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Foren > Grammophone > Technik
Bitte gerne mehr über Nadeln!
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Gast
So Feb 19 2012, 15:39 Druck Ansicht
Gast
Ich beschäftige mich erst kurze Zeit mit dem Thema Grammophon und schon sind mir dutzende verschiedene Nadeln auf gefallen:... auch darüber will ich mehr wissen, z.B. warum es magnetische gibt und was das für Nadeln sind, die aussehen wie kleine Pfeilspitzen...





[ Bearbeitet Sa Mär 31 2012, 12:27 ]
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Formiggini
So Feb 19 2012, 16:23


Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1758
Na, dann fangen wir mal mit den Pfeilspitzen an...

Lautstärkeregulierung war ja bei einem Grammophon nicht ganz einfach - hier sollten diese Nadeln helfen.
Bei deinen kann man lesen, das es sich um die Marke Fürsten Nadeln handelt, solche Nadeln wurden aber
auch unter anderen Marken verkauft.

Der Gedanke hinter dieser Nadel ist, das je nach dem wie der Nadelschaft zur Platte steht, dies die Lautstärke beeinflusst.

Steht die abgeflachte Seite in der Rille, spielt sie als Mittellaute Nadel




Dreht man nun die Nadel um 45 Grad, also so das der Schaft gegen die Rille steht, wird die Wiedergabe lauter - nun hat man eine Laute Nadel




Der erzielte Lautstärke unterschied ist jedoch nicht sehr groß.

Solche Nadeln werden übrigens in den USA wieder neu produziert, auf bekannteren Internetauktionsseiten lassen sie sich finden. Ob sich allerdings die Anschaffung und Versand lohnt, sei mal dahin gestellt.
Ein Hingucker sind sie aber allemal!

[ Bearbeitet So Apr 01 2012, 17:14 ]
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gramofan
So Feb 19 2012, 18:17
Dabei seit: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Einträge: 943
Es dürfte traurig aber wahr sein: Nadeln waren ein heiß umkämpfter Markt und den Herstellern war jedes Mittel recht, sich von der Konkurrenz abzusetzen. Nahezu alle besonderen Formen, ob nun verdickte Schäfte, Pfeilformen, Wellennadeln, eingstanzte Querriefeln, Engstellen und was es noch so alles gab, waren vor allem Eins: ein Mittel, die Aufmerksamkeit der Kunden durch eine ungewönhliche oder innovative Gestaltung zu erringen und dadurch einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz zu erhalten. In physikalischer Hinsicht waren nahezu alle Versprechungen, die an besondere Formen geknüpft waren blanker Unsinn. Selbst das Versprechen unterschiedlicher Lautstärke auf Grund verschiedener Nadeldicke findet physikalisch nur sehr beschränkt eine Grundlage (das wurde im Forum schon mal ausgiebig dargestellt). Trotzdem dürfen wir für die Phantasie der Marketig-Strategen dankbar sein: ohne sie gäbe es bei weitem nicht so viele sammelnswerte Nadeldosen.

[ Bearbeitet Di Apr 24 2012, 20:43 ]
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Formiggini
So Feb 19 2012, 18:31


Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1758
Link - Hier klicken der Eintrag über laute & leise Nadeln.

Noch zu diesen Wellennadeln:



Diese wurde auch unter dem Handelsnamen Ondulette verkauft.

Die zeitgenössische Werbung versprach:

Die Tonveredelnde Wellen-Nadel. Extra Zart
Verwenden Sie also nur die echten!


Inwieweit die Wellenform den Ton "veredelte"......?



[ Bearbeitet So Apr 01 2012, 17:13 ]
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Gast
So Feb 19 2012, 19:21
Gast
Wow, herzlichen Dank. Habe schon so was geahnt. Die Gesetze der Physik hat wohl niemand aus gehebelt. Danke auch für den Hinweis des Gebrauchs der "kleinen Speere". Echtes Salz in der Suppe. "Ondulierte" Nadeln, was für eine kuriose Idee. Am Ende hat sich keine dieser Exoten langfristig durch gesetzt, denke ich, aber mir fiel auf zahlreichen Platten auf, dass ihre Besitzer mit der ein oder anderen Nadel wohl die besten Hörerlebnisse verbanden und von ihnen gekennzeichnet wurden ( z.B. "leise Nadel") Für Hörexperimente möchte ich meine Platten aber nicht missbrauchen. Gast.

[ Bearbeitet Sa Jan 06 2018, 09:36 ]
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Formiggini
So Feb 19 2012, 19:59


Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1758
Wenn du neue Nadeln für deine Grammophone brauchst, schau mal in diesen Artikel von Gast Link - Hier klicken
Genaueres über Grammophnnadeln findest du auch noch Link - Hier klicken
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PatheActuelle
Di Mär 04 2014, 23:40
Gast
Hallo,
hoffe dieser Thread ist noch nicht tot?
Habe aber keinen anderen, passenden gefunden?!
Bei der Durchsicht meiner losen Nadeln aus div. Fundstellen sind mir ein paar Nadeltypen aufgefallen, die ich so noch nicht gesehen haben.
Die einzelne Nadel mit dem Kunststoffhalter sieht besonders merkwürdig aus.
Bei den anderen guckt oben so eine Spitze raus, fehlt da was?
Für welche Geräte oder Platten waren diese Nadeln?
Gruß
Ralf



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Grammophonteam
Mi Mär 05 2014, 09:28
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2092



Das sind sog. Tungstifte. Halbdauernadeln mit einer Wolfram-spitze. Mehr dazu unter Link - Hier klicken

Die erste Nadel ist anscheinend mit einem Kunststoff gedämpft. Möglicherweise für ein extra, extra leises Spiel.

