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Grammophon von Excelsior / Schwenkstabgrammophon
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-Juergen-
Mo Dez 25 2023, 15:59 Druck Ansicht
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HERSTELLER: Excelsiorwerk G.m.b.H., Fabrik für Erzeugnisse der Feinmechanik, Köln
MODELL: ??
SERIENNUMMER:
JAHR: Um 1903/ 04
DAMALIGER PREIS: ??
GEHÃUSE: Eiche.Grundfläche ca. 26 cm x 26 cm x 13 cm in der Höhe
TRICHTER: Messingtrichter Durchmesser ca. 25 cm bei einer Länge von etwa 46 cm
MOTOR: 1 Feder mit offenem Federhaus
SCHALLDOSE: Unbezeichnete Schalldose ähnlich G & T Concert
Plattenteller: Konischer Aufnahme auf die Achse, Durchmesser des Tellers ca. 25 cm

Hier ein etwas anderes Schwenkstabgerät von Excelsior. Leider habe ich bislang dazu keine passende Werbung finden können.

Die Bauform des Motors ist ähnlich zu den bekannteren Excelsiorgrammophonen (siehe auch: Link - Hier klicken und extrem laufstarkem und leise. Die Start-Stopstange seitlich ist gleichfalls ähnlich ausgeführt.
Bemerkenswert ist der sehr leichte Messingtrichter mit dem aufgelöteten Knie. Das Blech ist extrem dünn und aufwändig gefertigt. Die Schalldose ist ähnlich G & T Concert aber bis auf eine Seriennummer ohne Markierung. Der obere Auslegearm hat eine kleine Stellschraube mit der die Auflagehöhe des Trichter eingestellt werden kann, damit dieser ähnlich der Zonophone ohne Nadel über dem Plattenteller schweben kann. Der untere Haltearm ist im Vergleich zu anderen üblichen Schwenkstabgeräten recht kurz und misst lediglich ca. 15 cm.

Die Kurbel hat eine kleine Nase am Schlitz zum einhaken beim Kurbeln bzw. damit Diese nicht so leicht abfällt.

Falls da noch jemand mit passender Werbung aushelfen könnte wäre schön.























[ Bearbeitet Mo Dez 25 2023, 16:52 ]
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DGAG
Do Dez 28 2023, 16:18

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Hallo Jürgen, ich freue mich, Deinem schönen Excelsior eine Bezeichnung - und Dir weitere Informationen - geben zu können. Es handelt sich um den "Excelsior-Platten-Apparat" Modell "Type II, No. 520" mit "No. 61 Konzert-Schalldose", aus der ersten Modellreihe. Bei der Markteinführung, ich gehe von 1903 aus, kostete das Gerät 75 Mark.

Hier ist die Katalogabbildung:




Dient die Schraube an der Schalldose, wie bei einer Schlauchschelle, zum Festklemmen? Könntest Du bitte größere Bilder der Schalldose einstellen. Wann bekommt man so etwas schon zu Gesicht.
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-Juergen-
Do Dez 28 2023, 19:27
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Hallo Stephan,

Super.
Vielen Dank für die Werbung. Deine Ablage ist sensationell. Damit ist die Suche auch beendet.

Im Folgenden einige Bilder von Schalldose und Arm.

Die Schalldose ist wie eine G & T Concert ca. 43 mm im Durchmesser aber etwa 15 mm tief (G & T Concert etwa 12 mm). Die Schalldose ist aus vernickeltem Eisen und der Innenring mit 3 Schrauben von Außen gehalten. Damit ist zumindest das Ersetzen der Gummiringe wesentlich einfacher als bei G & T.

Beste Grüße und schon mal guten Rutsch











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DGAG
Do Dez 28 2023, 20:38

⇒ Mitglied seit ⇐: So Dez 31 2017, 12:30
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Hallo Jürgen, vielen Dank für die tollen Bilder der Schalldose und des Auslegers. Jetzt kann ich mir die Konstruktion viel besser vorstellen.

Ich habe tatsächlich nie verstanden, warum die G&T Konzert-Schalldose so umständlich zu öffnen ist. Eine der hässlichen Folgen ist heutzutage, dass der gerändelte Außenring dieser Schalldose (durch das Fixieren mit einer Zange) fast immer beschädigt ist. Die Bastler machen sich nämlich meist nicht die Mühe, ein Lederstück (o.ä.) zwischenzulegen.

PS: In der Schelle für die Schalldose am Ende des Auslegers befindet sich eine kleine Bohrung. War sie ursprünglich für einen Stift gedacht um die Schalldose korrekt positionieren zu können?

[ Bearbeitet Do Dez 28 2023, 20:50 ]
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-Juergen-
Fr Dez 29 2023, 12:57
⇒ Mitglied seit ⇐: Di Dez 25 2018, 08:26
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Hallo Stephan,

ja die Bohrung scheint ein Positionierungsloch zu sein.

Ich habe mal eine G & T Concert aufgesetzt (ersten beiden Bilder). Das Loch passt zwar wunderbar, der Winkel des Nadelträgers dann aber gar nicht.

Ich habe mal eine Excelsiordose mit Positionierungspin/- Bohrung aufgesetzt. Die würde dann vom Winkel zwar passen erscheint aber mit etwa 60 mm Durchmesser recht unproportioniert.









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DGAG
Fr Dez 29 2023, 16:15

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Vielen Dank fürs Ausprobieren. Die Seriennummer Deiner Schalldose (Nr. 125) ist sehr niedrig, zumal sie als Standardausstattung auf mehreren frühen Modellen zum Einsatz kam. Entweder ist es ein Montagsstück oder stammt aus einer frühen Charge, welche den Pin vielleicht noch gar nicht besaß.

Dessen Bedeutung muss Excelsior klar gewesen sein, wie man an der entsprechenden Bohrung am Ausleger sowie am späteren Schalldosen-Modell erkennen kann. Außerdem hat man das Vorbild, die G&T-Schalldose, ja sicherlich genau studiert. Dass diese durch den anders positionierten Pin nicht auf den Excelsior-Ausleger passt, war vielleicht sogar gewollt!
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PONOPHON
Fr Dez 29 2023, 18:53
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Hallo Jürgen,
die Excelsior Schalldose gab es auch noch kleiner, aus vernickeltem Messing im Durchmesser 55mm.
Sie wirkt im Vergleich zur 60mm Alu Schalldose deutlich zierlicher.
Hier ist der Vergleich der beiden mit einer G & T:






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-Juergen-
Fr Dez 29 2023, 21:38
⇒ Mitglied seit ⇐: Di Dez 25 2018, 08:26
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Hallo Christian,

danke für das Teilen der Bilder.
Ich sehe schon da ist noch Luft im Excelsior Heaven.

Beste Grüße
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DGAG
Fr Dez 29 2023, 22:11

⇒ Mitglied seit ⇐: So Dez 31 2017, 12:30
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Beiträge: 664
Als Ergänzung hier noch die Konzert-Grand-Schalldose, No. 62, von 1903. Mir ist die Konstruktion dieser Schalldose, was die aufwendige Halterung des Nadelträgers angeht, nicht ganz klar. Hat sie jemand von Euch?

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-Juergen-
Sa Dez 30 2023, 18:16
⇒ Mitglied seit ⇐: Di Dez 25 2018, 08:26
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da muss ich leider passen. Sorry & bG
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