerhin beide Seiten einer 25cm Platte ohne nochmaliges aufziehen.
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PONOPHON
Mi Dez 20 2023, 06:43
⇒ Mitglied seit ⇐: Sa Dez 12 2015, 17:45
Wohnort: Österreich
Beiträge: 246
Wenn er tatsächlich passt würde ich es auf jeden Fall machen. Ich könnte einen falschen Motor in einem meiner Geräte nur schwer ertragen. Die Abstandsmaße könnte man zuvor mit dem Anbieter abklären. Vor allem kostet er nicht die Welt, alleine eine Ersatzfeder würde mindestens so viel kosten. Ich habe aufgrund deiner Anfrage sehr viel nach dem Motor gegoogelt, da wird einem geradezu schwindelig wie viele Typen es da gab. Das da der richtige auftaucht ist schon ein großer Zufall. Der Wert des ganzen Gerätes, denke ich sollte nicht ausschlaggebend sein, immerhin ist es auch bald 100 Jahre alt. Ich kenne das freudige Gefühl recht gut, wenn man sowas wieder original zurück bauen kann, daran erinnert man sich noch nach Jahren. Übrigens finde ich es toll, dass du dich bemüht hast den Ersatzmotor so einzubauen, dass die originale Substanz nicht verändert wird! Das sagt schon viel aus wieviel Wertschätzung du für das Grammophon hast. Liebe Grüße, Christian

PS.: Solltest du den Motor wirklich kaufen, wäre es schön den Motor (und vielleicht das fertige Ergebnis irgendwann) hier zu zeigen. Ich konnte die Bilder wegen der Urheberrechte nicht einstellen und der Link wird nicht mehr lange funktionieren.



Quelle: Phonographische Zeitschrift 1920 (21. Jahrgang, Nr. 4 Seite 128)


[ Bearbeitet Mi Dez 20 2023, 06:49 ]
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