Grüße
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Charleston1966
Mi Mär 05 2014, 11:08
Dabei seit: Mo Nov 12 2012, 11:19
Wohnort: Im Schwabenländle
Einträge: 393
Hallo ,
auch auf die Gefahr hin, daß es schon an anderer Stelle erwähnt wurde und Insider wissen es natürlich: Diese Dauerton, Langspielnadeln sind nicht für`s Grammophon gedacht, dafür sind die Schalldosen zu schwer und die Platten würden sofort irreparable Schäden davon tragen, sondern nur für frühe Elektromagnetische Abtastsysteme deren Gewicht nicht mehr als 50 Gramm beträgt.

LG
Karlheinz

[ Bearbeitet Mi Mär 05 2014, 11:10 ]
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Gast
Mi Mär 05 2014, 16:44
Gast
Ganz richtig, Karlheinz !

Obwohl die HMV/Electrola "Tungstifte" ja ausdrücklich für das Grammophon waren.

Ich kann von einer Benutzung aber nur unbedingt abraten !
Die Härte der Wolframspitze quält die Platten heftig !

Ein paar unbenutzte hatte ich von den Dingern.
Schon beim Aufsetzen der Schalldose ist ein richtig schleifendes Zischen zu hören.

Als es an jeder Ecke neue Schellackplatten gab, war erhöhter Verschleiß vielleicht akzeptabel - diese Tungstifte sind aus sammlerischer Sicht heute tabou.

Gruß, Nils
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PatheActuelle
Do Mär 06 2014, 23:41
Gast
Vielen Dank an euch drei für die schnellen Infos,
dachte mir schon das das keine normalen Grammophonnadeln sind.
Die Nadel mit dem roten Schaft auf dem zweiten Foto ist wahrscheinlich auch nicht für Grammophone gedacht, oder?
Gruß
Ralf
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Charleston1966
Fr Mär 07 2014, 10:01
Dabei seit: Mo Nov 12 2012, 11:19
Wohnort: Im Schwabenländle
Einträge: 393
Hallo Ralf,
bei der Nadel mit dem roten Schaft handelt es sich um eine Polydor Dauernadel für ich glaube 20 Plattenseiten. Auch diese ist nicht für Grammophone gedacht, sondern für elektrische Tonabnehmer und Plattenwechsler z.B. Dual 1000 und ähnliche Geräte


LG
Karlheinz

[ Bearbeitet Sa Jan 06 2018, 09:39 ]
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vox.grammophon
Sa Jan 09 2016, 19:32
Gast
Formiggini schrieb ...

Link - Hier klicken der Eintrag über laute & leise Nadeln.

Noch zu diesen Wellennadeln:



Diese wurde auch unter dem Handelsnamen Ondulette verkauft.

Die zeitgenössische Werbung versprach:

Die Tonveredelnde Wellen-Nadel. Extra Zart
Verwenden Sie also nur die echten!


Inwieweit die Wellenform den Ton "veredelte"......?




Hi, also ich persönlich liiiebe ja die Ondulette-Nadeln. Ich hatte sie seinerzeit als Draufgabe zu meinem allerersten Grammophon erworben. Reine Nostalgie also? Ich bespiele mittlerweile hauptsächlich meine Vox-Grammophone mit Vollholz-Schallführung. Dort machen die Ondulette-Nadeln defintiv einen "edlen" Ton, um beim Werbeslogan der Marke Ondulette zu bleiben.
Ondulettes gab es silberfarben (= dünner, leiser) und messingfarben (=etwas dicker, mittellaut). Und ein echter Hingucker sind sie beim Abspielen einer Schellack auch noch ;-)




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veritas
So Jan 10 2016, 19:01
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 472
Bin auch ein gewisser Fan der Ondulettes. Für die offene Wiedergabe finde ich sie etwas ungeeignet, daß die verlängerte Nadel selbst ein mechanisches Zischeln beim Spiel erzeugt. Bei geschlossenem Deckel sind sie aber durchaus ein Genuß.

Vor 10+ Jahren wurde wohl ein größerer Restbestand ausgehoben und für einige Zeit waren diese Nadeln sehr leicht zu vertretbaren Preisen zu haben. Mittlerweile hat sich das aber deutlich geändert, obgleich 10 Nadeln für rund 10 Euro, wie sie heute immer mal wieder angeboten werden, natürlich absolut indiskutabel sind.

Seinerzeit habe ich einen kleinen Bestand zusammengetragen, spiele sie aber fast gar nicht mehr. Sie werden ja leider nicht mehr hergestellt.

Es gab übrigens drei Stärken in silber, gold und rot:

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vox.grammophon
Do Jan 14 2016, 19:59
Gast
Ha! Die roten habe ich gar nicht gekannt! Sind wohl aus Kupfer? Danke fürs pic und gratuliere zum schönen Dreierpack!
(Und hast natürlich recht: die ondulierte "Tonveredelung", die ich sehr schätze, ist mit erstaunlichen Nebengeräuschen verbunden. Aber was soll's, Deckel drauf ;-)) lg, Roland
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vox.grammophon
Fr Jan 15 2016, 17:03
Gast
Hab' ein bisschen in meinem Archiv gekramt - und siehe da: Ondulette war eine Schwestermarke von Marschall: Link - Hier klicken

[ Bearbeitet Sa Jan 06 2018, 09:43 ]
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