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Foren > Künstler > Sänger und Sängerinnen - Klassik
Frieda Hempel
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Formiggini
Mi Feb 08 2012, 18:35 Druck Ansicht
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Frieda Hempel
(* 26. Juni 1885 in Leipzig; 7. Oktober 1955 in Berlin)




Die Sopranistin verbrachte nur den Beginn ihrer Karriere in Deutschland, große Erfolge feierte sie zusammen mit Enrico Caruso in den USA.
Man kann sie neben Caruso als einen der ersten großen ``Platten-Stars`` bezeichnen.
Ihre Gesangsausbildung begann Hempel am Konservatorium in Leipzig, ihren Abschluss machte sie jedoch am Stern´schen Konservatorium in Berlin. Dort war sie Schülerin von Selma Nicklass-Kempner.
Sie debütierte in Breslau mit der Violetta in der Königin der Nacht. Schon 1906 enstanden die ersten Plattenaufnahmen für Odeon.







Schnell wurde sie sowohl auf der Bühne, wie auch auf Platten sehr bekannt und beliebt - bedingt durch einen großen Fanœ erhielt sie den Spitznamen Des Kaisers Lerche.

1905 schloss Hempel in Schwerin einen Zweijahres Vertrag ab, auf drängen des Kaisers kehrte sie jedoch wieder nach Berlin zurück.
In der Hauptstadt trat sie 1905 als Frau Fluth in Die lustigen Weiber von Windsor auf.
Von 1907 - 1912 trat sie regelmäßig in der Königlichen Oper auf.




Schon 1907 ging sie auf Tournee, in Londons Covent Garden konnte man sie als Bastienne in Humperdinck's Hänsel und Gretel bewundern.
1912 brachte den ersten Auftritt im Metropolitan Opera House in New York, 1913 erstmals mit Caruso in der Met.
Nach 1919 sah man sie nur noch selten auf den großen Opernbühnen, Frieda Hempel verlagerte sich erfolgreich auf Konzertauftritte, vorallem in Stücken von Mozart, Schubert, Schumann und Brahms.

Weiterhin entstanden erfolgreiche Plattenaufnahmen, sowohl für die englische His Masters Voice (HMV), wie auch für die Amerikanische Victor.
Für die neue Edison Plattenmarke Diamond Discs trat sie in sog. Tone Tests auf. Hier musste ein Publikum mit verschlossenen Augen, bzw. vor einem verschlossenen Vorhang entscheiden, ob sie die ``echte´´ Sängerin hörten, oder das gleiche Stück und Interpretin von einer Edison Diamond Disc gespielt.

Frieda Hempel bei einem "Tone Test"




Nach ihrer öffentlichen Karriere unterrichtete Hempel in New York Gesang.
Nach Deutschland kehrte Frieda Hempel erst wieder 1950 zurück. Sie starb 1955 in Berlin.





[ Bearbeitet Di Okt 30 2012, 19:57 ]
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Aristodemo
Di Okt 30 2012, 19:48
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Frieda Hempel, ein Zeugnis aus dem Jahre 1909 :
"Koloratursängerin, geb. 26.Juni 1884 in Leipzig, studierte in Berlin am Sternschen Konservatorium bei Frau Professor Niklas-Kempner. Schon als Schülerin erregte sie Aufsehen durch ihre schöne stimme und durch eine technische Veranlagung, die sie inzwischen zur Meisterschaft ausgebildet hat. Nach kurzer Wirksamkeit in Schwerin, wurde sie an die Berliner Hofoper berufen, an der sie sich bald eine geachtete Stellung in ihren Fache errang. 1906 sang sie in Bayreuth, 1907 im Coventgarden-Theater zu London, 1908 an der Hofoper zu Stockholm. In England und Belgien (Ostende) hat sie auch erfolgreiche Konzerte gegeben."
Wenig später wird sie sich "bedeutsam aus der Schar der lebenden Opernsänger herausheben"

P.S. : Des Kaisers Lieblingssängerin war die Sopranistin Emmy Destinn !

[ Bearbeitet Di Okt 30 2012, 19:58 ]
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Formiggini
Sa Jun 07 2014, 16:36
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Phonographische Zeitschrift, 13. Jhg., No.12, S.304










[ Bearbeitet Sa Jun 07 2014, 22:33 ]
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Willi-H-411
So Jun 08 2014, 07:35
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Am 3. April 1914 hat Frieda Hempel zwei Aufnahmen mit Enrico Caruso eingespielt (soweit mir bekannt, die einzigen Aufnahmen mit Caruso):

- Amici miei, soldati ... La rivedrà nell' estasi; Matr.Nr. C-14659-2
- Così scritto è lassù ... E' scherzo od è follia; Matr.Nr. C-14660-1

Beide "Un ballo in maschera" von Verdi

VG Willi
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Formiggini
Fr Feb 27 2015, 18:37
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Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
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1910


Phonographische Zeitschrift 1910, 11. Jhg., No.14, S.327
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Grammophonteam
Sa Jul 16 2016, 10:51
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Frieda Hempel (als Adina) & Enrico Caruso (als Nemorino) in Donizettis Oper "Liebestrank", Oktober 1910 in Berlin.


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Konezni
Sa Jul 16 2016, 15:17
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"...in Londons Covent Garden konnte man sie als Bastienne in Humperdinck's Hänsel und Gretel bewundern."
Die Bastienne wird sie wohl in Mozarts BASTIEN UND BASTIENNE gesungen haben und in HAENSEL UND GRETEL die Gretel.
Hempel hat (ähnlich wie später Marlene Dietrich) überaus selbstbeweihräuchernde und salbadernde Memoiren ("Mein Leben dem Gesang") hinterlassen. In ihrer Glanzzeit mit Lobeshymnen überschüttet, die durch ihre Schallplatten und Walzen durchaus gerechtfertigt erscheinen, begegnete man ihr später angesichts der "Jenny-Lind-Konzerte" reservierter. Gerald Moore äußert sich in seinen Erinnerungen "Am I too loud?" recht negativ über Hempels Künstlertum.
Während des Ersten Weltkriegs machte sie sich überdies wenig deutsche Freunde durch das pressewirksame Verfüttern von Hundekuchen in der Form Eiserner Kreuze an amerikanische Vierbeiner.
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Grammophonteam
So Jul 17 2016, 01:46
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Einträge: 2085
Während des Ersten Weltkriegs machte sie sich überdies wenig deutsche Freunde durch das pressewirksame Verfüttern von Hundekuchen in der Form Eiserner Kreuze an amerikanische Vierbeiner.


Zeugt zumindest von einem ausgeprägtem Gespür für Pressearbeit und einem Hauch von dunklem Humor...
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Konezni
Mo Jul 18 2016, 21:25
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Von einem Hauch dunklen Humors merkt man in der Autobiografie leider nichts. Ich muss allerdings zugeben, dass Hempel Platten "für die Insel" eingesungen hat, wie etwa die Arien aus LE BILLET DE LOTERIE oder aus LA MUETTE DE PORTICI.
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