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Foren > Firmengeschichte, Labels, Hüllen, und Matrizen > Entwickler, Erfinder, große Geister und Geschichte der Tonaufzeichnung
RRG-Schallplattentechnik: Der unhörbare Plattenwechsel
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
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fpfleumer
Mi Apr 10 2013, 19:46 Druck Ansicht
Gast
Die Reichs-Rundfunk-Gesellschaft (RRG) war bekanntlich in der Lage, trotz der nur 4 ½ Minuten Spielzeit einer einzelnen Schallplatte längere Musikstücke oder dergleichen scheinbar ohne Unterbrechung zu senden. Die dahinter stehende Technik war nicht ohne Raffinesse, aber auch nicht ohne Tücken. Meines Wissens wurde sie am ausführlichsten in dem folgenden Beitrag aus der Zeitschrift "Reichsrundfunk" Heft 26, 1941/1942, beschrieben.

"Achtung! Schallplattenwechsel!"

Von Franz Schiecke, Reichsrundfunk
Unseren Lesern soll heute eine oft gestellte Frage beantwortet werden: Wie ist es möglich, Schallplattensendungen geschlossenen Inhalts, welche sich z. B. bei der Wiederholung einer Kundgebung über Stunden hinziehen, pausenlos ohne einen dem Hörer merkbaren Plattenwechsel abzuspielen?
Im deutschen Rundfunk werden, wie aus früheren Abhandlungen zu erkennen war, Wachsplatten, Schwarzplatten und Schallfolien abgespielt. Für diesen Vorgang ist eine für den Rundfunk konstruierte Universal-Wiedergabemaschine geschaffen worden. Betrachten wir uns dieselbe in Abb. 1 näher. Der Plattenteller (a), welcher für die drei genannten Plattenarten benutzt werden kann, wird von einem Drehstrom-Synchronmotor angetrieben, der genau 78 Umdrehungen in der Minute macht. Die Lagerung des Tellers ist ähnlich der bei der Wachsaufnahmemaschine. Der Tellerrand zeigt die stroboskopische Einteilung zur Beobachtung der richtigen Umdrehungsgeschwindigkeit. Mit dem Tonabnehmer (b) werden Schwarzplatten und Schallfolien abgespielt. Bei Inbetriebnahme wird derselbe mit dem Tonarm auf eine kleine Aufsetzbank (c) geführt. Diese wiederum kann durch einen Rasthebel (d) auf und nieder bewegt werden. Der Tonabnehmer wird über die gewünschte Einsatzstelle der Abspielplatte gestellt und dann mit Hilfe der Aufsetzbank auf die Platte niedergesenkt. Ebenso kann man den Tonabnehmer bei einer bestimmten Stelle der Abspielplatte wieder abheben, ohne ihn mit der Hand berühren zu müssen. Dieses hat zur Folge, daß man an eben dieser Abhebstelle wieder genau einsetzen kann, da der Tonabnehmer nur eine Höhenveränderung, aber keine seitliche Bewegung gemacht hat. Zur besseren und auch späteren Wiederauffindung einer Einsatzstelle auf der Schallplatte befindet sich im Gerät eine Lichtzeigerskala (e), die den jeweiligen Plattenradius, an welchem sich gerade die Tonabnehmernadel befindet, anzeigt. Die Eichung dafür ist so vorgenommen, daß alle Universal-Abspielgeräte des deutschen Rundfunks übereinstimmen. Mit dem Tonabnehmer (f) können nur Wachsplatten abgetastet werden. Während der Schwarzplattentonabnehmer von der Schallrille von innen nach außen geführt wird, muß der Wachstonabnehmer zwangsläufig durch Spindeltransport bewegt werden, da sonst die dünnen Schallrillenwände des immerhin weichen Wachses durch den einseitigen Druck des zu führenden Tonabnehmers verdrückt würden. Mit Hilfe des Handrades (g) wird der Schlitten, an dem der Wachstonabnehmer und das Beobachtungsmikroskop (h) sich befinden, über die Wachsplatte hin und her bewegt. Der Rasthebel (i) betätigt den Spindeltransport und das Mikroskop leistet gute Hilfe zum genauen Zentrieren der Wachsplatte auf den Plattenteller. Eine Abspieleinheit umfaßt immer zwei nebeneinanderstehende Abspielmaschinen.

