Marika Rökk

Marika Rökk
(* 3. November 1913 in Kairo/Ägypten; † 16. Mai 2004 in Baden/Österreich)




Die deutsch-österreichisch/ungarische Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin mit ungarischen Wurzeln kam am 3. November 1913 in Kairo als Tochter eines Bauunternehmers zur Welt. Als die Familie 1924 von Budapest nach Paris übersiedelte, setzte Marika Rökk ihre Tanzausbildung fort und war kurze Zeit später im Pariser Varieté Moulin Rouge auf der Bühne als Tänzerin zu bewundern. Weitere Stationen ihrer jungen Karriere waren die USA, Monte Carlo, Cannes, London, Paris und Budapest .1930 entstand ihr erster Film in England.



Aus dem Nachlass von Berthold Leimbach - Josef Westner (humoresk)


1934 kam sie bei der Universum Filmgesellschaft (UFA) unter Vertrag. Ihre größten Erfolge feierte Rökk in Revue filmen wie "Es war eine rauschende Ballnacht" (in dem Zarah Leander eine der tragenden Rollen spielte) oder "Kora Terry". Mit dem niederländischen Schauspieler und Operettendarsteller Johannes Heesters bildete sie in zahlreichen Produktionen das Traumpaar der singenden, glitzernden Leinwand. "Der Bettelstudent", "Gasparone" und vor allem "Hallo Janine" sind Höhepunkte dieser Zusammenarbeit. Marika Rökk verkörperte oft das verkannte Genie, das allen Schwierigkeiten zum Trotz seinen Wunsch, groß herauszukommen, durchsetzt und im Finale eines jeden Films einen grandiosen Triumph feiert. Der gewagt- laszive, übersteigerte Enthusiasmus ihrer Darstellung in Bewegung, Stimme und Ausdruck wirkt für viele heutige Zuschauer manchmal leicht anstrengend, jedoch finden einige ihrer Filme auch im heutigen Fernsehprogramm hin und wieder Platz.



Regisseur bei zahlreichen ihrer Erfolgsfilme war ihr späterer Ehemann Georg Jacoby. 1939 schreibt der Film-Kurier: "Etwas hat sie dabei der amerikanischen Konkurrenz voraus: den burschikosen Schalk im Nacken, den sprudelnden Charme und nicht zu vergessen: Paprika im Blut". 1941 spielte und tanzte Marika Rökk die Hauptrolle im ersten deutschen Farbfilm "Frauen sind doch bessere Diplomaten". Als Schallplattenstar hat sie einige sammelnswerte Schellacks hinterlassen. Ihre Filmschlager wie "Ich brauche keine Millionen" oder " In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine" erschienen zwischen 1939 und 1944 bei Telefunken. Nach dem Krieg erhielt Marika Rökk zeitweise Auftrittsverbot in Deutschland und Österreich wegen ihrer Mitwirkung in NS-Propagandafilmen.1947 wurde sie vom Ehrengericht der Österreichischen Schauspielervereinigung freigesprochen.Von nun an drehte sie wieder Revuefilme, an ihre Erfolge von früher reichten diese Produktionen aber nicht heran. Bis 1986 war Marika Rökk als Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin aktiv. In Wien, Berlin und München sah man sie in Musicals wie "Hello Dolly" und "Die Gräfin vom Naschmarkt". 1970 wurde ihre eigene Fernsehshow "Eine Frau in unseren Träumen" im ZDF ausgestrahlt, 1975 war sie neben ihrem früheren Filmpartner Johannes Heesters Gast in einer Benefiz-Fersehgala zu Gunsten der Deutschen Krebshilfe zu sehen, 1986 spielte sie ihre letzte Hauptrolle in der Komödie "Das Kuckucksei".




Aus dem Nachlass von Berthold Leimbach - Josef Westner (humoresk)


Für ihr Lebenswerk wurde sie mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Sie war die erste Preisträgerin des Bambi. In Baden bei Wien wurde ihr zu Ehren eine Straße benannt. Marika Rökk verstarb am 16. Mai 2004 in Baden bei Wien. Zusammen mit ihrem zweiten Ehemann, dem Schauspieler und Regisseur Fred Raul, ist sie auf dem Badener Helenenfriedhof beerdigt.



Aus dem Nachlass von Berthold Leimbach - Josef Westner (humoresk)


(Text und Bilder - Christian Schönecker)

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