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Kapelle Arthur Chester Schuh
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LoopingLoui
Do Mai 09 2024, 23:17 Druck Ansicht
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Playlist mit allen Aufnahmen der Band: Link - Hier klicken

Vor einer Weile erhielt ich einige selbstaufgenommene Tonfolien einer Kapelle Chester Schuh, welche live in einem Tanzlokal 1934 aufgenommen wurden.

Arthur Chester Schuh wurde in Peoria (Illinois) wohl als Deutsch-Amerikaner 1908 geboren, kehrte aber nach Deutschland zurück, wo er seine eigene Tanzkapelle gründete. Mit dieser war er insbesondere im Ruhrgebiet tätig.
Neben üblichen Tanzschlagern komponierte er auch selbst.
Bis zu seinem Tod war er wohnhaft in Essen, Kuckuksrain 40 und verheiratet mit Katharina Schuh, geborene Gahlmann.
Mit nur 27 Jahren starb er am 19. November 1935 im städtischen Krankenhaus Essen.
Die Kapelle wurde noch wenige Jahre unter seinem Namen weitergeführt.

Die Tonfolien auf Draloston und Metallophon sind einmalige Direktschnitte und wurden möglicherweise im Cafe Europa in Bielefeld aufgenommen, wo die Band sich im April nachweisen lässt.
Man hört teilweise starken Saalbetrieb und verhaltenes Klatschen.

Leider sind die meisten Platten durch Alterungsprozesse stark pickelig und haben enorme Störgeräusche. Die ersten fünf Titel lassen sich gut hören - auf den Anderen ist leider kaum mehr etwas erhalten.






Diskographie
23.02.1934
Universal Schneideplatte (Metallophon)
A: Kannst Du pfeifen, Johanna
- Chester Schuh (mit Duett-Gesang)
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B: Auf dem Rummelplatz
- Chester Schuh (mit männlichem Refraingesang)
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28.02.1934
Universal Schneideplatte (Metallophon)
A: Tango v. Chester Schuh
- Kap. Chester Schuh (ohne Gesang)
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B: Sonne brauch ich zum Leben (Fox)
- Kap. Chester Schuh (ohne Gesang)
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Anfang 1934
Universal Schneideplatte (Metallophon)
A: Tango (?)
- Kap. Chester Schuh (ohne Gesang)
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B: Slow-Fox (By the Fireside)
- Kap. Chester Schuh (ohne Gesang)
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Anfang 1934
Universal Schneideplatte (Metallophon)
A: Man sagt einer Dame nicht…! Foxtrott (ohne Gesang)
- Chester Schuh
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B: An einem Tag im Frühling. Sl. Fox (ohne Gesang)
- Kap. Chester Schuh
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Anfang 1934
Draloston (Dralowid)
A: Man sagt zu einer Dame nicht…!
- Kapelle Chester Schuh (ohne Gesang, aber mit Ansage: Die Kapelle Chester Schuh spielt ihnen jetzt einen Fox „Man sagt zu einer Dame nicht“.)
Link - Hier klicken
B: Ein kleines bisschen Liebe (mit Refraingesang)
- Kapelle Chester Schuh
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Anfang 1934
Draloston (Dralowid)
A: Tango Schester Shu (sic) = Wenn man auseinander geht
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- Kapelle Chester Schuh (mit Refraingesang, im Hintergrund deutlich hörbarer Saalbetrieb, am Ende verhaltenes Klatschen)
B: X Schester Shu (sic) = Mondnacht in Abbazia
- Kapelle Chester Schuh (mit Refraingesang)
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Besetzung: 7-Mann + Sänger und Sängerin
Arthur Chester Schuh, Geige
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LoopingLoui
Do Mai 09 2024, 23:33
"Moderator"

⇒ Mitglied seit ⇐: So Sep 26 2021, 19:14
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Beiträge: 676
Mai 1931 im Palast-Cafe Buer


November 1932 im Union, Essen



Februar 33 im Kaufhaus Althoff, Buer

Mai 1933




April 1934 im Cafe Europa, Bielefeld





März 1938, Polizeifest in Bochum

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berauscht
Fr Mai 10 2024, 10:44
"Urgestein" Autor

⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Jan 06 2010, 21:59
Beiträge: 1962
LoopingLoui schrieb ...

Die Tonfolien auf Draloston und Metallophon sind einmalige Direktschnitte und wurden möglicherweise im Cafe Europa in Bielefeld aufgenommen, wo die Band sich im April nachweisen lässt.
Man hört teilweise starken Saalbetrieb und verhaltenes Klatschen.


Meine Vermutung ist, die Platten sind Mitschnitte einer Rundfunkübertragung. Der Sender Langenberg übertrug auch per Fernkabel aus der Oetkerhalle und dem Café Europa in Bielefeld.
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LoopingLoui
Sa Mai 11 2024, 17:17
"Moderator"

⇒ Mitglied seit ⇐: So Sep 26 2021, 19:14
Wohnort: Altkreis Bersenbrück
Beiträge: 676
berauscht schrieb ...

LoopingLoui schrieb ...

Die Tonfolien auf Draloston und Metallophon sind einmalige Direktschnitte und wurden möglicherweise im Cafe Europa in Bielefeld aufgenommen, wo die Band sich im April nachweisen lässt.
Man hört teilweise starken Saalbetrieb und verhaltenes Klatschen.


Meine Vermutung ist, die Platten sind Mitschnitte einer Rundfunkübertragung. Der Sender Langenberg übertrug auch per Fernkabel aus der Oetkerhalle und dem Café Europa in Bielefeld.



Besten Dank für den Einwand - das ist durchaus möglich.
Wenn dem so ist dann wurde die Überspielung auf Platten sicher bei einem professionellen Tonstudio in Auftrag gegeben, durch das Umfeld des Orchesters oder dessen Chef selbst. Die Provenienz vor den 90er Jahren ist gänzlich unbekannt.

1934 standen private Selbstaufnahmegeräte noch ziemlich am Anfang ihrer Entwicklung und dafür das gute Resultate für einen Laien ausgesprochen schwierig zu erzielen sind, sind diese Aufnahmen bereits sehr gut gelungen.


[ Bearbeitet Sa Mai 11 2024, 17:18 ]
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