*) Heft 18 vom 23. November 1941.




Wie ist nun der Vorgang beim pausenlosen Abspielen mehrerer Platten? Abb. 2 soll mithelfen, die Sache verständlich zu machen. In der Abhandlung "Die Wachsplatte als Tonträger im Deutschen Rundfunk" *) wurde gezeigt, in welcher Weise die Überblendrillen zustande kommen. Eine so auf Platten fertig geschnittene Sendung liegt zum Abspielen bereit. Verfolgen wir die Handlungen des bedienenden Technikers und nehmen wir an, es ist eine Schwarzplattensendung. Das Auflegen und Abheben der Platten geschieht bei laufendem Plattenteller. Platte I wird auf den Plattenteller I gelegt, gut zentriert und die Tonabnehmernadel am Anfang der Schallrille des kleinsten Schallrillendurchmessers eingesetzt. Die Spannung, welche der Tonabnehmer abgibt, liegt über einem Überblendglied auf dem Sendeverstärker. Dahinter geht es auf den Sendeweg und zugleich für den Techniker zum Abhören auf den Kontroll-Lautsprecher. Während Platte I abläuft, wird auf den Plattenteller II Platte II aufgelegt. Die Tonabnehmernadel des Tonabnehmers II wird so eingestellt, daß sie über der inneren Überblendrille (d) steht. Die Aufsetzbank verhindert den Einfall der Nadel in die Schallrille. Der Techniker muß nun beobachten, wann der Tonabnehmer I die Überblendrille (c) der Platte I durchläuft. In diesem Moment wird durch den Rasthebel der Maschine II der Tonabnehmer II auf die vorbereitete Platte II in die Überblendrille (d) niedergelassen. Der Tonabnehmer liegt ebenfalls auf dem Umblendglied, gebt aber nicht weiter auf den Sendeverstärker, sondern auf einen Umschalter, welcher automatisch mit dem Umblendglied betätigt wird. Dieser Schalter führt zu einem Verstärker und weiter auf den Kontrollhörer zum Abhören der zweiten Platte. Zwischen den Punkten a und b beider Platten ist bekanntlich die gleiche Modulation aufgetragen. Ist der zweite Tonabnehmer im rechten Moment und in die richtige Schallrille eingesetzt worden und laufen beide Schallplatten mit der im Bild angedeuteten Marke (e) phasengleich, so stimmt die aus dem Kopfhörer tönende mit der aus dem Kontroll-Lautsprecher gehörten Modulation genau überein. Der Techniker blendet mit Hilfe des Umblendgliedes langsam von Tonabnehmer I auf Tonabnehmer II um. Gleichzeitig damit wird der Umschalter für den Kontrollhörer von der bisher abgehörten Platte II auf Platte I umgelegt. Auf Sendung sowie auf dem Kontroll-Lautsprecher liegt jetzt die Platte II. Der Tonabnehmer I wird abgehoben, die eben abgespielte Schallplatte entfernt und als Fortsetzung der Sendung Platte III auf Plattenteller I aufgelegt. Der Vorgang wiederholt sich nun zwischen Platte II und III und so fort über die ganze Dauer der abzuspielenden Sendung.

