Photographophon - "Tonfilm" im Jahr 1901

In Berlin entwickelt der Erfinder und Forscher Ernst Ruhmer (1878 - 1913) um 1900 ein Aufnahmeverfahren welches das Lichttonverfahren des Tonfilm um viele Jahre vorweg nimmt. Im Juni 1901 wird die Erfindung erstmal in der Phonographischen Zeitschrift vorgestellt. Zunächst dient eine sich drehende Photoplatte aus Glas als Aufnahmemedium.
Der bekannte Physiker Ruhmer hat ein neues Verfahren ausgebildet, um auf photographischem Wege Tondifferenzen zu fixieren, und mit einem solchen Photogramm Wiedergaben zu erzielen. Bei der Wiedergabe wird durch die Platte ein Lichtstrahl auf eine Selenzelle geworfen, welche bekanntlich für einen gleichzeitig hindurchgehenden elektrischen Strom einen veränderlichen Widerstand bietet, je nach der Stärke der Belichtung dieser Zelle. Auf diese Weise wird ein durch die Differenzen der photographischen Platte veränderter elektrischer Strom erzeugt, welcher in einem gewöhnlichen Telephon die ursprünglichen Töne wieder hervorruft...
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