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Foren > Firmengeschichte, Labels, Hüllen, und Matrizen > LABELKUNDE - Deutschsprachige Labels und Firmengeschichte
Lindström "£" - ab wann als Lizenzzeichen?
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Formiggini
So Mai 29 2011, 20:20 Druck Ansicht
Seitenbetreiber

Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1759
Im Frühjahr 1926 erschienen auf den verschiedenen Lindström Labels (Odeon, Beka, Parlophone...) die ersten elektrischen Aufnahmen.
Da ab 1925 die englische Columbia 50% der Lindström Aktien hielt, hatte Lindström auch Zugang zu dem Western Electric Aufnahmesystem daß ebenfalls von der Columbia vewendet wurde.

Pro Platte, das mit diesem System aufgenommen wurde, mussten die Plattenfirmen Lizenzgebühren an Western Electric abführen.

Bei der amerikanischen Victor war dies ein kleines Dreieck im Spiegel, der Matz.Nr wurde "VE" (Victor Electric?) hinzugefügt.

Bei Lindström Platten war dies dann das bekannte Lindström "L", bzw. eben £.
Columbia verwendete als Lizenzzeichen ein "W" (Western Electric?) im Kreis.
Den Matr.Nr. wurde ebenfalls ein "W" voran gestellt.

Nun überspielte ich eine frühe, elektrische Beka Platte.
Die Aufnahme vom Mai 1926 trägt noch nicht das bekannte £, sondern ebenfalls im Spiegel ein "W" - allerdings eingeschlossen in einem Viereck.





Auch der Matr.Nr. ist ein "W" angestellt.




Auf dem Label wurde wohl nachträglich ein etwas kryptisches "L" aufgestempelt.




Weiß jemand, ab wann auf Lindströmplatten das bekannte £ auftaucht?
Dies könnte für Datierungen von Aufnahmen hilfreich sein.


Quelle: Wikipedia

Und jetzt, noch etwas schamlose Eigenwerbung *grins,
hier dreht sich die Platte, bei der ich über das gepunktete "L" stolperte:

Link - Hier klicken

[ Bearbeitet So Jun 03 2018, 07:55 ]
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Gast
So Mai 29 2011, 20:39
Gast
oh ja, eindeutig eine elektrische Aufnahme. Ich höre das schon allein an der Geige, die zwischen den Bläsern gut hörbar ist. Das hätte bei akustischer Aufnahme so nicht funktioniert. Gerade am Anfang gut zu hören.

Zu dem "L" kann ich leider nichts beitragen...
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onlyesterdays
Mo Mai 30 2011, 11:32
Gast
@ Formiggini : du fragtest "Weiß jemand ab wann auf Lindströmplatten das bekannte £ auftaucht (und du fügtest hinzu: was für Datierung von Aufnahmen hilfreich sein könnte)". Dazu : ich weiß nicht ob du das Buch "ODEON - Die Geschichte einer Schallplattenfirma" von Horst Wahl (aus Freiburg, der noch die Zeiten der akustischen Trichter-Aufnahmen bei ODEON miterlebte) kennst (es wurde im 1986 ,leider nur sehr beschränkt, herausgegeben / der Herausgeber war Hansfried Sieben, aus Düsseldorf).

Was die Matrizen-Nummern und Aufnahme-Daten betrifft, ist im Vorwort folgendes zu lesen: "Dieses Thema ,über das auch international so verzweifelt wenig bekannt geworden ist, soll über ein halbes Jahrhundert anhand bedeutender Künstler-Aufnahmen verfolgt werden und findet seinen Höhepunkt in den "Odeon-Dokumentationen" des Kapitels 16 ; Dieses umfasst nicht nur einen Blick in die Aufnahmebücher, sondern auch eine lückenlose tabellarische Darstellung aller diesbezüglichen Nummern und Daten des Zeitraumes von 1904 bis 1953, deckt damit praktisch die ganze Aera der Schellackplatten ab, und stellt ein außerordentlich wichtiges Hilfsmittel bei der Daten-Bestimmung dar." Die Antworte auf deine £ Lindström-Frage ist darin sehr wahrscheinlich auch zu finden (ich werde sobald ich etwas mehrt Zeit habe versuchen mal einige Seiten aus diesem Buch zu scannen und hier vorzuführen).

[ Bearbeitet Sa Feb 24 2018, 16:12 ]
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berauscht
Mo Mai 30 2011, 12:17
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1470
Weiß jemand, ab wann auf Lindströmplatten das bekannte £ auftaucht?

Das £ war das Markenzeichen der Parlophon und taucht schon auf den frühen bunten (Bild-)Labeln auf.

Deine Frage ist also etwas zu allgemein. Du müsstest also nach dem £ im Wachs und auf dem Label als Lizenzsymbol fragen.