Wenn alle Momente so eintreffen, wie hier angegeben, wäre die Sache nicht allzu schwer. Dem ist bei weitem nicht so. Wir wissen, daß auf den Millimeter etwa 3/4 Schallrillen kommen. Die gewünschte Rille mit der Tonabnehmernadel zu treffen, ist dabei Glückssache. Sehr oft kommt man in die daneben laufende Schallrille. Wollte man so umblenden, würde, wenn der zweite Tonabnehmer nur eine Hille voraus wäre, gegenüber dem ersten Tonabnehmer ein kleines Stück der Sendung fehlen. Nehmen wir an, es ist eine Sprachsendung. Die Laufzeit von einer Rille zur nächsten ist etwa 3/4 Sekunde. In dieser Zeit kann man bis 3 Worte sprechen. Diese würden verlorengehen und könnten unter Umständen den Sinn des ganzen Satzes verändern. Im anderen Falle, d. h. wenn der Tonabnehmer eine Rille nachläuft, werden beim Umblenden einige Worte zweimal hintereinander hörbar. Weiter kommt hinzu, daß bei jedem Menschen Auge und Hand verschieden reagieren und somit zeitliche Aufsetzfehler entstehen. Um diese Fehler auszugleichen, also wieder Modulationsgleichheit beider Tonabnehmer zu schaffen, wurde zwischen Motorachse und Plattenteller jeder Maschine ein Ausgleichsgetriebe angebracht. Dieses Ausgleichsgetriebe, durch ein Handrad betrieben, kann entsprechend der Drehrichtung des Handrades den Lauf des Plattentellers beschleunigen oder verlangsamen. Der Drehstrom-Synchronmotor läuft dabei unentwegt genau 78 Umdrehungen weiter, so daß bei Stillstand des Ausgleichsgetriebes der Plattenteller sofort in die richtige Umdrehungszahl einfällt. In unserem Falle liegt Platte I auf Sendung, während der Tonabnehmer II auf die Platte II niedergeht. Der Techniker hört am Kontrollhörer die Platte II ab und zu gleicher Zeit am Kontroll-Lautsprecher Platte I. Er bemerkt dabei z. B., daß Platte I, welche auf Sendung liegt, voraus ist. Dann wird das Ausgleichgetriebe der Platte II in dem Sinne betätigt, daß der Plattenteller schneller läuft, und zwar so lange, bis am Kopfhörer und Abhörlautsprecher Modulationsgleichheit gehört wird. Jetzt kann umgeblendet werden. Es ist verständlich, daß nicht am Ausgleichsgetriebe des auf Sendung liegenden Plattentellers geregelt werden darf, da sonst z. B. bei einer Sprachsendung der Sprecher plötzlich schneller spricht und kurze Zeit danach wieder normal. Durch die schnellere oder langsamere Tourenzahl verändert sich auch die Tonhöhe. Die Techniker, welche diese Abspielmaschinen bedienen, müssen eine gute Auffassungsgabe haben, um am Abgehörten feststellen zu können, ob sie mit der zweiten Platte voreilen oder nachliegen. Es steht für den Synchronisierungsvorgang nur 1/2 Minute zur Verfügung. Musikalische Sendungen sind naturgemäß viel schwerer als Sprachsendungen auf Modulationsgleichheit zu bringen, da das gesprochene Wort leichter zu behalten ist, als die dauernd wechselnde Klangfülle eines Musikstückes. Der Vorgang beim Wachsabspielen ist der gleiche, nur die Bedienung zum Einsatz des Wachstonabnehmers ist etwas umständlicher, auch muß die Wachsplatte sehr schonend behandelt werden, da infolge der Weichheit leicht Beschädigungen auftreten können. Eine Wachsplatte kann nur ein- bis zweimal abgespielt werden. Der Vorteil jedoch gegenüber der Schwarzplatte liegt in der viel größeren Rauschfreiheit.


