Automatic translation in English

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾


Grammophone in BildernGrammophongalerie


Hans Reimann

Hans Reimann
(* 18. November 1889 in Leipzig; † 13. Juni 1969 in Schmalenbeck bei Hamburg)

Hans Reimann wurde am 18. November 1889 in Leipzig als Sohn eines Kohlenhändlers geboren. Er studierte an der Universität in München Philologie und Kunstgeschichte und soll nebenbei eine Ausbildung zum Grafiker gemacht haben. Ab 1919 gab er in Leipzig die literarische Wochenschrift Der Drache heraus, arbeitete für die Weltbühne und gründete 1921 das literarische Kabarett Retorte. Ab 1923 leitete er das Kabarett Astoria in Frankfurt am Main, Ende der 1920er Jahre stand er im Rahmen von in- und ausländischen Gastspielreisen auch auf der Bühne des legendären Münchner Kabaretts Bonbonniere. Daneben betätigte er sich weiter als Herausgeber - so etwa der satirischen Zeitschrift Stachelschwein, die zwischen 1924 und 1928 erschien.




Zwei Abbildungen aus Homocord-Nachträgen von 1929.


Seine umfassende künstlerische Karriere - er arbeitete für Funk und Film, als Liberettist für Operetten und Revuen, veröffentlichte Anekdotensammlungen, Mundartschwänke und Reisebücher - erlitt mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten 1933 einen erheblichen Dämpfer: Mit Parodien auf Nazi-Größen soll er in Ungnade gefallen sein. Von einem bisweilen zitierten Arbeitsverbot kann jedoch nicht die Rede sein.


Hans Reimann, etwa 1935


Als Schauspieler und Rundfunkkabarettist blieb Reimann im Dritten Reich ebenso präsent wie als Redakteur des Kladderadatsch und der Brennessel. Dabei kam es mitunter auch zu scharf antisemitischen Publikationen, aus denen man eine starke Verbundenheit mit der NS-Rassenlehre herauslesen kann - vielleicht nur ein verzweifelter (und zweifelhafter) Anbiederungsversuch an die offenbar nicht wohlgesonnen Machthaber.


Ohne Worte.


1941 von Berlin nach Bernried am Starnberger See übersiedelt soll Reimann den Krieg auch als Soldat im Fronteinsatz verbracht haben. Nach dem Krieg lebte er in Hamburg-Schmalenbeck und widmete sich 1952 bis 1969 vornehmlich literaturkritischen Arbeiten, die er in sieben Bänden unter dem Titel "Literazzia" herausbrachte. 1959 erschien zudem eine Autobiographie - "Mein blaues Wunder". Hans Reimann starb am 13. Juni 1969 in Schmalenbeck bei Hamburg.


Ein Artikel zum 70. Geburstag


Die biographischen Angaben sind dem liebevoll gestalten Artikel "Hans Reimann, der 'gemietliche' Rundfunksachse" von Jörg Beirer (Schalltrichter, Nr. 18, November 2001) entnommen.




Aus dem Nachlass von Berthold Leimbach
Josef Westner (humoresk)

Weitere Infos und Austauschmöglichkeit im Forum.


Die neuesten Beiträge
Schellackplatten Blog
in: '
in: '

Folge uns auf...facebook .

Willkommen

Benutzername:

Passwort:


Cookie setzen

[ ]