Das L oder £ aufgedruckt auf dem Label vor der Matriznummer ersetzte wohl die vorher aufgeklebten Lizenzmarken.
Das kryptisches aufgestempelte "L" ist nicht aufgestempelt sondern ausgestanzt, wie man gut am Abrieb erkennen kann.


Das £ als Lizenzsymbol im Wachs für den Verstärker taucht, wenn ich meine Unterlagen durschaue, das erste mal im April 1927 bei tschechoslowakischen Aufnahmen auf Parlophon/Beka-Platten auf und im Mai 1927 auf Odeon-Aufnahmen für Bulgarien und die Niederlande auf.

Parlophon/Beka 39199-39214 (Tschechoslowakei) April 1927
Odeon Buo 1-10 (Bulgarien) Mai 1927
Odeon Da 1191-1195 (Niederlande) Mai 1927











[ Bearbeitet So Jun 03 2018, 07:53 ]
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Formiggini
Mo Mai 30 2011, 18:13
Seitenbetreiber

Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1759
Vielen Dank für eure wertvollen Informationen!
Nach dem Odeon Buch werde ich auf alle Fälle Ausschau halten...
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onlyesterdays
Fr Jul 22 2011, 13:27
Gast
Hollandia-Parlophon-Record




[ Bearbeitet Di Dez 27 2011, 16:55 ]
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Formiggini
Fr Sep 09 2011, 09:38
Seitenbetreiber

Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1759
Herr Georg Richter hat für uns eine sehr informative Datei zu dem Lindström Zeichen zusammengestellt - hierfür nochmals vielen Dank von unserer Seite!

Die Seite von Herrn Richter ist über unsere Linksammlung zu erreichen.



lindstroem.pdf



An dieser Stelle möchte ich aber nochmal kurz darauf eingehen, das es mir in der ersten Nachricht eigentlich um eine andere Sache ging

Wie es scheint, wurde bei der Lindström das £ bei den elektrischen Aufnahmen wohl als Lizenz(abgabe)zeichen an die Western Electric verwendet.

Das erste Bild oben zeigt ja im Plattenspiegel noch das W, wie es auch bei der Columbia als Lizenzzeichen für das Western Electric Aufnahmesystem verwendet wurde.

Deswegen meine Frage, wann man bei der Lindström vom W zum £ wechselte, als Lizenzzeichen für das elektrische Aufnahmeverfahren?

[ Bearbeitet Sa Feb 24 2018, 16:16 ]
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berauscht
Fr Sep 09 2011, 19:01
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1470
Wie schon einmal oben geschrieben.

Das £ als Lizenzsymbol für elektrische Aufnahmeverfahren taucht, wenn ich meine Unterlagen durschaue, das erste mal im April 1927 bei tschechoslowakischen Aufnahmen auf Parlophon/Beka-Platten auf und im Mai 1927 auf Odeon-Aufnahmen für Bulgarien und die Niederlande auf.

Parlophon/Beka 39199-39214 (Tschechoslowakei) April 1927
Odeon Buo 1-10 (Bulgarien) Mai 1927
Odeon Da 1191-1195 (Niederlande) Mai 1927

[ Bearbeitet Sa Feb 24 2018, 16:17 ]
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WalterSchwanzer
Do Apr 04 2019, 20:35
Dabei seit: Mo Dez 08 2014, 12:34
Wohnort: Rohrendorf
Einträge: 434
hier ein Platte mit einem "L" - kenne sonst nur Platten mit "BIEM" auf der linken Seite?
außerdem sehr hohe Matrizennummern S 400740/41






[ Bearbeitet Do Apr 04 2019, 20:38 ]
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Polyfar41
Fr Apr 05 2019, 08:26
Dabei seit: Fr Feb 24 2017, 11:27
Wohnort: Frankfurt am Main
Einträge: 43
Das "L" links auf dem Etikett ist ein Platzhalter für die zu klebende Lizenzmarke. Nach Aufkleben an der richtigen Stelle ist es nicht mehr zu sehen.
Die Aufnahmen sind Übernahmen vom Label OKeh aus New York aus dem Jahr 1928. Die Original-Mx. lauten W400740 bzw. W400741.
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WalterSchwanzer
Fr Apr 05 2019, 11:43
Dabei seit: Mo Dez 08 2014, 12:34
Wohnort: Rohrendorf
Einträge: 434
DANKE
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krammofoon
So Apr 07 2019, 21:13
Schellack-Gnadenhof
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 1175
Servus :-)

Ist das ebenfalls ein Lindström-£ auf dieser vermutlich 1922er Favorite?






Gruss
Georg
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Pinetop
Mo Apr 08 2019, 15:48
Dabei seit: Di Okt 23 2012, 14:04
Einträge: 67
Lt Lindström-Aufnahmebuch handelt es sich um das Rathke-Orchester vom 12. Mai 1922
31516 - Weine nicht

LG
Herbert
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