Bleibt noch übrig, warum beim deutschen Rundfunk die Schallplatten von innen nach außen geschnitten bzw. abgespielt werden. Es ist bekannt, daß nach Abspielen einer Schallplatte die Abspielnadel gewechselt werden soll, da sie sich abschleift und bei öfterem Gebrauch sehr schnell die Modulation der Platte zerstört. Die Folge sind starke Kratzgeräusche und Verzerrungen. Mitbestimmend für das Abschleifen oder besser gesagt das Einschleifen der Abspielnadel ist die Länge des zurückgelegten Weges in einer bestimmten Zeit sowie die Rauhigkeit des Plattenmaterials. Das Plattenmaterial müssen wir als gegeben hinnehmen. Wie steht es aber mit dem ausgeführten Weg? Der Anfang der Rundfunkschallplatten liegt bei 10 cm Durchmesser, d. h. bei einer Umdrehung der Platte hat die Nadel den Weg von 31,4 cm durchlaufen (10 cm x 3,14, Zahl für Umfangserrechnung), und zwar in 0,77 Sekunden (60 Sekunden : 78 Umdrehungen = 0,77 Sekunden für 1 Umdrehung). Wie ist es bei den äußeren Schallrillen der Platte: Durchmesser = 30 cm x 3,14 = rund 94 cm Weg in derselben Zeit von 0,77 Sekunden. Es liegt klar auf der Hand, daß ein 94 cm langer Weg in 0,77 Sekunden die Nadel viel schneller angreift, als ein Weg von 31,4 cm. Folgerichtig wird die Abspielnadel bei einer Ablaufrichtung von außen nach innen in den ersten Schallrillen sofort stark beansprucht und muß bis zum Schluß der Platte als abgenützte Nadel weiterlaufen. Hinzu kommt, daß die geschnittenen Wellenzüge in der Schallrille bei kleinem Plattendurchmesser dichter folgen als am Außenrand. Der Wellenzug ist (gegeben durch die jeweilige Umfangsgeschwindigkeit, deren größtes Verhältnis zwischen 10 cm und 30 cm Plattendurchmesser 1 zu 3 ist) am Außenrand dreimal so lang wie innen. Die seitliche Auslenkung des Wellenzuges (Amplitude) bleibt bei gleicher Lautstärke des aufgezeichneten Tones innen und außen immer gleich groß. Man erkennt hieraus, daß eine im Anfang abgenützte Nadel später die kleinen dichtfolgenden Amplituden hoher Töne im inneren Plattendurchmesser nicht mehr genau abtastet. Anders dagegen beim Abspiel von innen nach außen. Die neue Abspielnadel wird innen aufgesetzt und kann, da noch keine Abnutzung eingetreten ist, die kleinsten Amplituden getreu abtasten. Die Abnutzung im ersten Teil der Platte ist ebenfalls bedeutend geringer wegen des kleineren Weges. Je weiter nun die Nadel nach außen kommt, steigert sich auch der Grad der Abnutzung. Jedoch werden mit zunehmendem Durchmesser die Wellenzüge ebenfalls länger, so daß die von den kleineren Wellenzügen eingeschliffene Nadel die immer länger werdenden Wellenzüge weiterhin gut abtastet. Die Tonqualität bleibt somit über die ganze Spieldauer einer Platte erhalten.

Die Ausführungen lassen erkennen, daß der Großdeutsche Rundfunk bemüht ist, die Rundfunkaufnahmen auf Schallplatten dem Hörer so zu vermitteln, daß zwischen Original- und Plattensendung möglichst keine Qualitätsverschlechterung auftritt.

Quelle: Schiecke, Franz, Achtung Schallplattenwechsel, Reichsrundfunk, Heft 26, 1941/1942





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obbbs
Do Apr 11 2013, 02:27
Dabei seit: Mo Aug 08 2011, 23:10
Einträge: 33
Für mich nicht in jedem Detail aber doch insgesamt verständlich. Danke für den erneuten 'Abdruck' dieses aufschlußreichen Artikels!
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snookerbee
Do Apr 11 2013, 20:55
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1730

Besonders interessant ist der letzte Absatz, in dem begründet wird, warum man beim Rundfunk Aufnahmeplatten benutzte, die von innen nach aussen spielen. Hier wird es endlich einmal nachvollziehbar erklärt.

