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Electrola Modell 98
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Autor Eintrag
Hedensö
So Apr 01 2012, 20:39 Druck Ansicht
⇒ Mitglied seit ⇐: Fr Jan 06 2012, 11:09
Beiträge: 881
Hallo zusammen,

bin vor kurzem über unten gezeigtes Modell von Electrola gestolpert. Obwohl ich mich ausschließlich mit HMV-Koffern beschäftige und alle gängige Literatur habe, war mir dieses Modell bis dato völlig unbekannt.

HERSTELLER: Electrola
MODELL: C 98
SERIENNUMMER: 1824
JAHR:?
DAMALIGER PREIS:
GEHÄUSE: Holz - mit schwarzem Kunstleder bezogen
PLATTENTELLER: brauner Filz
TRICHTER: ?
MOTOR: No. 23b
SCHALLDOSE:Electrola No.4a

INTERESSANTE DETAILS:

Ich vermute hier eine ähnliche Herkunft/Entstehungsgeschichte, wie beim Modell 106. Das Modell 98 basiert auf dem Modell 99 - allerdings wurden einige 101-Teile verwendet. Eine Frage, die sich mir stellt ist, warum keine Electrola No. 16 Schalldose drauf ist. Handelte es sich um ein reguläres Modell, welches wie das 99er um 1931 auf den Markt kam? Oder ist es später einzuordnen (analog 106)?













Das Typenschild sagt C 98 (C = Farbcode für schwarz). Das bedeutet, dass es das Modell wohl auch in den gängigen Farben blau und rot gegeben haben könnte.

Über jegliche Hinweise würde ich mich freuen.

[ Bearbeitet So Mai 31 2015, 20:05 ]
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Gast
Mo Apr 02 2012, 03:55
Gast
Hallo Hedensö,

man müßte die Schalldoese untersuchen. Wie ist sie beschriftet und vorallem wie groß ist ihr Anschluß ? Wenn auf das Modell Dose 16 gepaßt hat, kann keine normale Glimmerdose 4 passen, weil beide Dosen haben unterschiedlich große Anschlußstutzen und sind nicht ohne Änderungen austauschbar.

Eine spätere Entstehung als das Modell 99 ist denkbar.
Steht auf dem Electrola-Aufkleber auf dem Deckel "Berlin und Nowawes"?
Wenn nicht, kann man schon mal sagen, daß es zeitlich später als das 99 entstanden ist.

Ich habe dieses Modell noch nie gesehen und es besteht tatsächlich der Verdacht, daß wir hier einen weiteren rein deutschen Typen haben, der günstig aus den Altbestand-Teilen des 101 entstanden ist. Ganz wie der 106...

Gruß, Nils

[ Bearbeitet Mo Apr 02 2012, 09:37 ]
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Hedensö
Mo Apr 02 2012, 10:27
⇒ Mitglied seit ⇐: Fr Jan 06 2012, 11:09
Beiträge: 881
Hallo Nils,

der Anschluss ist der ganz normale, wie beim 101 auch. Von daher tippe ich, dass keine No. 16 vorgesehen war.

Dass das Modell parallel zum 99er angeboten wurde, kann ich mir kaum vorstellen. Daher denke ich auch, dass das Modell erst später kam.
Der Koffer ist mit dem Motor 23b ausgestattet. Von daher (noch) ein original HMV-Motor.

Viele Grüße und vielen Dank!
Jan
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Gast
Mo Apr 02 2012, 11:10
Gast
Hallo Hedensö,

genauso würde ich diesen Koffer dann auch beurteilen.
Er wird NACH dem Mod. 99 als deutsche Version zu kaufen gewesen sein.
Und es wurden anfangs noch Originalteile des 101 verbaut.
Alles genau wie beim Mod. 106.

Dadurch konnten die deutschen Eigenmodelle auch preisgünstiger sein als die regulären HMV Modelle.

Der original 102 kostete immerhin 148 Mark.
Der 106 wurde dann praktisch noch gleichzeitig für nur 100 Mark verkauft.

Dein 98 ist also ein sehr interessanter Zeitzeuge ! Wahrscheinlich recht selten.

Gruß, Nils

[ Bearbeitet Mo Apr 02 2012, 11:11 ]
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GrammophonTeam
Mi Jan 21 2015, 08:16
Seitenbetreiber

⇒ Mitglied seit ⇐: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: Köln
Beiträge: 1805
September 1932

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Hedensö
Mi Jan 21 2015, 09:53
⇒ Mitglied seit ⇐: Fr Jan 06 2012, 11:09
Beiträge: 881
Danke euch für die Reklame.

Ich hätte nicht gedacht, dass es das Teil schon 1932 gab, wo parallel doch das 99 bereits auf dem Markt war...
Ich hätte das eher (parallel zum 106) ab 1933 vermutet.
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Klangwolke
So Mai 31 2015, 09:51
⇒ Mitglied seit ⇐: Sa Jan 04 2014, 13:54
Beiträge: 242
Nur der Vollständigkeit halber:
Das 98er hat nicht die klassische Schalldose No.4, sondern die No.4A - wie auch das 106er!
Selbige wurde NUR von Electrola angeboten und hat den gleichen Anschlußdurchmesser wie die Schalldosen 16, 5A und 5B.
Siehe auch: Link - Hier klicken
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LoopingLoui
So Dez 26 2021, 21:28
"Moderator"

⇒ Mitglied seit ⇐: So Sep 26 2021, 19:14
Wohnort: Niedersachsen
Beiträge: 229
Die hier abgebildete Version ist bereits ein später 98er. Die Frühesten ( Link - Hier klicken ) verwenden noch übrige Gehäuse aus der Produktion des 99. Daher sind diese Koffer im Deckel noch mit Papier bezogen und haben ein zusätzliches Decal hinterm Plattenfach, welches noch die zu dem Zeitpunkt bereits aufgegebenen „Nowawes“-Fabrikgebäude von Electrola nennt.

Bei dem hier gezeigten jüngeren Koffer ist es bereits das einheitliche Kunstleder im Deckel. Auch ist bei den alten Koffern die Modellplakette einfach überstanzt (über 99 eine „8“)

Bremse, Tonarm und Deckelstützen stammen wohl von der brandenburgischen Metallwarenfabrik, welche für Lindström produzierte. Die genannten Bauteile sind auch alle sehr ähnlich zu zeitgenössischen Odeon- und Parlophonkoffern.

Der Koffer 98 ist die erste Eigenentwicklung von Electrola nach dem Zusammenschluss mit Lindström (in Großbritannien also HMV mit Columbia) und begründet damit den Alleingang, den Electrola in kommenden Jahren, abseits des Diktats durch HMV, begehen sollte.
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