[ Bearbeitet Do Apr 11 2013, 22:02 ]
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Rundfunkonkel
Do Apr 11 2013, 21:00
Dabei seit: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Einträge: 1079
Vielen Dank für diesen tollen Artikel! Nach Infos zur RRG-Technik bin ich immer auf der Suche. Muss ja relativ kompliziert gewesen sein, immer den Gleichlauf beim Plattenwechsel hinzubekommen. Das Magnetophon hatte da wohl wirklich große Vorteile! Wobei auch dort nach gut 22 Minuten (bei der 77 cm/s Version) ein Umblenden auf ein weiteres Band nötig gewesen ist.
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Charleston1966
Do Apr 11 2013, 21:47
Dabei seit: Mo Nov 12 2012, 11:19
Wohnort: Im Schwabenländle
Einträge: 378
Damit wäre ja geklärt warum die RRG Platten von innen nach aussen geschnitten sind, da der Grund ja bestimmt auch Plattenfirmen bekannt war frage ich mich warum sonst alle Platten von aussen nach innen geschnitten sind, möglicher Grund - die einfachere Handhabung für Laien.
LG
Karlheinz
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snookerbee
Do Apr 11 2013, 22:00
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1730

@Charleston1966:

Das habe ich mich auch gefragt! Aber stell Dir mal vor, daß jemand vergißt, sein Grammophon abzustellen. Dann fliegt die Tondose ja praktisch von der Rille. Hätte man aber auch mit einer geschlossenen Auslaufrille am Rand der Platte verhindern können.

Ich denke mal, Schuld hat Herr Berliner und danach hat sich keiner mehr Gedanken drüber gemacht ... außer die Leute von der RRG.
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Charleston1966
Do Apr 11 2013, 22:22
Dabei seit: Mo Nov 12 2012, 11:19
Wohnort: Im Schwabenländle
Einträge: 378
Das scheint in Rundfunkanstalten gängige Praxis gewesen zu sein, denn auf V-Discs steht immer "Outside Start" drauf. Also muss der "Center Start" bekannt gewesen sein.

[ Bearbeitet Do Apr 11 2013, 22:32 ]
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snookerbee
Do Apr 11 2013, 22:39
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1730

... außer die Leute von der RRG.


Das war ja auch nicht ernst gemeint. Aber warum die Center-Abpielmethode nicht in der Schallplattenindustrie Fuss fassen konnte, weiss ich auch nicht.

[ Bearbeitet Do Apr 11 2013, 22:45 ]
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RF-Musiker
Fr Apr 12 2013, 13:53
Dabei seit: Do Sep 15 2011, 11:21
Wohnort: Berlin
Einträge: 363
"Center-Start" gehörte auch zum Tonfilmverfahren "Vitaphone", eben aus den Gründen, dass die Tonqualität konstant bleibt.
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fpfleumer
Fr Apr 12 2013, 19:30
Gast
RFO:

In der Tat stand bei der RRG auch ein Verfahren zur Diskussion, nach dem auch die Überlappung von Magnetofonaufnahmen entsprechend dem oben geschilderten Verfahren mit Rundfunkplatten erfolgen sollte. In der Praxis scheint es nicht angewandt worden zu sein. Ich weiß zwar nicht, welche "Hochlaufzeit" (aus Stillstand bis zur Sollgeschwindigkeit) die Magnetofonmaschinen R 22 (bzw. die mechanisch identische HF-Variante R 22a) hatte. Nach der späteren Praxis bei Rundfunks zu schließen, dürfte 1 Sekunde aber schon damals ausgereicht haben, so dass man mit ein wenig "Augenmaß" das Folgeband starten konnte, wenn die letzte Bandwindung des Vorgängerbands durchlief - geschickte Wahl des "Übergangspunkts" natürlich vorausgesetzt.
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